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    Recruiting funktioniert heute anders

    Im crossmedialen Mix kommen etliche Medien und Kanäle zum Einsatz: Eine erfolgversprechende und immer stärker nachgefragte Möglichkeit im Recruting sind Podcasts. Sie werden gerade immer beliebter. Einer der größten Vorteile: Die Hörer verfolgen das Gesagte entspannt und mit großer Aufmerksamkeit. Foto: ams – Radio und MediaSolutions

    Crossmediale Ansätze auf dem Weg zu neuem Personal

     Motivierte und loyale Mitarbeiter, wenig Fluktuation und ein Image, das Kunden wie Bewerber gleichermaßen anlockt – welcher Unternehmer möchte das nicht? ams – Radio und MediaSolutions berichtet von immer mehr Unternehmen, die aufgrund veränderter Anforderungen an das Recruiting von heute ganz neue Wege gehen – und dabei unter anderem auf Radiospots, Videos oder Podcasts setzen.

    Dass der Fachkräftemangel weiter stark wachsen wird, insbesondere abseits der Ballungszentren, darin sind sich Experten einig. Marketing-Strategen sprechen bei den Bemühungen zur Anziehung, Rekrutierung und Bindung von Employer Branding, Human Ressource Management, Personalmarketing, von Employee Experience.
    Die Erkenntnis, dass sie um diese Themen nicht mehr herumkommen, erreicht zunehmend auch Branchen und Unternehmen, die das vor einigen Jahren noch vom Tisch gewischt hätten.  Laut aktuellem IHK-Fachkräftemonitor sind allein in der Region OWL rund 48.000 Stellen unbesetzt.

    „Arbeitgeber, Personaler und Marketingverantwortliche müssen sich bei der Personalsuche etwas einfallen lassen. Heute reicht es nicht mehr aus in den gewohnten Medien eine Stellenanzeige zu platzieren, vielmehr geht es beim ‚Zerren um Talente‘ darum, mit kreativen Konzepten und individuell abgestimmten Recruitingkampagnen auf das Unternehmen, dessen Vorzüge und die besonderen ‚Skills‘ aufmerksam zu machen“, berichtet Dieter Pepping, Key Account Manager Radio und MediaSolutions bei ams, Bielefeld. „Gute Kampagnen zeichnen sich zudem dadurch aus, nicht unbedingt jeden x-beliebigen Bewerber zu erreichen, sondern die ‚Besten der Besten‘ zu aktivieren. Dies spart Zeit beim Auswahlprozess der Bewerber und vor allem Budget beim Personalrecruiting. Gleichzeitig arbeiten Unternehmen so auch an ihrem positiven Arbeitgeber-Image.“

    Und Kollegin Katja Sluyter, Marketing Managerin OWL MediaSolutions, ergänzt: „Zukünftige Mitarbeiter da zu erreichen, wo sie sind und crossmedial anzusprechen, das wird für die Arbeitgeber im Bereich des Employer Brandings immer wichtiger. Nur Unternehmen mit einer starken Arbeitgeber-Marke werden den entscheidenden Vorsprung im Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter haben.“

    „Speziell Lokalradio bietet die Möglichkeit, ein Stellenangebot in sehr kurzer Zeit sehr bekannt zu machen. Es erreicht Fachkräfte örtlich und zeitlich zielgenau. So können etwa Unternehmen, die daran denken, Fachpersonal von Konkurrenten abzuwerben, potenzielle Bewerber auf ihrem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte direkt ansprechen“, schildert ams-Geschäftsführer Uwe Wollgramm.

    Und Christian Wöstemeyer, Verkaufsleiter ams – Radio und MediaSolutions, bringt diese neue Erreichbarkeit auf den Punkt: „Recruiting im Radio erreicht auch potenzielle Bewerber, die bislang noch gar nicht gezielt nach Jobangeboten in anderen Medien gesucht haben. Erst über das Hören des Radiospots kommen sie auf die Idee eines Jobwechsels. Das hat eine sehr positive Auswirkung auf die Qualität der Bewerber.“

    Entsprechend ist die Nachfrage nach Recruiting-Funkspots in den vergangenen zwei Jahren bei dem Bielefelder Mediendienstleistungsunternehmen enorm in die Höhe geschnellt. Gaby Grubert, Konzeption – Produktion / Leitung Audio ams – Radio und MediaSolutions, weiß um die Vorteile: „Durch Radiospots kann ein Unternehmen sich darstellen und erlebbar machen. Es kann mit allen zur Verfügung stehenden Stilmitteln eine Haltung kommunizieren und potentiellen künftigen Mitarbeitern Lust machen, selbst Teil der Unternehmensfamilie zu werden.“

    Eine weitere Form zeitgemäßen : Podcasts – dem Netflix zum Hören. Das Audiomedium erlebt derzeit einen regelrechten Boom. Die abonnierbaren Shows können in den Bibliotheken der Musikstreamingdienste und per Podcast-App angehört werden. Immer mehr Unternehmen entdecken dieses Audioformat für sich und investieren in Branded-Podcasts. Matthias Milberg, Projektleitung Podcast bei ams – Radio und MediaSolutions, erklärt: „Ein Podcast wird bewusst eingeschaltet und wie ein ‚gutes Buch‘ konsumiert. Da liegt die Chance! Kandidaten erkennen, wenn etwas künstlich und gestellt ist. Im Zeitalter des Überangebots an Informationen ist es wichtig, eine authentische Botschaft zu haben, die aus dieser Flut heraussticht. Das kann ein Podcast.“

    Kommt zum Ton noch das bewegte Bild hinzu, sind wir beim Thema der Recruiting-Videos. Ein Unternehmen, das immer mehr dieser Videos produziert, ist ams Videograph aus Bielefeld. Alexandra Gedler, Leitung Video, hebt die Vorteile eines Videos gegenüber anderen Formen und Medien im Recruiting hervor: „Da steht die Emotionalität ganz vorne. Das Video bietet eine einmalige Möglichkeit, eine emotionale Beziehung und schon virtuell Nähe zu potentiellen Bewerbern aufzubauen. Vor allem dadurch, dass Mitarbeiter, also künftige Kollegen von Jobsuchenden, über ihre Arbeit sprechen, wirken Recruitingvideos authentisch und nah am Zuschauer.“ Frank Terpoorten, Beratung und Konzeption, Videograph, führt aus: „Der Zuschauer kann sich direkt vorstellen: wie fühlt es sich an, in diesem Unternehmen zu arbeiten? Wir achten schon beim Konzept und dem Dreh darauf, dass wir nah dran an Bildern und Prozessen sind, dass wir quasi durch die Brille des potentiellen Mitarbeiters auf ein Unternehmen, auf eine Stelle schauen.“ Die Videos kommen auf Jobmessen genauso zum Einsatz wie auf den Homepages der Unternehmen. Auch im Bereich Social Media werden sie gern genutzt.

    Etliche namhafte große wie kleinere Unternehmen aus der gesamten Region wissen mittlerweile um die Vorteile von neuen Instrumenten des Recruiting im Vergleich zu traditionellen und parallel weiter bestehenden Formen wie Annoncen oder Online-Jobbörsen. Sie nutzen diese häufig gleichzeitig in crossmedialen Kampagnen – manchmal flankiert durch Großflächen-Plakate und begleitende Social Media-Aktivitäten – und schließen so schnell ihre Personallücken.

    Weitere Informationen: www.ams-net.de