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    Finanzkommunikation 4.0

    Digitale Kreditklemme vermeiden 

    Die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an Unternehmen: Einem hohen Investitionsbedarf stehen Veränderungen bei Kreditsicherheiten sowie Beurteilungskriterien der Banken durch steigende Risiken gegenüber. 

    Carsten Müller

    Carsten Müller, Johannes Müller Wirtschafsberatung: „Die Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände spielt bei der Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben eine herausragende Rolle“

    Wenn sich ein Unternehmen für eine zeitnahe Digitalisierung entscheidet, sind mehrere zentrale Aspekte zu berücksichtigen und letztendlich zu meistern. Im ersten Schritt ist eine digitale Strategie zu entwickeln, wobei es vornehmlich auf Effizienz und Nachhaltigkeit ankommt. Erst danach kann die operative Umsetzung angegangen werden. Für diese werden nicht nur kreative Ideen, Zeit und Manpower benötigt. Nicht vergessen werden darf, dass eine Digitalisierung auch immer mit Kosten verbunden ist. Daher steht grundsätzlich die Frage nach der Finanzierung im Zentrum der Überlegungen. Genau diese erweist sich aber oft als ein bedeutender Hemmschuh auf dem Weg zur digitalen Transformation. Denn Banken sind mit der Beurteilung von Digitalisierungsvorhaben häufig überfordert. Hinzu kommt, dass Besicherungen von Investitionen im herkömmlichen Sinn nicht greifen.

    Immaterielle Vermögensgegenstände stehen bei der Digitalisierung im Fokus 

    Bei der Digitalisierung geht es nicht ausschließlich um klassische Anlageinvestitionen wie zum Beispiel in Maschinen.
    Es muss vielmehr in immaterielle Vermögenswerte wie beispielsweise Patente, aber auch in Software und Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter investiert werden, die diese technische Transformation schließlich umsetzen sollen.
    Durch den geänderten Investitionsschwerpunkt ändern sich auch die Anforderungen an die Sicherheiten und deren Fungibilität und juristische Durchsetzbarkeit. Der künftige Wert von Patenten lässt sich beispielsweise schwerer einschätzen als bei Grundstücken und Maschinen.

    Digitale Kreditklemme durch Transparenz gegenüber Banken vermeiden 

    Den Banken muss zur Einschätzung des Kreditrisikos transparent dargelegt werden, welchen Einfuss die Digitalisierung auf die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens ausübt. Zukunftsgerichtete Daten und zum Beispiel ein mittelfristiger Businessplan inklusive Investitionsrechnungen schaffen hier die nötige Transparenz.
    Eine Vernetzung mit Kunden könnte etwa zu einer Steigerung der Wertschöpfung führen. Bei anderen Unternehmen wiederum geht es vielmehr um die Implementierung von smarten Prozessen oder um die digitale Veredelung von Services und Produkten.
    Carsten Müller kennt die Problematik: „Oftmals schwankt der Grad der Digitalisierung zwischen Optimierungen und radikaler Erneuerung, wobei sich die einzelnen Risikoprofile erheblich unterscheiden können. Daher ist – je nach individuellem Risiko – nicht jedes Digitalisierungsvorhaben für eine Kreditfinanzierung geeignet.“ Auch Mezzanine Kapital oder eine Eigenkapitalstärkung kommen in Frage.

    Finanztrends im Zuge der Digitalisierung

    Moderne Finanzierungsalternativen spielen bei der Finanzierung der Digitalisierung eine immer größere Rolle und sorgen für einen optimalen Finanzierungsmix im Unternehmen. Leasing, Factoring oder Finetrading, eine Kapitalbeschafung durch private Beteiligungsgesellschaften und Investoren oder durch mittelständische Beteiligungsgesellschaften der Länder bzw. Bürgschaftsbanken und Kreditgarantiegemeinschaften sind auf dem Vormarsch.

    Die Johannes Müller Wirtschaftsberatung ist auf eine zielgerichtete Suche von adäquaten Finanzpartnern für kleine und mittelständische Unternehmen ausgerichtet. Denn auf eine zielgerichtete Bereitstellung von Informationen und Mitteln kommt es an.

    Weitere Informationen: www.mueller-beratung.de