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    Prechain

    Wollen die Modebranche aufmischen: das Team des Bielefelder Start-ups Prechain.
    Foto: Prechain

    „Wir wollen ein Produkt entwickeln, das einen Mehrwert für die Modebranche schafft“

     Das Bielefelder Start-up Prechain hat eine Supply-Chain-Management-Lösung für die Modeindustrie entwickelt. Die Software erhöht durch intelligente Datenanalyse die Genauigkeit von Bedarfsprognosen. Auf diese Weise wird die Effizienz in der Produktionsplanung sowie der Wareneingangssteuerung gesteigert. Henrik Bredenbals, Mitgründer von Prechain, über das Konzept, Herausforderungen und Visionen.

    Herr Bredenbals, skizzieren Sie Ihre Geschäftsidee.

    Henrik Bredenbals: Mit unserer Lösung sorgen wir dafür, Modeunternehmen bei der bedarfsgerechten Bewirtschaftung ihrer Verkaufsflächen zu unterstützen. Dazu analysieren wir mit unseren Algorithmen die aktuellsten Abverkaufszahlen und können, darauf basierend, Handlungsempfehlungen an die zuständigen Flächenmanager geben.

    Was bedeutet für Sie Innovation?

    Henrik Bredenbals: Innovation ist ein sehr umfassender Begriff. Für uns fängt Innovation jedoch schon an, sobald gestandene Unternehmen, aber auch Gründer beginnen zu experimentieren, Ideen auszuprobieren oder aus bewährten Denkmustern ausbrechen.

    Welche Lösungsmöglichkeiten bieten Sie und wo liegt der Nutzen?

    Henrik Bredenbals: Im ersten Schritt werden vorhandene Daten aus den Warenwirtschaftssystemen mit unserem Prechain-Algorithmus analysiert und das Optimierungspotenzial aus den Verkaufsdaten identifiziert. So kann die Software im nächsten Schritt Modeunternehmen bei der Absatzprognose unterstützen und Handlungsempfehlungen für eine bedarfsgerechte Wareneinsteuerung geben.

    Suchen Sie Investoren?

    Henrik Bredenbals: Ja, wir führen aktuell Gespräche zwecks Eröffnung einer Pre-Seed- Investmentrunde und sind noch auf der aktiven Suche nach Business Angels mit Branchenexpertise oder Start-up-Erfahrung.

    Suchen Sie Kooperationsmöglichkeiten bzw. etablierte Unternehmen, mit denen Sie kooperieren möchten?

    Henrik Bredenbals: Momentan sind wir in der Planungsphase unserer Pilotprojekte und wollen Hand in Hand mit starken Modeunternehmen ein Produkt entwickeln, welches einen Mehrwert für die gesamte Branche schaffen soll. Demzufolge sind wir immer offen für neue Kooperationsmöglichkeiten.

    Falls Sie schon mit Kooperationspartnern zusammenarbeiten, wie funktioniert die Kooperation?

    Henrik Bredenbals: Die Kooperation mit Seidensticker war der eigentliche Anstoß für die Gründung von Prechain. Der Bielefelder Modehersteller berichtete uns von großer Planungsunsicherheit und fast ausschließlich manueller Prozesse in der Warensteuerung und Bedarfsplanung. Wir hatten von Beginn an einen festen Ansprechpartner, der uns dabei unterstützt hat, ein Gefühl für die Problematiken der Modebranche zu bekommen.

    Was war für Ihr Unternehmen bzw. für Sie bisher der größte Erfolg?

    Henrik Bredenbals: Bis jetzt konnten wir zwei große Erfolge feiern. Der Einzug in das Gründungsförderprogramm „Founders Camp“ der Founders Foundation war ein wichtiger Meilenstein für uns, da ein starker Sparringspartner enorme Unterstützung für ein Frühphasen-Start-up liefern kann. Unser wohl größter Erfolg sind jedoch die ersten positiven Ergebnisse aus einer Echtdatenanalyse, die gleichzeitig einen bedeutenden Schritt für die Ausrichtung unseres Produktes liefern.

    Wo werden die größten Herausforderungen in den nächsten zwölf Monaten voraussichtlich liegen?

    Henrik Bredenbals: In den kommenden Monaten werden wir uns damit beschäftigen, eine Basis für ein skalierbares Geschäftsmodell zu schaffen. Dazu ist es notwendig, aus unserer Idee ein Gesamtangebot zu entwickeln, das kein Warenmanager der Welt mehr missen möchte.