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    1sales

    Power für den Vertrieb mit kleinem Budget

    Sascha Hopp und Adam Parusel, Gründer von 1sales, haben ein digitales Steuerungstool für den Vertrieb entwickelt, das Unternehmen unterstützt, organisierter und effizienter zu arbeiten. 

    Das 1sales-Team

    Das 1sales-Team: Sascha Hopp, Arthur Isaak, Maria Kuprian, Aylin Kutlu (hinten, v.l.) sowie Adam Parusel und Janarthan Nagendran. Foto: 1sales

    Herr Hopp, skizzieren Sie Ihre Geschäftsidee.
    Sascha Hopp: Der Vertrieb erfolgreicher Unternehmen wird durch die wachsende Komplexität moderner Märkte immer vielschichtiger. Auch kleine und mittelständische Unternehmen haben oft schon mehrstufige Vertriebsstrukturen. Allerdings erkannten wir, dass viele KMU ihre Kundendaten noch immer in einfachen Excel-Tabellen verwalten, was die umfassende Steuerung eines mehrstufig strukturierten Vertriebes unmöglich macht.
    Am Markt für Enterpriselösungen gibt es jeweils einzelne Softwareprodukte für die Kundenverwaltung und die Vertriebssteuerung. Diese Tools werden zwar vernetzt, setzen aber die Bereitstellung großer finanzieller und personeller Ressourcen voraus. Unsere Software 1sales soll diesen Bedarf für KMU decken und bietet eine preisgünstige Lösung, die als Basis eine Kundenverwaltung und darauf aufbauend, eine einfach zu bedienende Vertriebssteuerung in einem Produkt vereint.

    Wie hat sich aus Ihrer Idee die Leidenschaft entwickelt, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
    Sascha Hopp: Adam und ich kennen uns seit der Grundschule. Vor mehr als sieben Jahren haben wir unser erstes gemeinsames Unternehmen gegründet. Unsere Historien weckten optimale Synergieeffekte, die 2016 erstmalig zu einem Jahresumsatz von über eine Million Euro führten.
    Während der letzten Jahre wurde der Wunsch nach einem eigenen Produkt, das von uns selbst entwickelt, vermarktet und verkauft wird, immer stärker. Unsere Vision war es, mit unserem bestehenden Team eine eigene Marke aufzubauen und erfolgreich zu machen.
    Ich bin leidenschaftlicher Vertriebsexperte, Adam ist erfahrener Produktentwickler, da lag die Idee nahe, eine innovative Softwarelösung für ein vertriebliches Problem anzubieten. Diese haben wir in den letzten Jahren konsequent verfolgt und damit die Grundlage für die Gründung von 1sales geschaffen.

    Welche Lösungsmöglichkeiten bieten Sie und wo liegt der Nutzen?
    Sascha Hopp: Wir bieten Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen, die Instrumente zur Quantifizierung, Qualifizierung und Optimierung ihrer vertrieblichen Tätigkeiten benötigen. Durch die Nutzung unserer Software können Vertriebsleiter aus der Vogelperspektive ganzheitlich Probleme im Vertriebsprozess erkennen und beseitigen.

    Haben Sie externe Personen als Berater hinzugezogen?
    Sascha Hopp: Unsere bisherige unternehmerische Tätigkeit hat dazu geführt, dass wir Probleme in der vertrieblichen Realität selbst erkannt haben. Die seit Jahren bestehende Teamzusammensetzung vereint Expertenwissen aus allen benötigten Bereichen, also sowohl technisch, vertrieblich als auch branchenspezifisch.
    Seit November letzten Jahres nehmen wir am dritten Camp der Founders Foundation in Bielefeld teil und profitieren hier von den erfahrenen und in der deutschen Start-up-Szene gut vernetzten Mitarbeitern. Wir bekommen auch Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Investoren für 1sales. Außerdem bietet das Camp eine Plattform, um selbst Netzwerke in der Start-up-Welt aufzubauen.
    Zur Erstellung eines professionellen Investoren-Pitches konnten wir im Laufe eines Trainingsprogramms außerdem Pete Mathias, Mentor des Entrepreneurs Programs aus dem Hause Bertelsmann, für uns gewinnen.

    Suchen Sie Investoren?
    Sascha Hopp: Bis jetzt haben wir ca. 150.000 Euro zur Realisierung von 1sales eigenfinanziert. Im vierten Quartal 2017 stellten wir ein Basisprodukt fertig, das bereits vermarktet wird. Daher befinden wir uns nun mitten in der Seed-Phase und sind aktuell auf der Suche nach Investoren für eine Summe zwischen 100.000 und 250.000 Euro.
    Mit dieser Investitionssumme wollen wir im Laufe des Jahres eine vierstellige Nutzerzahl generieren, um in einer anschließenden Finanzierungsrunde weiteres Venture Capital aufzunehmen.

    Falls Sie schon mit Kooperationspartnern zusammenarbeiten, wie funktioniert die Kooperation?
    Sascha Hopp: Aktuell nutzen und bezahlen ca. 50 Bestandskunden, mit denen wir schon seit Jahren partnerschaftlich in anderen Bereichen zusammenarbeiten, unsere Software. Hier gibt es einen regelmäßigen Austausch sowie Verbesserungs- und Entwicklungsvorschläge unserer Kunden.
    Speziell hervorzuheben ist ein größeres Team, gesteuert von einem unserer langjährigsten Partner, das 1sales seit der Betaphase begleitet und die Software in einer fünfstufigen Vertriebshierarchie nutzt. Der Vertriebsdirektor steuert mit 1sales ein insgesamt 30-köpfiges Team, das aus mehreren Vertriebsleitern, Regionaldirektoren und Senior- sowie Juniorvertriebspartnern besteht.

    Wie viele Mitarbeiter haben Sie bzw. wie wollen Sie Ihr Personal rekrutieren? 

    Sascha Hopp: Aktuell arbeiten sechs Teammitglieder an der Entwicklung und Vermarktung von 1sales: Neben uns zwei Gründern sind das Arthur und Janny in der Entwicklung, sowie Aylin und Maria im Vertrieb.
    Das bestehende Team soll in den nächsten Monaten erweitert werden. Bei der Rekrutierung setzen wir auf bestehende Kontakte sowie Ausschreibungen über Online-Jobbörsen.

    Haben Sie den Markteintritt schon vollzogen bzw. wann soll der Markteintritt erfolgen?
    Sascha Hopp: Die Software wurde seit 1. Juli 2017 in einer Alpha- und Betaphase getestet. Am 1. Oktober 2017 sind wir in den Onlinebetrieb gewechselt, seitdem wird 1sales auch von einigen unserer Bestandskunden genutzt.

    Mit welchen Problemen beschäftigen Sie sich aktuell?
    Sascha Hopp: Aktuell übersteigt der Arbeitsaufwand unsere bestehenden personellen Kapazitäten. Vor allem in der Programmierung benötigen wir dringend geschulte Mitarbeiter, um geplante Features schnellstmöglich umsetzen zu können. Finanziell brauchen wir Investoren für die späte Seed-Phase, um gerade im Bereich Marketing vier- bis fünfstellige Summen zu investieren.

    Wo werden die größten Herausforderungen in den nächsten zwölf Monaten voraussichtlich liegen?
    Sascha Hopp: Die größten Herausforderungen liegen in der technischen Weiterentwicklung von 1sales sowie in der Beschaffung des benötigten Kapitals zur Finanzierung von neuem Personal und Marketing. Die Nutzerzahlen sollen in den nächsten zwölf Monaten auf eine vierstellige Anzahl wachsen.

    Weitere Informationen: www.1salescrm.com