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Serie: Denker und Lenker

„Digitalisierung ist das, was wir atmen“ 

Unternehmenslenker stehen im Fokus unserer Serie „Das kommt aus Bielefeld“. Jovan Ilic und Mark Schönrock, Geschäftsführer der acocon Gruppe, über ihre Philosophie, Werte und Herausforderungen.

Serie: Denker und Lenker

Jovan Ilic und Mark Schönrock: „Wir beraten Digitalisierung nicht nur, wir leben sie.“ Foto: acocon

Was fasziniert Sie an Ihrem Unternehmen bzw. was erfüllt Sie an Ihrer Tätigkeit?
Jovan Ilic: Die Vielfalt der Aufgaben. Insbesondere, dass es nicht nur um Technik geht, sondern man auch den Faktor Mensch und das Miteinander – Ablauforganisationen und Prozesse – berücksichtigen muss, wenn IT ein Unternehmen beflügeln soll. Dieser ganzheitliche Ansatz macht den Reiz unserer Tätigkeit aus.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag?
Mark Schönrock: Für mich stellt das Wachstum der Firma gerade verschiedene organisatorische Herausforderungen dar. Während wir früher nur als aktive Einzelpersonen unterwegs waren, sind wir mittlerweile ein mittelständisches Unternehmen mit vielen Abteilungen und Zuständigkeiten. Das macht das Unternehmerleben sehr spannend.
Jovan Ilic: Inhaltlich gesehen, ist unser Themengebiet selbst natürlich eine Herausforderung. IT ist ein sehr bewegtes Terrain und als Beratungsunternehmen müssen wir allen anderen voraus sein. Statt Themen mitzugehen, müssen wir vorausschauend die Entwicklung erkennen, um unsere Kunden zielführend im Hinblick auf ihre aktuellen und zukünftigen Herausforderungen beraten zu können.

Die IT-Branche ist sehr schnelllebig und vielfältig. Mit was für Trends und Entwicklungen rechnen Sie in den kommenden Jahren?
Mark Schönrock: Unter dem „Buzzword“ Digitalisierung findet jetzt endlich statt, wofür wir schon seit 25 Jahren kämpfen: Nämlich, dass die IT der Innovationsmotor eines Unternehmens und integraler Bestandteil für dessen Wertschöpfung ist. Man kann sogar sagen: IT ist unternehmenskritisch geworden. Das war sie unserer Auffassung nach schon immer, aber jetzt hat das auch die Industrie entdeckt.

Haben Sie Wünsche an die Industrie bzw. Politik?
Mark Schönrock: Ganz große Wünsche an die Politik habe ich nicht. Ich bin ja Unternehmer und unternehme selbst etwas. Mein Wunsch an die Wirtschaft ist, weiter mutig voranzugehen und den eingeschlagenen Weg fortzusetzen – und dabei auch Durststrecken durchzustehen, die ja immer mit Innovationen einhergehen.
Jovan Ilic: Wir könnten in Deutschland auch generell ein bisschen mutiger sein. Häufig verschließen wir uns neuen Technologien erst einmal. Die Cloud ist dafür ein gutes Beispiel. Da sind andere Länder offensiver – das würde uns in Deutschland auch nicht schaden.

Welche bedeutenden Entscheidungen und Veränderungen gab es in den letzten Jahren in Ihrem Unternehmen, um Wachstum zu generieren?
Mark Schönrock: Dazu gehört sicherlich die Aufteilung der acocon in unsere Unternehmensgruppe, in der wir die inhaltlichen Funktionsbereiche ausgegliedert haben. Jetzt haben wir nicht mehr eine Firma mit drei Standbeinen, sondern für jeden Bereich – Menschen, Prozesse, Technologien – jeweils eine. Für ein Unternehmen mit damals 30 Mitarbeitern wäre diese Umstrukturierung nicht notwendig gewesen. Mit heute mittlerweile 50 Beschäftigten haben wir mit dieser Struktur nun die Basis für deutlich stärkeres Wachstum geschaffen.

Wo sehen Sie die besonderen Stärken bzw. Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens?
Mark Schönrock: Die Begeisterung und Qualifizierung unserer Mitarbeiter für das, was wir hier tun. Durch besonders gute Leute werden besonders gute Ergebnisse erzielt. Wir haben nicht nur eine tolle Unternehmenskultur, sondern auch ganz hervorragende Einzelpersonen, die hier jeden Tag großartige Dinge vollbringen.

Wie stehen Sie zu dem Standort Bielefeld?
Mark Schönrock: Wir sind Ostwestfalen, sind hier verwurzelt und haben unsere Familien hier. Von daher ist der Standort für uns natürlich schon aus persönlichem Antrieb hervorragend. Darüber hinaus ist OWL auch eine wirtschaftsstarke Region mit vielen innovativen mittelständischen und großen Unternehmen. Wir schätzen uns glücklich, so einen interessanten Markt bedienen zu können.

Das Thema Digitalisierung ist in der Wirtschaft angekommen. Welche Bedeutung haben digitale Arbeits- und Geschäftsprozesse für Ihr Unternehmen?
Jovan Ilic: Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die Arbeit von Unternehmen durch den Einsatz von Technologien effizienter zu machen. Digitalisierung ist also das, was wir atmen – schon vom ersten Tag an und nicht erst seit es ein Modewort geworden ist. Wir beraten Digitalisierung nicht nur, wir leben sie.
Mark Schönrock: Für uns ist das leicht zu beantworten: Als IT-Unternehmen gibt es mit Ausnahme unseres Hausmeisters keinen einzigen nicht digitalen Arbeitsplatz.

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen zukünftig? Wie sehen die Weichenstellungen für die nächsten Jahre aus?
Jovan Ilic: Wir wollen den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und die einzelnen geschaffenen Bereiche „Menschen, Prozesse, Technologien“ weiter stärken und näher zusammenbringen.
Mark Schönrock: Uns kommt der Trend zur Digitalisierung sehr entgegen, denn unsere Firmenstrategie, der Partner für Digitalisierung unserer Kunden zu sein, wird jetzt aktiv nachgefragt. Das freut uns sehr.

Der Beitrag ist Teil unserer Serie „Das kommt aus Bielefeld, der in Kooperation mit der WEGE erscheint.

KONTEXT
Als Dachgesellschaft einer bundesweit agierenden IT-Dienstleistungsgruppe mit Hauptsitz in Bielefeld bringt die acocon-Gruppe Menschen, Prozesse und Technologien in Unternehmen näher zusammen. Die Kompetenzfelder der Gruppentöchter bluecue, goldsteps und greenique ergänzen sich, wodurch starke Synergien bei gleichzeitig flexibler Leistungserbringung im Detail möglich werden.
bluecue steigert die Leistungsfähigkeit der IT und fördert flexible Zusammenarbeit durch digitale Strategien. goldsteps steht für innovative Fortbildungs-, Recruiting- und Personalentwicklungskonzepte für IT Personal. greenique sorgt durch ganzheitliche Prozessberatung für reibungslose Arbeitsabläufe.

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