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Serie: Das kommt aus Bielefeld – Interview mit Brigitte Meier

DAS KOMMT AUS BIELEFELD

DAS KOMMT AUS BIELEFELD

„Unsere Standort-Kampagne hat sich als Marke etabliert“

Brigitte Meier, Prokuristin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WEGE, über bisherige Erfolge der Standortkampagne „Das kommt aus Bielefeld“ und neue Ideen und Konzepte für die Zukunft.

m&w: Frau Meier, seit drei Jahren engagieren Sie sich mit der Standort-Kampagne „Das kommt aus Bielefeld“, um die Stadt bekannter zu machen und ihre Stärken über die Grenzen der Region zu kommunizieren. Hat Ihre bisherige Arbeit Früchte getragen? Lässt sich eine Verbesserung des Image bzw. eine positive Wahrnehmung des Standorts feststellen? Woran lässt sich das  festmachen?

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Brigitte Meier: „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Studierende, Unternehmen und Entscheider über unser Portal auf den Standort Bielefeld und seine Unternehmen aufmerksam geworden sind.“

Brigitte Meier: Das kann ich mit einem klaren Ja beantworten. „Das kommt aus Bielefeld“ hat sich als Marke etabliert. Unsere Zahlen belegen diese Entwicklung: 220 mitwirkende Bielefelder Unternehmen, davon 70 Partner, die die Kampagne mitfinanzieren und rund 50.000 Menschen beschäftigen. Sie repräsentieren einen breiten Branchenmix, darunter Markenunternehmen, Hidden Champions, Start-Ups und Familienunternehmen. Sie alle überraschen auf unserem Portal mit Geschichten über ihre spannenden Produkte und Dienstleistungen. Unser Standort-Clip zum Wirtschaftsstandort Bielefeld hat in den sozialen Medien knapp 200.000 Aufrufe erzeugt und unser Print-Magazin „Das kommt aus Bielefeld“ – jetzt schon in dreimaliger Folge erschienen – ist an die Leser der „Welt am Sonntag“ in ganz NRW verteilt worden.

m&w: Stichwort Fachkräfterekrutierung: Gibt es Beispiele, die belegen, dass sich durch die Standortkampagne das Interesse erhöht hat, hier zu leben und zu arbeiten?

Brigitte Meier: Rückmeldungen von Partnerunternehmen zeigen, dass sie auch über unser Online-Portal Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr Unternehmen gewinnen. Insbesondere für kleine und spezialisierte Unternehmen ist die Platzierung auf „Das kommt aus Bielefeld“ eine Chance, ihr Unternehmen und ihre jeweiligen Produkte und Dienstleistungen einer Vielzahl von Internet-Nutzern zu präsentieren. Jüngst haben wir unser Job-Portal ausgebaut und präsentieren im wöchentlichen Rhythmus verschiedene „Jobs der Woche“ und streuen diese über die verschiedenen sozialen Netzwerke. Auch hierzu haben wir bereits positive Rückmeldungen erhalten.

m&w: Sind Sie mit dem bisher Erreichten zufrieden? Welche Akzente möchten Sie künftig setzen? 

Brigitte Meier: Hundertprozentig zufrieden ist man natürlich nie, aber die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass viele Studierende, Unternehmen und Entscheider über unser Portal auf den Standort Bielefeld und seine Unternehmen aufmerksam geworden sind. Wir überprüfen dabei ständig unsere Maßnahmen und versuchen unsere Zielgruppen Fachkräfte und Studierende, Entscheider und Unternehmen sowie die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.
In 2017 werden wir unsere Aktivitäten für die Zielgruppe der Fachkräfte, Auszubildenden und Studierenden verstärken und dafür sorgen, dass sich die mitwirkenden Unternehmen unserer „Das kommt aus Bielefeld-Community“ noch besser kennen lernen und daraus Vorteile erzielen.
Neu hinzukommen wird die Start-up und Gründerszene in Bielefeld. Wir sehen die Szene als einen idealen Aufhänger, um die Dynamik der Wirtschaft aufzuzeigen. Im Rahmen eines speziellen WIRTSCHAFT LIVE! – Treffens für Gründer und Start-Ups möchten wir „Neu“ und „Alt“ zusammenbringen und zeigen, „was geht“ in Bielefeld. Auch unser Online-Portal wird um einen entsprechenden Bereich für junge Unternehmen erweitert, um diesen eine entsprechende Plattform und daraus resultierende Bekanntheit bieten zu können.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie „Das kommt aus Bielefeld“, die in Kooperation mit der WEGE Bielefeld erscheint.


