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Kongress- und Eventzentrum Stadthalle Bielefeld

Fit für die Herausforderungen der Zukunft

Das Kongress- und Eventzentrum Stadthalle Bielefeld stellt sich den Herausforderungen der Zukunft und investiert kräftig in energetische, veranstaltungs- und sicherheitstechnische Modernisierungsmaßnahmen. 

Stadthalle Bielefeld

Steuern die Modernisierung: Hallenmanager Stephan Kipp, Geschäftsführer Martin Knabenreich und Martin Kwoka, technischer Leiter (v.l.). Das Steuerpult für Bühnentechnik stammt aus dem Jahr 1990 und ist noch voll funktionsfähig. Foto: mawi

Die Motivation eines jeden Stadtmarketers ist es, möglichst viele Veranstaltungen in seine Stadt zu holen. Das funktionierte in Bielefeld in den letzten Jahren recht gut. Mit mehr als 350 Veranstaltungen im Jahr kann sich das Kongress- und Eventzentrum Stadthalle über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Bei der Entscheidung für eine Location steht immer häufiger die technische Ausstattung als ausschlaggebendes Kriterium im Fokus. „Veranstalter von großen Kongressen oder Parteitagen haben unserem Haus in den letzten Jahren oftmals den Zuschlag gegeben, weil wir mit unserer guten W-LAN-Verfügbarkeit punkten konnten. Künftig reicht das allein jedoch nicht aus, um dauerhaft im Wettbewerb der Veranstaltungsdestinationen ganz vorne mitzuspielen. Wir sind gefordert, uns mit den Zukunftstechnologien im Veranstaltungsbereich auseinanderzusetzen“, beschreibt der Geschäftsführer der Stadthalle Bielefeld Betriebs GmbH die Herausforderung, sich fit für die Zukunft zu machen.
Die Weichen sind bereits gestellt. Die Beauftragung des Karlsruher Beratungsunternehmens Symbios, die technische und bauliche Substanz der Immobilie zu prüfen, hat Klarheit geschaffen. Der Spezialist für den Bau und Betrieb von Veranstaltungsimmobilien ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Stadthalle im 28. Betriebsjahr in Teilen in die Jahre gekommen ist, sich aber, aufgrund regelmäßiger Wartungen, in einem ordentlichen Zustand befindet. Damit dieses künftig so bleibt, haben die Berater einen Katalog für eine fachgerechte Investition erarbeitet, um von vornherein einen schleichenden Qualitätsverlust in der Stadthalle oder gar technische Ausfälle zu vermeiden.
„Damit erhält das Kongress- und Eventzentrum Stadthalle Bielefeld seinen Status als Leuchtturm für das Bielefelder Standortmarketing und als Kongresshaus Nummer eins in der Region Ostwestfalen-Lippe“, freut sich Martin Knabenreich. Es gehe hier nicht um Sanierung, die technische Ausstattung sei bestens, jedoch auf dem Stand von 1990. „Die Anforderungen haben sich geändert, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, sind regelmäßige Investitionen notwendig“, so Knabenreich weiter.
In den kommenden Jahren werden zwischen einer und zwei Millionen Euro zielgerichtet in energetische, bauliche, veranstaltungs- und sicherheitstechnische Modernisierungsmaßnahmen mit einem Volumen von insgesamt etwa 6,9 Millionen Euro investiert. Gut 110 Einzelmaßnahmen stehen in den nächsten drei Jahren auf der Agenda, die so geplant sind, dass der laufende Hallenbetrieb nicht gefährdet wird und alle Veranstalter Planungssicherheit haben. „Sämtliche Projekte werden im laufenden Hallenbetrieb umgesetzt. Eine baubedingte Schließung wird es nicht geben“, so Hallenmanager Stefan Kipp. Für die Realisierung der Kernprojekte werden jeweils die veranstaltungsarmen Zeiten im Sommer der Jahre 2018 bis 2020 genutzt.
„Mit den Modernisierungsmaßnahmen stellen wir uns schon heute auf die Veranstalteranforderungen von morgen ein“, so Kipp. Die geplanten Investitionen seien eine wichtige Basis, um den aktuellen Stand der Technik im Eventbereich zu sichern. „Gleichzeitig nehmen wir aber auch die aktuellen Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung auf“, betont Martin Kwoka, technischer Leiter der Stadthalle.
Dazu gehören zum Beispiel digitale Angebote, vom Livestreaming über Videokonferenzen bis hin zur digitalen Kommunikation im und am Gebäude, die die Attraktivität für Veranstaltungen steigern. Weitere Investitionen betreffen die Bühnentechnik, räumliche Einrichtungen und technische Angebote, wie Glasfaserverkabelung, LAN-Struktur, Lichtwellenleitertechnik. Außerdem wird die konsequente Umstellung auf LED-Technik in der Architektur- und Effektbeleuchtung, der Einsatz einer Photovoltaikanalage, eine Wärmerückgewinnung aus dem Betrieb in den Veranstaltungssälen die Energiebilanz der Stadthalle weiter verbessern.
Martin Knabenreich blickt optimistisch in die nächsten Jahre: „Als Betreiber sehen wir in den anstehenden Investitionen ein wichtiges Zeichen. Unser Haus ist ein entscheidender Standortfaktor und wirtschaftlicher Motor der Stadt. Nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen sind wir bestens für die Zukunft aufgestellt und können im Wettbewerb um Veranstaltungsdestinationen weiterhin ganz vorne mitspielen.“

Weitere Informationen: www.stadthalle-bielefeld.de

KONTEXT
Eigentümerin der 1990 gebauten Stadthalle und des Parkhauses ist die Bielefelder Beteiligungs- und Vermögensgesellschaft BBVG, die im Zuge der Modernisierung die Projektkoordination übernimmt und die finanziellen Ressourcen bereitstellt. Die veranstaltungs- und sicherheitstechnischen Aufgaben verantwortet das Team der Stadthalle.

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