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    it´s OWL

    Der Miniroboter AMiRos findet auch an Hindernissen vorbei sein Ziel.
    Foto: CITEC/Universität Bielefeld

    Zugang zu neuen Technologien

    Die digitale Transformation verändert den Maschinenbau schneller und umfassender als erwartet. Im Technologie-Netzwerk it´s OWL entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam neue Technologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Plattformen, Digitaler Zwilling und Arbeitswelt der Zukunft.

    Die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Spitzencluster it´s OWL – Intelligente Technische Systeme ist ein Erfolgsmodell. In den kommenden fünf Jahren bietet it´s OWL weiterhin Unternehmen aus der Region eine Plattform, um die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt dafür 50 Millionen Euro Förderung zur Verfügung. Erste Projekte sind gestartet. Darin werden Ansätze und Lösungen für maschinelles Lernen, Big Data in der Produktion, eine Industrial Automation Plattform, eine Infrastruktur im Bereich digitale Zwillinge, IT-Sicherheit und Arbeit 4.0 entwickelt.

    In Transferprojekten neue Technologien einführen

    Durch Transferprojekte mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen können kleine und mittlere Unternehmen diese Technologien nutzen, um konkrete Herausforderungen im Betrieb zu lösen und wichtige Schritte auf dem Weg zur Industrie 4.0 zu gehen. Anwendungsbereiche sind beispielsweise die Einführung von Assistenzsystemen und maschinellem Lernen, neue Verfahren der Produktentwicklung oder Smart Services. Die Unternehmen erhalten für Transferprojekte eine Förderung bis zu 80 Prozent. Ein Unternehmen kann bis zu 60.000 Euro Fördermittel in Form eines Gutscheins erhalten. Interessierte können sich bei der Entwicklung der Idee und der Vermittlung eines Forschungspartners durch die it´s OWL Clustermanagement GmbH sowie deren Transferpartner beraten lassen.

    Qualifizierung, Erfahrungsaustausch und Industrie 4.0-Checks

    Darüber hinaus gibt es weitere Unterstützungsangebote. So vermitteln Schulungen Beschäftigten Wissen über neue Technologien und deren Anwendungsbereiche. Den Dialog zwischen Unternehmen ermöglichen die Fachgruppen Industrie 4.0 und Systems Engineering, in denen zwei Mal jährlich über aktuelle Entwicklungen der digitalen Produktion diskutiert wird.
    In Demonstrationszentren haben Unternehmen zudem die Möglichkeit, neue Technologien in der Praxis zu erleben und eigene Anwendungen mit Experten aus der Forschung zu diskutieren. Die Demo-Fabrik für die Digitalisierung der Produktion, die SmartFactoryOWL von Hochschule OWL und Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo, bietet dazu beispielsweise Führungen und Living Labs an. Auch im Mensch-Maschine-Interaktion Transferlabor der Universität Bielefeld und im Systems Engineering (SE) Live Lab des Fraunhofer IEM in Paderborn werden Aspekte der Digitalisierung lebendig.

    Mit einem Selbstcheck können Unternehmen in Form eines Online-Fragebogens eigenständig eine erste Bestandsaufnahme zum Digitalisierungsstand ihres Betriebs vornehmen. Im Rahmen eines Quick Checks untersuchen Experten aus Forschungseinrichtungen von it´s OWL die Produktion von Unternehmen und zeigen konkrete Optimierungsmöglichkeiten auf. Sie empfehlen Lösungen für die Umsetzung und vermitteln Kontakte zu Experten.
    Die Angebote werden bereitgestellt durch das Kompetenzzentrum Digital in NRW, das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird, sowie durch das Projekt „Industrie 4.0 für den Mittelstand“ der OstWestfalenLippe GmbH (gefördert mit Mitteln der EU und des Landes NRW).

    Beratung und Einblicke in die Forschung am it`s OWL Gemeinschaftsstand

    Am it`s OWL Gemeinschaftsstand auf der FMB können sich Besucher umfassend über die Beteiligungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote informieren. Dazu zeigen die Forschungseinrichtungen Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, die Universität Bielefeld und die Hochschule OWL neue Technologien und erfolgreiche Anwendungen. Ein Beispiel ist der Miniroboter AMiRo (Autonomous Mini Robot) der Universität Bielefeld. Durch den AMiRo können Produktionsketten effizienter gestaltet werden. Der Roboter ist klein und wendig aus handelsüblichen Bauteilen konstruiert und kann Gegenstände bis zu einem Kilogramm transportieren. Die Besonderheit ist, dass der AMiRo selbstständig mit seiner Umwelt interagiert und so auch an Hindernissen vorbei zum Ziel gelangt.

    Mehr den Menschen in der digitalisierten Industrie nimmt die Entwicklung von Fraunhofer IOSB-INA und der Hochschule OWL aus Lemgo in den Blick. Auf der FMB präsentieren sie unter anderem das Assistenzsystem XTEND. Es bietet Anwendern eine intelligente Unterstützung im Montageprozess – zum Beispiel in der Fertigung von Antriebstechniken –, indem es die physische Arbeitsumgebung um digitale Informationen erweitert. Diese Informationen können je nach Anforderungen unterschiedlich bereitgestellt werden: zum Beispiel auf mobilen Endgeräten, in Datenbrillen oder als Projektion auf der erweiterten Arbeitsfläche. Ziel ist es, den Mitarbeiter ins Zentrum der Montage zu stellen und nicht, ihn durch Technologien zu ersetzen.

    Weitere Informationen: www.its-owl.de und auf der FMB Halle 21, Stand A27

    Kontext

    Im Technologie-Netzwerk it´s OWL entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam neue Technologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Plattformen, Digitaler Zwilling und Arbeitswelt der Zukunft. Unternehmen können diese Technologien nutzen, um Produkte, Fertigungsverfahren und Arbeitsbedingungen zu optimieren. Das Spektrum der kostenlosen Angebote reicht von Schulungen und Erfahrungsaustausch über Industrie- 4.0-Checks und Demonstrationszentren bis zu Transferprojekten. Auf der FMB präsentieren vier Forschungseinrichtungen auf dem it´s OWL Gemeinschaftsstand neue Technologien und erfolgreiche Anwendungsbeispiele: Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, die Universität Bielefeld und die Hochschule Ostwestfalen-Lippe.