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Weniger psychische Belastung im Handwerk

Kein Stress mit dem Stress

Stress und Belastungen gehören in vielen Unternehmen zum Alltag. Das wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit aus. Wie man sich diesen Herausforderungen stellen kann, zeigt eine Broschüre der IKK classic und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).

Nicole Karger und Detlef Stolze

Erfolgreiche Stressbewältigung: Nicole Karger und Detlef Stolze von hw2

Ein wichtiger Mitarbeiter fällt aus, dringend benötigte Materialien fehlen, rund um die Uhr erreichbar sein, kurzfristige Aufträge am Wochenende erledigen – in vielen Handwerksbetrieben gehören diese Situationen zum Alltag. Und sie erzeugen regelmäßig Stress. Nicht nur die Beschäftigten sind besonderen Belastungen ausgesetzt, auch die Chefs sind stark gefordert. Sie müssen sich um alles kümmern – von der Akquise neuer Aufträge bis zur Personaleinsatzplanung – damit der Betrieb weiterläuft. Das ist mitunter anstrengend.

Wertvolle Broschüre für Handwerksbetriebe

Wie geht man mit diesen Belastungen um? Wie lassen sich Stress und krankheitsbedingte Ausfälle im Handwerk reduzieren? Die IKK classic hat gemeinsam mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) typische Stresssituationen in Handwerksbetrieben unter die Lupe genommen und nach Lösungen gesucht. Im Rahmen des Projekts Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) ist so die Informationsbroschüre „Kein Stress mit dem Stress. Lösungen und Tipps für Handwerksbetriebe“ entstanden. Sie wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und bietet Unterstützung und praxisnahe Lösungen für kleine und mittlere Betriebe. Die Broschüre enthält 24 konkrete Arbeitshilfen, um beispielsweise Konflikte im Team zu lösen, die Unternehmenskultur zu verbessern oder psychische Belastungen in der Firma frühzeitig zu erkennen.

„Wir haben bei uns selbst angefangen und uns mit der eigenen Stressbewältigung auseinandergesetzt. Das hat sich wie ein Dominoeffekt auf die Belegschaft übertragen.“

Was versursacht eigentlich Stress? Was ist zu tun, damit es in Zukunft besser funktioniert? Alle wichtigen Themen sind gut verständlich und maßgeschneidert für das Handwerk aufbereitet. Geschäftsleitung und Führungskräfte können mithilfe der Broschüre schnell überprüfen, wie stark sie selbst oder die Beschäftigten psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Besonders praxisorientiert: Unternehmen erzählen, wie es ihnen – auch mit einfachen Mitteln – gelungen ist, Stress wirkungsvoll zu bekämpfen. „Wir haben bei uns selbst angefangen und uns mit der eigenen Stressbewältigung auseinandergesetzt. Das hat sich wie ein Dominoeffekt auf die Belegschaft übertragen. Dadurch haben wir letztlich mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit für alle im Betrieb erreicht“, sagen beispielsweise Nicole Karger und Detlef Stolze. Sie führen den Maler- und Lackiererbetrieb hand-werk-zwei (hw2) in Dortmund. Die Arbeit auf den Baustellen wie etwa das Tragen schwerer Lasten und enge Zeitpläne führten immer wieder zu hohen körperlichen und psychischen Belastungen. Die Belegschaft von hw2 entwickelte deshalb Maßnahmen – unter anderem zu den Themen Zeitplanung, Pausen, Benutzung von Hilfsmitteln, gesunde Ernährung, Kommunikation und Stressmanagement. Zeitpläne können nun besser und stressfreier eingehalten werden.

Gesundheit lohnt sich
Die Inhalte dieser Broschüre sollen Betriebe dabei unterstützen, Krankheitsausfälle wegen psychischer Belastung zu reduzieren, die Mitarbeiterfluktuation zu senken und das Betriebsklima spürbar zu verbessern. Setzt sich eine Firma für die Gesundheit ihrer Beschäftigten ein, wirkt das motivierend auf die gesamte Belegschaft. Und das merken am Ende auch die Kunden. Außerdem lässt sich mit einer gesundheitsgerechten Unternehmenskultur auch im harten Wettbewerb um die begehrten Fachkräfte punkten.

Die Broschüre „Kein Stress mit dem Stress. Lösungen und Tipps für Handwerksbetriebe“ kann kostenlos bestellt werden. Einfach eine E-Mail schicken an bgm@ikk-classic.de oder auf www.ikk-classic.de/broschuere-stress herunterladen.