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    Kolumne: Start-ups für eine bessere Welt

    Tristan Niewöhner

    Tristan Niewöhner ist Gründer und Geschäftsführer der persomatch GmbH

    Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr! Viele nutzen den Beginn eines Jahres, um sich neue Ziele zu setzen und Pläne zu schmieden. „Die Welt zu verbessern“ klingt da sicherlich nach einem großen idealistischen Ziel. Aber genau das ist es, was die wirklich großen Gründer antreibt.
    Manche haben vielleicht die falsche Vorstellung, dass es beim Gründen eines Unternehmens allein um das Geldverdienen geht. Natürlich gibt es einige Start-up-Gründer, die zu großem Reichtum gekommen sind. Geld ist sicherlich wichtig und auch notwendig, um etwas zu bewegen, aber es sollte nicht die einzige Motivation sein, unternehmerisch tätig zu werden.
    Vielmehr ist der Startpunkt einer Unternehmensgründung das Erkennen eines Problems, das man vielleicht selbst, in der Regel aber auch viele andere haben. Mit einer guten, im Idealfall neuartigen, Lösung wird dieses Problem behoben. Dadurch wird ein Wert für viele Menschen geschaffen. Der (finanzielle) Erfolg hängt dann unter anderem davon ab, wie groß das Problem und wie gut die Lösung ist.
    Die Probleme, denen sich Gründer widmen, können auch gesellschaftlicher Art sein. Eine eigene Fachrichtung, das sogenannte „Social Entrepreneurship“ widmet sich diesem Feld. Dadurch werden Projekte umgesetzt, die sich zum Beispiel dem Umweltschutz oder der Armutsbekämpfung verschrieben haben.

    So gibt es etwa beispielsweise ein Start-up, das sich die Vermittlung von Menschen mit autistischem Hintergrund als Mitarbeiter für IT-Projekte zum Ziel gesetzt hat. Diese Menschen haben häufig mit gesellschaftlicher Ausgrenzung zu kämpfen, verfügen aber oft über große Talente und Begabungen, die erkannt und gefördert werden. Die hohe Genauigkeit und systematische Arbeitsweise kommen zum einen dem Auftraggeber zugute und sorgen zum anderen dafür, dass sich Menschen aus dem Autismus-Umfeld respektiert und gebraucht fühlen.
    Andere Start-ups bauen zum Beispiel Elektroautos, um die Umweltverschmutzung und den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu verringern. Wieder andere entwickeln Projekte im medizinischen Bereich, um alten und kranken Menschen das Leben zu erleichtern.
    Grundsätzlich kann die Vision einer besseren Welt eine ungeheure Motivation sein, die jeden Einzelnen antreibt, etwas bewegen zu wollen. Wirklich großartigen Gründern gelingt es, diese Vision auf jeden einzelnen Mitarbeiter zu übertragen. Das macht sicherlich einen großen Teil der Faszination und Magie von Start-ups aus.
    Wenn man jeden Morgen mit der Überzeugung aufsteht, die Welt verbessern zu können, so kann man alles erreichen und zufrieden sein.

    Wir können die Welt ein bisschen besser machen – Start up now! Bis zum nächsten Mal.