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    Interview: „Den grünen Unternehmen gehört die Zukunft“

    Elmar Scholz, Student an der Fresenius Hochschule Hamburg mit dem Studiengang Sustainable Marketing and Leadership, arbeitet seit einigen Monaten an einer grünen Geschäftsidee, bei der ihn das Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center der Universität Paderborn (TecUP) begleitet.

     

    Herr Scholz, wie sieht Ihre Geschäftsidee aus?

    BU: Grüne Geschäftsidee: Elmar Scholz sucht Geschäftspartner, die nachhaltig hergestellte Hardware produzieren.

    Grüne Geschäftsidee: Elmar Scholz sucht Geschäftspartner, die nachhaltig hergestellte Hardware produzieren.

    Elmar Scholz: Die Idee ist, einen optisch ansprechenden Computer auf den Markt zu bringen, welcher aus möglichst nachhaltigen Rohstoffen und unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurde. Durch die besondere Long-Life-Cycle Technologie soll das Produkt außerdem eine bedeutend längere Lebensdauer besitzen als die Konkurrenz. Neben seinen ökologischen und sozialen Eigenschaften zeichnet den Computer auch ein modernes Design aus. Der PC soll ein Eyecatcher im Wohnzimmer oder Büro sein und außerdem weniger Strom durch effiziente und intelligente Nutzung der Energie verbrauchen.

     Wie ist die Idee der „grünen Geschäftsidee“ entstanden?

     Elmar Scholz: Das Thema Nachhaltigkeit ist mir schon seit längerer Zeit ein besonderes Anliegen. Bisher haben noch nicht viele Unternehmen verstanden, wie wichtig es ist, ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Aber nicht nur die Firmen – auch wir Privatpersonen müssen unser alltägliches Handeln hinterfragen. Ich habe schon lange darüber nachgedacht, ob es zum Beispiel einen Computer gibt, der das Konzept der Nachhaltigkeit erfüllt. Für die Herstellung eines Rechners wird im Schnitt so viel Energie aufgewendet, wie er etwa in sieben Jahren Nutzungsdauer verbraucht. Aber nicht nur das, auch der Recyclingprozess für Hardware-Produkte ist aufwendig. Alte PCs müssen mühsam in ihre Einzelteile zerlegt werden, um die seltenen Ressourcen wiederverwerten zu können. Auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist, so lässt sich die Welt ein kleines Stück verbessern.

    Welche Hindernisse bzw. Probleme (z.B. Finanzierung) haben sich bisher aufgetan?

    Elmar Scholz: Als besonders schwierig hat es sich erwiesen, Hardwarehersteller zu akquirieren, die dazu bereit sind, etwas komplett Neues zu unterstützen. Auch Investoren tun sich schwer damit, Nachhaltigkeit und den Willen, etwas Gutes zu tun, über hohe und schnellverdiente Rendite zu stellen. Dabei gehört den grünen Unternehmen die Zukunft. Das zeigen die Wachstumsprognosen von durchschnittlich 15 Prozent des globalen Marktes für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz bis 2025.

     Wer unterstützt Sie und in welcher Form?

    Elmar Scholz: In der ersten Phase meiner Ideenfindung hat mich das Team des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center der Universität Paderborn (TecUP) unterstützt. Nun bin ich noch auf der Suche nach engagierten Unternehmenspartnern, wie zum Beispiel Softwareentwickler, Hardwarehersteller oder auch Händler, die bereit sind mit mir zusammenzuarbeiten.

     Wann planen Sie den Markteintritt?

    Elmar Scholz: Bis Anfang 2016 könnten die ersten Produkte ausgeliefert werden. Grundlage dafür ist aber die Akquise neuer Geschäftspartner, die möglichst nachhaltig hergestellte Hardware produzieren und zur Verfügung zu stellen – das Konzept steht soweit.