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    Kolumne: „Mit Büchern habe ich das meiste Gespräch…“

    … meinte Seneca und auch für Gründer lohnt der Griff zum Buch.

     Jan Philipp Platenius. Ein gutes Buch als Informations- und Inspirationsquelle

    Jan Philipp Platenius. Ein gutes Buch als Informations- und Inspirationsquelle

    Als Gründer steht man beim Aufbau eines Unternehmens laufend vor neuen Herausforderungen und Fragestellungen. Manchmal kann man Freunde oder Dienstleister fragen, manchmal macht man einfach – manchmal hilft es aber auch, ein gutes Buch zur Hand zu nehmen. Bei Talents’ Friends besprechen wir sogar gemeinsam für uns relevante Bücher.
    Zuletzt zum Beispiel „The Hard Things About Hard Things“ von Ben Horowitz, einem führenden Investor. Der Amerikaner schreibt vor allem über die „war times“ – schließlich sind Startups laufend im Kampf, wie er mit seinen Erfahrungen als Gründer und CEO eindrucksvoll belegt. Horowitz geht auf zahlreiche Fragestellungen sehr konkret ein, so auf den Aufbau einer Unternehmenskultur, die Minimierung von Politik und die Auswahl von Führungskräften. Trotzdem weist er darauf hin: „First rule of entrepreneurship: There are no rules.“
    Strategischer ausgerichtet ist „From Zero To One“ von Peter Thiel, ebenfalls einem führenden amerikanischen Risikokapitalgeber. Die hochspannenden Gedanken des Paypal-Gründers und ersten Facebook-Investors drehen sich um die Zukunftsorientierung eines Unternehmens, von der seine Empfehlungen unter anderem zur Auswahl des Marktes, zum Markteintritt oder zur Unternehmenskultur ausgehen. Beruhigend: Laut Thiel brauchen sich Gründer keine Sorge machen, wenn konventionelle Standesvertreter das Start-up nicht verstehen.
    Auch ein Blick in die Geschichte kann sehr gewinnbringend sein. Beschäftigt man sich beispielsweise mit dem faszinierenden Alfred Krupp, der das gleichnamige Unternehmen im 19. Jahrhundert von einer Hand voll auf 20.000 Mitarbeiter ausbaute, lernt man, dass eine klare Fokussierung auf das Start-up, Mut und cleveres Marketing beim Aufbau eines Unternehmens extrem hilfreich sind. Und dass man als noch so begeisterter Gründer ab und an besser auch die Finanzer ranlassen sollte, um das Unternehmen zukunftsfähig zu halten.

     Der Autor der Kolumne Jan Philipp Platenius ist Geschäftsführer von Talents‘ Friends und gibt das Facebook-Magazin „Unternehmerische Zeiten“ heraus. Weitere Informationen: https://www.facebook.com/unternehmerische.zeiten