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Social Media ist mehr als Facebook

Warum Umdenken nötig ist

 Facebook hat unter den sozialen Medien die mit Abstand größte Anzahl von Mitgliedern. Unternehmen, die in Social Media aktiv sein wollen, benötigen mehr  als eine nett geführte Seite auf Facebook. Ein Einblick von Thorsten Ising, Projektleiter Social Media Marketing bei code-x.

Thorsten Ising: !Social Media für Unternehmen ist kein Thema für zwischendurch".  (Foto: Code-X)

Thorsten Ising: „Social Media für Unternehmen ist kein Thema für zwischendurch“.
(Foto: Code-X)

Betrachten wir nüchtern die Zahlen anderer sozialer Netzwerke und Dienste, sehen wir schnell einen rein quantitativen Unterschied: Facebook führt, die anderen hecheln hinterher. Ist das mit Blick auf die Relevanz für Unternehmen wirklich so? Nein. Ein Blick auf die Reichweite von Beiträgen in dem sozialen Riesen macht deutlich: Facebook verringert die organische Reichweite von Seitenbeiträgen weiter und fährt sie langfristig auf Null. Sprich: Die Fans von Facebook-Seiten sehen weniger Beiträge, die nicht durch werbende Mittel unterstützt werden.

Eine gewisse Basis der eigenen Fans zu erreichen, gelingt Unternehmen auch weiterhin durch Variation in den Inhalten, Themen, Beitragsarten, Postingzeiten und Intervallen. Organisches Wachstum/Neugewinnung von Fans nur durch Beiträge und Co. bremst die Einschränkung seitens Facebook dagegen aus.Zusätzlich interagieren nur wenige Fans mit Beiträgen von Unternehmens- oder Markenseiten und stellen diese so unbewusst ins Sichtbarkeitsabseits. Denn: Der Facebook Algorithmus zeigt am Liebsten genau das dem Nutzer, das ihn offensichtlich am meisten interessiert. Einfach runtergebrochen: Interagiert ein Fan wenig mit den Beiträgen einer Seite, zeigt dies sein schwindendes Interesse.

Warum macht Facebook das alles?
Die Antwort liegt auf der Hand: Geld. Facebook verdient durch den Verkauf von geldwerten Maßnahmen wie Anzeigen oder gesponserten Beiträgen. Unternehmens- und Markenseiten sind gezwungen in das Portemonnaie zu greifen und Media-Budgets/Werbebudgets auf Facebook einzuplanen. Sich in den Blick des Kunden, in den Fokus des Fans zurückzukaufen, ist für viele Unternehmen nur wenig attraktiv.

Was kann ein Unternehmen tun?
Die Art, Inhalte künftig zu verteilen und die Plattformstrategien für das eigene Unternehmen anpassen und überdenken. Ein „Alleinvertrauen” in die Plattform Facebook wird Unternehmen und Marken in Zukunft nicht weiter bringen. Eine Strategie muss her, und vorhandene Strategien in Regelmäßigkeit auf den Prüfstein. Welche Fragen stellt sich ein Unternehmen dabei im Idealfall? Zum Beispiel:

 – Was sind unsere/meine Ziele? Wollen wir informieren? Kann sich der Kunde/Fan beteiligen? Wollen wir, dass unser Kunde von uns lernt? Benötigen wir mehr Kontakte/Leads? Wollen wir die Änderung im Verhalten herbeiführen? Näher am Kunden sein? Mehr Präsenz zeigen? Potentielle Arbeitnehmer ansprechen? Support bieten? Produktabsätze steigern?

– Wo erreiche ich mein Ziel wahrscheinlich am ehesten? Wo sind die für uns wichtigen, Menschen aktiv? Mit welcher Plattform erreiche ich die Menschen? Sind es mehrere Plattformen? Wie verbinde ich diese?

– Was muss ich tun, um diese Ziele zu erreichen? und viele Fragen mehr.

 

Social Media für Unternehmen ist kein Thema für zwischendurch. Social Media ist, wie Kommunikation oder Marketing, ein zu bedenkender und strategisch anzugehender Part. Im Unternehmen und für Unternehmer.

Kontext

Thorsten Ising ist Projektleiter Social Media Marketing bei der Internet- und Marketingagentur code-x GmbH in Paderborn, Redner, Blogger, Netzwerker, Moderator und Dozent. Als erster Vorsitzender von Social Media OWL e.V. sind Social Media Strategien für den Mittelstand und Implementierung in den Unternehmensalltag seine Spezialgebiete.

Weitere Informationen: http://www.code-x.de/team/thorsten-ising/

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