title=

mawionline

Spindelhubgetriebe von DRECKSHAGE

Für hohe Kräfte bei geringem Antriebsmoment

In industriellen Anwendungen liegt elektrische Antriebsenergie meist in Form von Rotationsbewegungen vor. In der Praxis wird diese jedoch meist als Linearbewegung gefordert. Die entsprechende Umwandlung von Dreh- in Linearbewegung übernehmen Ketten- und Seilantriebe, Zahnstangen- und Zahnriemenantriebe oder Gewindeantriebe.

Die Einsatzmöglichkeiten von Spindelhubgetrieben sind vielfältig. (Foto: Dreckshage)

Die Einsatzmöglichkeiten von Spindelhubgetrieben sind vielfältig. (Foto: Dreckshage)

Gewindetriebe bestehen in der Regel aus Gewindespindeln mit speziellem Bewegungsgewinde, deren Lagerung sowie einer Spindelmutter. Bei mittleren Verfahrgeschwindigkeiten und nicht allzu hohen Lasten werden Gewindetriebe direkt angetrieben. Bei hohen Lasten sind die erforderlichen Geschwindigkeiten meist wesentlich geringer, deshalb ist eine zusätzliche Getriebestufe erforderlich. Dafür gibt es bereits fertig aufeinander abgestimmte Spindel- / Getriebekombinationen, die sogenannten Spindelhubgetriebe.

„Höchste Priorität hat die Kombination aus Trapezgewindetrieb und Schneckengetriebe, gefolgt von Kegelradgetrieben und Kugelgewindetrieben“, beschreibt Thomas Wöhrmann.

Die Einsatzmöglichkeiten von Spindelhubgetrieben sind vielfältig. Sie erweisen zum Beispiel in Maschinen der Produktions- und Verpackungstechnik, in der Blech-,Holz-, Papier- und Kunststoffindustrie sehr gute Dienste. Auch in der Förder- und Hebetechnik, im Gerüstbau, bei Zuführ- und Abstapelvorrichtungen, im Anlagenbau, sowie in der Wasser- und Umwelttechnik und der Medizin- und Gießereitechnik sorgen sie für Bewegung. Dabei ist es unerheblich, ob es um das Heben und Senken, das Schieben und Ziehen oder das Drücken und Pressen, das Verlängern oder Verkürzen, Einstellen, Justieren, Schwenken, Positionieren und Nivellieren geht.

Spindelhubgetriebe mit besonderen Stärken

In der Praxis punkten Spindelhubgetriebe gleich mehrfach: Neben der Selbsthemmung und Wartungsfreundlichkeit überzeugen sie mit ihrer kompakten Bauweise und ihren guten Positioniermöglichkeiten. Die großen Übersetzungen ersparen weitere Vorgelege, die kubische  Bauform schafft Anbaumöglichkeiten an allen Seiten. Weitere Pluspunkte sind die Unabhängigkeit in der Einbaulage, der einfache Motoranbau und die nur wenigen Verschleißteile.

„Durch die mechanische Verbindung mehrerer Spindelhubgetriebe mit Wellen und Winkelgetrieben lassen sich ohne großen steuerungstechnischen Aufwand synchron laufende Mehrpunkt-Hubanlagen mit einem Antriebsmotor realisieren“, beschreibt  Thomas Wöhrmann einen weiteren wichtigen Aspekt.

Spindelhubgetriebe gibt es in zwei Bauformen, mit stehender und mit rotierender Spindel. Bei der Getriebeausführung mit stehender Spindel verfährt die Spindel in axialer Richtung durch das Getriebe, wobei zwei Varianten möglich sind: So steht einmal das Getriebe fest und die Spindel verfährt, alternativ nimmt die Spindel eine feste Position ein und das Getriebe verfährt axial. Das gegenüber der Spindelaustrittseite montierte Rohr schützt die Spindel gegen Verschmutzung und Beschädigung. Auf der Austrittseite übernehmen ein Faltenbalg oder eine Spiralfederabdeckung bei Bedarf den Schutz der Spindel.

Die Ausführung mit rotierender Spindel wird häufig dann eingesetzt, wenn der benötigte Raum für das Schutzrohr über bzw. unterhalb des Getriebes nicht vorhanden ist. Die Spindel ist dann im Schneckenrad befestigt. Die Drehbewegung des Schneckenrades sorgt für die Rotation der Spindel. Im Gegensatz zur Ausführung mit stehender Spindel bewegt sich hier in axialer Richtung nicht die Spindel, sondern eine Mutter. Auch hier kann die Spindel bei Bedarf durch Faltenbalg oder Spiralfederabdeckung geschützt werden.

 „Welche Ausführung zum Einsatz kommt, hängt vom jeweiligen Einsatzfall ab. Beide Bauarten lassen sich in allen Einbaulagen verwenden, unabhängig davon, ob eine vertikale (auch hängende), horizontale oder kardanische Aufhängung vorliegt“, so Thomas Wöhrmann.

Ein umfangreiches Zubehörprogramm rundet das Spindelhubgetriebeprogramm ab, so dass alle möglichen Getriebekombinationen zusammengestellt und den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden können. Mit seinem herstellernahen Wissen und über 30 Jahren Erfahrung projektiert das Team von DRECKSHAGE mit seinen Ingenieuren und Technikern Spindelhubanlagen, die sich optimal an den Anforderungen des Kunden orientieren, unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen und technischen Aspekte. Eine schnelle Angebotserstellung und attraktive Lieferzeiten durch hohe Verfügbarkeit des Hubgetriebesystems runden das Dienstleistungsspektrum ab.

Weitere Informationen: www.dreckshage.de

Hinterlasse einen Kommentar