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    Digitale Assistenten

    SEO in Zeiten von ALEXA, SIRI und Google Home

    Webseiten werden durch SEO (Suchmaschinenoptimierung) gefunden. Mit einem Marktanteil von 90 Prozent gehört Google zur wichtigsten Suchmaschine in Deutschland. Das Spielfeld der Gegenwart und Zukunft ist jedoch längst nicht mehr nur durch den Browser geprägt. Stephan Winter, Geschäftsführer der LEONEX Internet GmbH, über digitale Assistenten und Einkauf per Stimme.

     

    Stefan Winter

    Stephan Winter, Geschäftsführer der LEONEX Internet GmbH: „Digitalen Assistenten gehört die Zukunft.“ Foto: LEONEX

    Wir surfen und suchen, egal wo wir sind und welches Gerät wir benutzen. Unterwegs und abseits vom PC haben wir weder Tastatur noch Maus, dafür aber APPs und Assistenten. Die eigenen Gedanken und Fragen mit den Händen zu tippen, ist für die meisten von uns zwar noch völlig normal, aber ist es zeitgemäß? Digitale Assistenten werden immer relevanter, denn unsere Stimme erleichtert die Bedienung und alte Gewohnheiten vom Desktop übertragen sich nur schlecht auf mobile Endgeräte.

     

    Wie gesucht und optimiert wurde
    So war es noch vor einigen Jahren: Wir saßen am Computer, gaben ein Schlagwort ein und bekamen zehn mehr oder weniger relevante Ergebnisse, aus denen wir selbst aussuchten. Früher bedeutete SEO noch Linkkauf, Keyword-Spamming oder „unsichtbare“ SEO-Texte in der Fußzeile. Diese Zeiten sind lange vorbei. Google bekämpft SEO-Mogler, die ihre organischen Positionen manipulieren und erkaufen wollen, hart. Wer bezahlen möchte, soll dies doch bitte bei AdWords machen: Ehe ein Nutzer das erste natürliche Ergebnis sieht, erscheinen mehrere Anzeigen, die auf Klicks optimiert sind. Google ist natürlich immer noch einer der wichtigsten Marketing-Kanäle.
    Aber wenn uns das Internet etwas gezeigt hat, dann, dass kein Geschäftsmodell ewig besteht. Deshalb sollte man in den kommenden Jahren auf den Vormarsch der digitalen Assistenten vorbereitet sein.

    Neue Sprachsuche – Wie man auch in Zukunft noch gefunden wird
    Suchmaschinenoptimierung wird intensiver, kleinmaschiger und diversifizierter. Google hat den Kampf um die Suchmaschine in Deutschland zwar gewonnen, doch es gibt heute noch viele digitale Assistenten und A.I.s, wie zum Beispiel: ALEXA (Amazon), SIRI (Apple), Google Assistant, Cortana (Microsoft), Watson (IBM) oder Bixby (Samsung). Das Spielfeld verbreitert sich wieder, da bei digitalen Assistenten nur der Google-Assistant auf die Google-Suche setzt. Andere Anbieter verwenden eigene Systeme oder integrieren lieber die Microsoft-Suchmaschine Bing (z.B. ALEXA, SIRI) als Daten mit Google zu teilen. Jeder Assistent soll Nutzer binden, denn die Daten, die durch Verwendung des eigenen Sprachassistenten entstehen, sind wertvoll. Aber wie viele Assistenten brauchen wir? Haben wir unseren Assistenten gefunden haben, gibt es nur wenige, bis keine Gründe zu wechseln. Vermutlich wird es eine gleichmäßigere Verteilung zwischen den großen Assistenten geben. Ähnlich der vorinstallierten Suchmaschine im Browser, sind App/ Assistent nativ installiert und werden dementsprechend genutzt. Das Ziel? Wir kennen den allwissenden Computer aus Science-Fiction- Filmen – und viele Unternehmen arbeiten an diesem.
    Conversational Commerce – den Einkauf per Stimme gibt es schon. Wie intensiv wir diese Möglichkeit nutzen? Je nach Situation und Gewöhnung. Bücher wurden nicht durch das Fernsehen abgeschafft und es gibt weiterhin viele Bereiche, in denen eine intensive Recherche vorausgesetzt wird, die mit einem Sprachassistenten schwer zu erledigen ist – was uns trotzdem nicht dazu verleiten sollte, diese Systeme zu vernachlässigen.

    Suchmaschinenoptimierung in Zeiten der Sprachsuche
    Die Sprachsuche ist ein weiterer Schritt weg von der Markenidentität – wir haben noch weniger Raum und Platz, uns zu präsentieren – hin zu einer Winner-Takes-All- Mentalität, zumindest in dem spezifischen Suchsystem. Wird unser Unternehmen nicht auf dem ersten, vielleicht noch auf dem zweiten Platz gefunden, so ist es nicht mehr relevant, denn der Assistent nennt es nicht mehr. Die Optimierung? Je nach Assistent ist diese unterschiedlich. Auf der SEO-2do-Liste steht nicht mehr nur die Optimierung für Google. In der Regel müssen mehrere sekundäre Suchsysteme optimiert werden, aus denen das „Top-Ergebnis“ ermittelt wird. Die Reise- und Restaurant Branchen zeigt es. yelp, tripadvisor, etc. sind Basis für die Suchergebnisse. Werden sekundäre Suchsysteme nicht ausreichend gepflegt und optimiert, geht ein eventueller Vorsprung bei Google in Zukunft verloren, da hier die relevanten Treffer ein direkter Vorschlag sind – und nicht mehr die bewusste Auswahl aus einer Liste. Gerade wenn wir akut etwas suchen.

    Sind Sie schon für die Zukunft der Suche aufgestellt?

    Weitere Informationen: www.leonex.de