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    Was beschäftigt Sie…? Dennis Wiosna und Viktor Waal

    „Die Digitalisierung mit Leidenschaft leben“

    Das Digitale Zentrum Mittelstand (DZM) im Kreis Soest will Unternehmen bei der Umsetzung der Digitalisierung helfen. Dazu setzt die Institution auf das Know-how und die Erfahrung von Spezialisten. Die beiden Digitalscouts Dennis Wiosna und Viktor Waal nehmen zum 1. Juni ihre Arbeit auf. Welche Akzente die Digital Natives setzen möchten, erklären sie im Interview.

    Mit dem Digitalen Zentrum Mittelstand wollen Sie Unternehmen im Kreis Soest bei der Digitalisierung unterstützen. Wer kann Ihre Hilfe in Anspruch nehmen?

    Dennis Wiosna, Digitalscouts des Digitalen Zentrums Mittelstand

    Unternehmen aus allen Branchen, vornehmlich KMU, die vor digitalen Herausforderungen stehen und noch keine Digitalisierungsstrategie entwickelt haben, können unsere Unterstützung bekommen. Also tatsächlich vom Zahnarzt um die Ecke, der gerne einen Terminvereinbarungsservice auf der Webseite hätte, bis hin zum traditionell geführten Familienunternehmen, welches durch ein digitales Geschäftsmodell sein Unternehmen mit zusätzlichen und skalierbaren Einnahmequellen erweitern möchte.  Unser Ziel ist es, mit möglichst vielen Unternehmen in der Region Gespräche zu führen, um im Laufe der Zeit mit Best-Practice Beispielen auch andere Firmen über konkrete Möglichkeiten der Digitalisierung zu informieren.

    Viktor Waal, Digitalscouts des Digitalen Zentrums Mittelstand

    Welche Aufgaben gehören zu Ihrem Verantwortungsbereich und welche Zielsetzung verfolgen Sie?

     Unsere Aufgabe wird es zunächst sein, eine Bestandsaufnahme der Region durchzuführen, um uns so einen Überblick zu verschaffen, wie digital die Unternehmen hier aufgestellt sind. Anschließend möchten wir diese Ergebnisse zusammentragen und visuell auf unserer Webseite mit Hilfe einer Digitalisierungskarte darzustellen. Parallel sollen Aufschlussberatungen über das Thema Digitalisierung bei den KMU stattfinden und neue innovative Veranstaltungsformate in der Region umgesetzt werden. Intention ist es, in unserer starken Industrieregion die Vernetzung zu intensivieren sowie einen offenen Austausch aufzubauen. Dank unseres guten Netzwerks zur regionalen Start-up-Szene und den Hochschulen sind wir in der Lage, sogenannte „Matchings“ bei bestimmten unternehmerischen Herausforderungen durchzuführen. Zusätzlich haben wir durch eigene Erfahrungen die Möglichkeit, vorab einzuschätzen, ob die Unternehmen zueinander passen. Es gibt mittlerweile einige Start-ups und Dienstleister in unserer Region, die kooperieren und B2B-Dienstleistungen anbieten.

    Warum wurden Sie als Digitalscouts mit „ins Boot“ geholt?

    Wir sehen uns als Digital Natives, die Digitalisierung leben und tagtäglich mit Leidenschaft verfolgen. Durch die Erfahrungen in Beruf und Studium, sowie durch zahlreiche Projekte im Bereich App- und Plattformentwicklung konnten wir uns in den Bewerbungsgesprächen klar positionieren und eindeutig mit den Anforderungen identifizieren.

    Welches spezifische Know-how bringen Sie als Digitalscouts mit?

     Wir verfügen über Know-how als Developer und IT-Vertriebler. Unsere Kompetenzen reichen jedoch über die in Ausbildung und Studium erlernten Kenntnisse hinaus. Wir haben bereits gemeinsam ein eigenes Start-up gegründet und außerdem nebenberuflich Apps und Services für verschiedene Kunden im B2B-Bereich entwickelt. Zudem punkten wir mit unternehmerischem Denken, das wir im Zuge unserer eigenen Unternehmensgründung entwickelt haben. Hier sehen wir Synergien, die helfen können, gestandene Unternehmen zu digitalen Geschäftsmodellen und Strategien zu beraten.

    Was empfehlen Sie Unternehmen im Hinblick auf den Auf- und Ausbau der eigenen digitalen Strategie?

    Wir empfehlen, sich offen mit der Digitalisierung zu beschäftigen und Chancen sowie Risiken neutral zu betrachten. Darüber hinaus ist es wichtig, zu experimentieren und hier auch Fehler zuzulassen. So entsteht enormes Potential für Wachstum und Freiräume für Kreativität. Unternehmen möchten wir ermutigen, mit Start-ups zusammenzuarbeiten und mögliche Problemstellungen auch einmal nach außen zu tragen. Eine gute Möglichkeit, eine Lösung zu erarbeiten, bietet das Veranstaltungsformat Hackathon. Hier lässt sich zum Beispiel in Kooperation mit einer regionalen Hochschule ein Ergebnis erzielen. Es gibt Beispiele, in denen junge kreative Studierende mit interessanten Ideen für positive Resonanz gesorgt haben.

    Kontext

    Das Digitale Zentrum Mittelstand (DZM), Gesellschafter sind die Wirtschaftsförderung Lippstadt und die Wirtschaftsförderung des Kreises Soest, hat das Ziel, Unternehmen bei der Digitalisierung zu helfen. Unterstützung sollen die beiden Digitalscouts Dennis Wiosna und Viktor Waal leisten. Sie haben zum 1. Juni ihre Arbeit aufgenommen.