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Studie zur Kongressdestination Bielefeld

Europäisches Institut für TagungsWirtschaft stellt Ergebnisse vor

Die positive Entwicklung der Übernachtungszahlen in Bielefeld in den vergangenen Jahren ist nachweislich auch auf die wachsende Bedeutung des Tagungs- und Kongressstandortes zurückzuführen. Das war Anlass für die Bielefeld Marketing GmbH gemeinsam mit den Partnern der Kongressinitiative „Bielefeld Convention“ und der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld eine Studie zur Tagungs- und Kongressdestination Bielefeld in Auftrag zu gegeben.

Präsentation der Kongressstudie: (von links) Thomas Niehoff, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer Bielefeld Marketing GmbH, Gabriela Lamm und Sonja Pult vom Kongressbüro der Bielefeld Marketing GmbH, und Professor Dr. Michael-Thaddäus Schreiber, Geschäftsführer des Europäischen Instituts für TagungsWirtschaft GmbH an der Hochschule Harz.

Präsentation der Kongressstudie: (von links) Thomas Niehoff, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer Bielefeld Marketing GmbH, Gabriela Lamm und Sonja Pult vom Kongressbüro der Bielefeld Marketing GmbH, und Professor Dr. Michael-Thaddäus Schreiber, Geschäftsführer des Europäischen Instituts für TagungsWirtschaft GmbH an der Hochschule Harz.

Die Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, welche Chancen Bielefeld im bundesweiten Wettbewerb hat, um sich als erfolgreicher Tagungsstandort zu positionieren. Das Ergebnis: Bielefeld hat gute Voraussetzungen und könnte diese Potenziale mit verstärkten Marketingmaßnahmen und Netzwerkbildung zum Beispiel im Wissenschaftsbereich weiter ausschöpfen.

„In Bielefeld verbringen rund 80 Prozent der übernachtenden Gäste ihre Zeit als Geschäftsreisende, umso wichtiger ist es für uns, die Attraktivität sowohl für die Veranstalter als auch für die Tagungsgäste in diesem Segment stets zu erhöhen“, erklärt Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH, die Motivation für die Studie. Unter den renommierten Instituten fiel die Wahl auf das Europäische Institut für TagungsWirtschaft GmbH (EITW) an der Hochschule Harz.

Unter der Leitung von Professor Dr. Michael-Thaddäus Schreiber wurde zunächst eine Analyse des Ist-Zustands über das Angebot und die Kapazitäten in Bielefeld gemacht. Mittels der Befragung von Bielefelder Anbietern sowie von nationalen Kongress- und Tagungsveranstaltern wurden die Wettbewerbsfähigkeit, die wirtschaftlichen Potenziale des Kongress- und Tagungsmarktes sowie dessen Perspektiven untersucht. Auch wirtschaftliche Effekte, die ein Kongressstandort generiert, wurden beleuchtet. Zum Vergleich wurden Städte mit ähnlichem Profil im Tagungssektor wie Münster, Aachen und Braunschweig herangezogen.

„Die Studie zeigt, dass Bielefeld über eine Vielzahl von Event-Locations verfügt, die Stadt sehr verkehrsgünstig angebunden ist und eine Tagungsstadt der kurzen Wege ist“, sagt Schreiber. „Als starker Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort hat Bielefeld viele Potenziale, die es gilt weiter auszubauen.“

Schon heute erzielt die Stadt Bielefeld aus dem Tagungs- und Kongressmarkt Steuereinnahmen von rund 1 Millionen Euro. 2012 fanden in Bielefeld 8.700 Veranstaltungen statt, die von rund 830.000 Teilnehmern besucht wurden – davon waren rund 330.000 Business-Teilnehmer. Ein Tagesgast gibt durchschnittlich 147 Euro, ein Übernachtungsgast rund 280 Euro aus. Somit generieren Kongress- und Tagungsbesucher ein Gesamtnettoumsatzvolumen von rund 66 Millionen Euro.

„Die Zahlen verdeutlichen die positiven Auswirkungen des Kongressgeschäfts auf die Umwegrentabilität in Bielefeld, womit wiederum zahlreiche Arbeitsplätze gesichert werden“, sagt Thomas Niehoff, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld.

Neben der Ermittlung fundierter Kennzahlen dient die Studie auch als Grundlage für eine optimierte Maßnahmenplanung und Veranstaltungsakquise. Nach Schreibers Analyse bieten die bisherigen Marketingmaßnahmen des Kongressbüros der Bielefeld Marketing GmbH zur Förderung des Kongress- und Tagungsmarktes ein gutes Fundament, auf dem weiter aufgebaut werden sollte. Für das Tagungs-Marketing Bielefeld gibt Schreiber verschiedene Handlungsempfehlungen. Dazu zählen zum Beispiel die Gewinnung neuer Kundengruppen, die Vernetzung von Kernkompetenzen und die Weiterentwicklung vorhandener Kooperationen mit Leistungsträgern vor Ort als strategische Ziele. Bestehende Netzwerke mit Wissenschaftseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen in der Region sollten weiter erschlossen werden. Zu den operativen Zielen rät Schreiber zur Schaffung und zur Nutzung zusätzlicher Ressourcen wie die Erhöhung des Kongressmarketing-Budgets, die Gewinnung neuer „Bielefeld Convention“-Partner, die Stärkung des Online-Marketings und die Schaffung neuer Veranstaltungsplattformen.

Stadtmarketing-Chef Hans-Rudolf Holtkamp resümiert: „Die Studie zeigt uns, welche Chancen wir haben, Bielefeld noch besser auf dem Markt zu positionieren. Wir werden mit unseren Partnern daran arbeiten, die Kongressdestination Bielefeld weiter auszubauen.“

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