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Spitzencluster it´s OWL

Smart Production  (Foto: Gildemeister)

Smart Production
(Foto: Gildemeister)

Bausteine für die Industrie 4.0

 Im Technologie-Netzwerk Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe (it‘s OWL) entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen gemeinsam Lösungen für intelligente Produkte und Produktionssysteme.

Ausgezeichnet im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) leistet it‘s OWL einen wichtigen Beitrag, Produktion am Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu machen, und liefert Bausteine für die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0). In fünf sogenannten Querschnittsprojekten erarbeiten die Forschungseinrichtungen neue Technologien und Methoden, mit denen Unternehmen die Zuverlässigkeit, Ressourceneffizienz und Benutzerfreundlichkeit ihrer Maschinen, Anlagen und Produkte steigern können. Dabei geht es um die Themenbereiche Selbstoptimierung, Mensch-Maschine-Interaktion, Intelligente Vernetzung, Energieeffizienz und Systems Engineering.

Kleine und mittlere Unternehmen können neue Technologien einführen

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können durch ein innovatives Transferkonzept an dieser einzigartigen Technologieplattform partizipieren. Durch Transferprojekte können sie die neuen Technologien und Methoden in ihrem Unternehmen einführen – in Kooperation mit den Forschungseinrichtungen des Spitzenclusters und mit Förderung des BMBF. Informationsveranstaltungen, Erfahrungsaustauschgruppen, Workshops und Weiterbildungen bieten ihnen darüber hinaus die Möglichkeit, sich über die Potenziale der Technologieplattform zu informieren und zu qualifizieren.  Ein Transferprojekt ist eine Kooperation zwischen einem Forschungspartner und einem Unternehmen in der Größenordnung von fünf bis zehn Monaten. Es sind auch Verbünde aus mehreren Partnern möglich. Ziel ist die Einführung von Clustertechnologien im Unternehmen. Der Einsatz des Forschungspartners wird durch das BMBF gefördert, das Unternehmen trägt den eigenen Aufwand.

Beispiele für Transferprojekte sind: eine Potenzialanalyse für Selbstoptimierung, eine intelligente Regelung und Steuerung von Maschinen, die Evaluation von Bedienschnittstellen, eine vereinfachte Inbetriebnahme und Rekonfiguration von Anlagen, Betriebsstrategien für ein effizienteres Energiemanagement oder die Optimierung des Anforderungs- und Entwicklungsmanagements. Transferprojekte können von Unternehmen mit Sitz in OstWestfalenLippe durchgeführt werden. Die Beantragung erfolgt anhand einer gemeinsamen Projektskizze von Unternehmen und Forschungseinrichtung (Umfang ca. 10 Seiten), in der die Problemstellung, der Lösungsansatz und der Arbeitsplan beschrieben werden. Die Projektskizzen werden anhand vorgegebener Kriterien, wie z. B. Konformität zur Clusterstrategie, von einer Fachjury mit Experten aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen bewertet. Auf dieser Grundlage erfolgt die Auswahl der Transferprojekte, die gefördert werden.

Projektskizzen können kontinuierlich bei der it‘s OWL Clustermanagement GmbH eingereicht werden. Aus förderrechtlichen Gründen erfolgen die Auswahl und der Projektstart in drei Tranchen. Die erste Tranche ist abgeschlossen, die 40 ausgewählten Projekte starten ab Juli 2014. Weitere Stichtage für die Abgabe der Skizzen sind der 31. Januar 2015 (Durchführung 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016) und der 31. Januar 2016 (Durchführung 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017).

Unternehmen, die sich fit für Industrie 4.0 machen möchten, bekommen Unterstützung  bei den Transferpartnern von it´s OWL – die IHKs Lippe und Ostwestfalen, OWL Maschinenbau, InnoZent OWL, die OWL GmbH, pro Wirtschaft GT und die Wirtschaftsförderungesellschaft Paderborn .

Weitere Informationen:

it‘s OWL Clustermanagement GmbH, Dr. Peter Ebbesmeyer, Tel. 05251 5465344

E-Mail: p.ebbesmeyer@its-owl.de , www.its-owl.de/transfer

Kontext

 Die Forschungseinrichtungen von it´s OWL stellen neue, praxisorientierte Technologien und Methoden für Intelligente Technische Systeme bereit.

 Selbstoptimierung:
Das System denkt mit, lernt und passt sich an Flexible Produktionssysteme, z. B. durch intelligente Steuerungs- und Regelungstechnik, mathematische Optimierung und maschinelles Lernen.

 Mensch-Maschine-Interaktion:
Intelligente Maschinen verstehen den Menschen Interaktive Robotik und intuitive Bedienschnittstellen, z. B. durch Gestensteuerung, Taktilsensorik, Blickverfolgung sowie virtuelle Realität.

 Intelligente Vernetzung: Anschließen und Betreiben
Plug-and-Produce Funktionalitäten für Geräte, Maschinen und Anlagen, z. B. durch Selbstdiagnose, Selbstkonfiguration und Informationsverdichtung.

 Energieeffizienz: Weniger Energieverbrauch – Höhere Leistung
Bedarfsgerechte Wandlung, Steuerung und Verteilung von Energie, z. B. durch Energiemanagement, ressourceneffiziente IT sowie Ent- und Erwärmung.

 Systems Engineering:
Intelligente Produkte erfordern intelligente Entwicklung
Ganzheitliche, disziplinübergreifende Produktentwicklung, z. B. durch modellbasierte Entwurfsverfahren sowie Synthese- und Analysemethoden.

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