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    Grüne Gründungen

    Innovationsmotor der Zukunft

    Die Green Economy ist ein Gründungs- und Beschäftigungsmotor. Zu diesem Ergebnis kommt der Green Economy Gründungsmonitor 2014.

    Foto: Urheber Andrey Kryuchkov

    Foto: Urheber Andrey Kryuchkov

    Insgesamt leisten rund 14 Prozent aller Gründungen in Deutschland mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zu einer umwelt- und klimaschonenden Wirtschaft. Von 2006 bis 2013 wurden rund 170.000 Unternehmen in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz gegründet. Diese jungen Unternehmen schufen 1,1 Millionen neue Arbeitsplätze. Alleine im Jahr 2013 gingen rund 16.700 neue Unternehmen im Bereich der Green Economy an den Start, darunter 8.300 Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien. Stärkste Bereiche der letzten Jahre waren hier die Felder Solar-und Windenergie. Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Energieeffizienz bilden den Fokus bei sieben Prozent aller Gründungen des Jahres 2013. Schwerpunkte lagen hier auf Lösungen für energieeffiziente Gebäude sowie bei Energiemanagement-Dienstleistungen und effizienter Energieerzeugung. Insgesamt tragen über elf Prozent der Gründungen über ihre Produkte und Dienstleistungen unmittelbar zum Klimaschutz bei. „Grüne Start-ups sind ein wesentlicher Faktor bei der Erneuerung und Transformation der Wirtschaft hin zu einer Green Economy“, erläutert Dr. Ralf Weiß, Gründungsforscher am Borderstep Institut. Die höchsten Gründungszahlen in diesem Bereich verzeichnen Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. In diesen drei Bundesländern wurden in den letzten acht Jahren über 82.000 grüne Unternehmen gegründet. Insbesondere die Erneuerbaren Energien spielen hier eine herausgehobene Rolle für Unternehmensgründungen.

    Dennoch ist die Green Economy trotz ihrer großen Potenziale in der Gründungsförderung bislang kaum verankert und eine stärkere Fokussierung der finanziellen Unterstützung vonnöten: „Neben einer breiten Verankerung von Nachhaltigkeitsanforderungen im Gründungsunterstützungssystem halten wir eine gezielte Förderung von Start-ups im Bereich Energie, Umwelt und Cleantech für wichtig“, betont Prof. Dr. Klaus Fichter, Leiter des Borderstep Instituts.

    Handlungsbedarf sehen die Experten auch bei der Förderung grüner Gründungen durch eine Verbesserung der Finanzierungsbedingungen grüner Start-ups, wie etwa durch das neue EXIST Programm der Bundesregierung. Ziel muss es sein, die Gründungsaktivitäten und das Potential in diesem Bereich noch deutlich zu steigern.