mawionline

Westfalens Beste 2014: Miele & Cie. KG

Erster Platz mawi Innovationsranking 2014
„Marke, Qualität und Technologieführerschaft“

 
M&W: Welche innerbetrieblichen Faktoren bzw. Maßnahmen sind für Sie die tragende Säule Ihres Innovations- und Geschäftserfolgs?

Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie. KG

Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie. KG

Dr. Markus Miele: Unser Erfolg basiert auf mehreren Faktoren. Zum einen konzentrieren wir uns einzig und allein auf die Marke Miele, die nur das Premiumsegment bedient. Zum anderen zählt für uns ausschließlich Qualität ohne jegliche Kompromisse. Als eine dritte Säule kommt die Technologieführerschaft hinzu. Zusätzlich wird unser Erfolg maßgeblich gestützt durch unsere dezentralen Strukturen in Produktion und Vertrieb. In der Produktion bedeutet dies, dass wir in unseren Werken eigenständige Kompetenzzentren haben und somit die enge Verzahnung von Konstruktion, Entwicklung und Fertigung nutzen können. Im Bereich der Vermarktung kommt uns zugute, dass wir in 45 Ländern eigenständige Vertriebsgesellschaften haben. Dadurch können wir auf den engen Kontakt zu den dortigen Märkten bauen, erleben Trends direkt und können entsprechend schnell reagieren. Eben auch mit eigenen Produkten für bestimmte Länder auf Marktbedürfnisse eingehen, wie beispielsweise unsere Range Cooker für Nordamerika zeigen. Wir entwickeln nicht Produkte für den europäischen Markt und adaptieren diese für andere Märkte, sondern holen uns unsere Anregungen weltweit. Dadurch sind wir sehr breit aufgestellt.

M&W: Lässt sich feststellen, dass ein Teil Ihres Innovations- und Geschäftserfolgs auch in der Wirtschaftsstruktur des Standortes Kreis Gütersloh begründet ist?

 Dr. Markus Miele: Der Kreis Gütersloh zeichnet sich besonders durch seine mittelständischen Unternehmensstrukturen aus. Gerade die Vielzahl der kleineren Betriebe ermöglicht eine Mannigfaltigkeit, die in anderen Regionen so nicht zu finden ist. Durch diese Mischung wird ein umfangreicher interdisziplinärer Austausch begünstigt, der Innovationen spürbar unterstützt. Ideen dazu ergeben sich quasi im Gespräch, nicht nur auf geschäftlicher Ebene übrigens. Hierdurch lernt man letztlich Techniken kennen, die – in ähnlicher Weise – auf die eigenen Produkte anwendbar sind. Das fördert ein systematisches Beschäftigen mit Bereichen, die über das eigene Unternehmen und seine Produkte hinausgehen. Über den eigenen Tellerrand blicken, könnte man auch sagen. Und im Zusammenspiel von kleineren und größeren Firmen ergeben sich Synergien auf kleinstem Raum. Das macht den Reiz der Region hier ganz besonders aus. „