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Westfalens Beste 2014: Kreis Lippe

Zweiter Platz mawi Innovationsranking 2014
„Ergebnisorientierte Kooperationen“

Dr. Klaus Schafmeister, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Kreis Lippe

Dr. Klaus Schafmeister, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Kreis Lippe

„Bei einem Blick von außen lässt die Siedlungsstruktur und Lage des Kreises Lippe ein derartiges Ranking nicht erwarten. Lippe liegt an der Grenze zu Niedersachsen, hat keine Universität, keinen Regionalflughafen und zeitlich relativ lange Anfahrtswege zu Autobahnen. Zudem hat Lippe in den letzten zehn bis 15 Jahren einen erheblichen Strukturwandel aufgrund der Entwicklungen in der Möbel- und Gesundheitsbranche bewältigt. Heute jedoch erreicht die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wieder ehemalige Werte, die Gewerbeanzeigen zeigen wieder einen überaus positiven Verlauf und das BIP verdankt insbesondere dem industriellen Sektor seine erfolgreiche Entwicklung.

Besonders dynamisch haben sich in den letzten Jahren in Lippe die Elektro- und Kunststoffindustrie sowie der Umwelt- und Energiebereich entwickelt. Insbesondere der Elektrobereich mit einigen größeren Unternehmen, die als Global Player gelten, haben Entwicklungen mit gestaltet, die zu einem dynamischen und innovativen Wirtschaftsstandort geführt haben. Deren Kooperation mit den Forschungs- und Bildungsorganisationen der Hochschule OWL führten zur Etablierung von Technologie- und Innovationszentren mit der Ansiedlung weiterer Forschungsinstitute (Fraunhofer u.a.). Über die Wirtschaftsorganisationen und -förderungen im Kreis wurden diese Aktivitäten nicht nur aktiv begleitet, sondern auch mittels direkter Projektentwicklungen beeinflusst und unterstützt. So entstehen z.B. derzeit in Lemgo das Centrum of Industrial IT II, im Energiedorf Dörentrup das Innovationszentrum für Erneuerbare Energie und Elektromobilität im ländlichen Raum. Diese Entwicklungen sind Grundlage einer zukunftsweisenden regionalen Innovationsstrategie, deren Ziel eine nachhaltige Sicherung eines ländlich strukturierten Wirtschaftsstandortes mit einem entsprechenden Niveau der Lebensqualität ist. Ohne eine ergebnisorientierte Kooperation zwischen wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und öffentlichen Organisationen im regionalen Kontext sind derartig Erfolg versprechende Entwicklungen nicht zu erzielen. Wenn diese zudem seitens der Politik und den Verwaltungen über den Landrat unterstützt werden, sind optimale Rahmenbedingungen für eine innovative Entwicklung gegeben.“