 NACHGEFRAGT
Bielefelder Unternehmen über die Motivation und den Nutzen der Kampagne

Herr Adelt, warum bzw. mit welchen Erwartungen haben Sie sich für die Unterstützung der Kampagne „Das kommt aus Bielefeld“ entschieden?

Eric Adelt, Geschäftsführer IP-Adelt GmbH

Eric Adelt, Geschäftsführer IP-Adelt GmbH

Eric Adelt: Seit über 60 Jahren sind wir einer der führenden Entwickler und Produzenten von Präsentations- und Werbeprodukten. Wir arbeiten permanent daran, unsere lokalen Netzwerke auszubauen – um neue Kunden, Kooperationspartner, Lieferanten zu gewinnen und natürlich, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen. . Also nutzen wir natürlich ein solch gut funktionierendes Netzwerk wie „Das kommt aus Bielefeld“ für uns. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass  – z.B. bei den Treffen „Wirtschaft Live“ – die Bereitschaft der Teilnehmenden sehr viel höher ist als in anderen Netzwerken in OWL miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und auszutauschen. Möglicherweise trägt dazu auch die gute „Mischung“ der Partner bei – große und kleinere Unternehmen aller Branchen. Besonders positiv ist es, dass sich zu Beginn dieser Veranstaltung neben der gastgebenden Firma Start-Ups oder kleinere Partner kurz vorstellen können. Das bietet einen guten Einstieg für spätere bilaterale Gespräche. Unsere Erwartungen werden bestens erfüllt: Durch das meist jüngere und kommunikative Publikum lernt man jedes Mal neue interessante Menschen kennen.

Ein wesentliches Ziel der Kampagne ist es, die wirtschaftlichen Erfolge aus Bielefeld offensiv in die Öffentlichkeit zu tragen. Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht? Konnten Sie einen konkreten Mehrwert durch die Kampagne für Ihr Unternehmen generieren?  

Eric Adelt:Ich kann bestätigen, dass das Netzwerken umso besser funktioniert, je länger und intensiver wir uns in der Kampagne „Das kommt aus Bielefeld“ engagieren. Das Vertrauen der Partner untereinander wächst, man kennt sich und fühlt sich gut aufgehoben. Je aktiver man selbst ist, umso mehr Vorteil kann man auch aus einem solchen Netzwerk ziehen. Ich konnte feststellen, dass z.B. durch unsere regelmäßige Veröffentlichung aktueller Firmennews auf der „Das kommt aus Bielefeld“-Site, die wir neben anderen Kanälen für unsere Öffentlichkeitarbeit nutzen, viele Klicks direkt von DKAB auf unsere Website kommen. D.h. ich verstärke dadurch den Radius meiner Nachrichten durch den zusätzlichen DKAB-Kanal und erreiche mehr potenzielle Interessenten.

 m&w: Welche Resonanz konnten Sie vor dem Hintergrund der Rekrutierung von Fachkräften für Ihr Unternehmen feststellen?

Eric Adelt: Leider ist es für uns in unserer Personalrekrutierung nicht transparent, woher genau unsere Bewerber kommen. Nur manchmal kommt dies – eher zufällig – zur Sprache. Allerdings kann ich mit Sicherheit feststellen, dass sich in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der Initiativ-Bewerber in unserem Hause deutlich erhöht hat. Das könnte man damit in Zusammenhang bringen, dass diese möglicherweise auch über die Plattform „Das kommt aus Bielefeld“  auf uns aufmerksam geworden sind und die direkte Verlinkung von der Jobseite auf unserer Webseite „landen“.


m&w: Warum bzw. mit welchen Erwartungen haben Sie sich für die Unterstützung der Kampagne „Das kommt aus Bielefeld“  entschieden?

Diamant Software GmbH & Co. KG, Sandra Buschsieweke, Leiterin Marketing

Diamant Software GmbH & Co. KG, Sandra Buschsieweke, Leiterin Marketing

Sandra Buschsieweke: Die Vorstellung von „Das kommt aus Bielefeld“ durch die WEGE von Frau Brigitte Meier hat uns überzeugt. Als mittelständischer Hidden Champion profitiert Diamant Software von einer generellen Stärkung des Wirtschaftsstandortes, sodass eine Beteiligung für uns schnell in Frage kam.
Positiver Nebeneffekt unseres Engagements ist, dass wir als mittelständisches und gleichzeitig spezialisiertes Unternehmen unsere Bekanntheit durch die Beteiligung an der Kampagne stärken können. Ein weiterer Vorteil liegt für uns in der Möglichkeit zum Netzwerken auf den verschiedenen Veranstaltungen, die im Rahmen von „Das kommt aus Bielefeld“ regelmäßig stattfinden. Dort kommen wir leicht und unverbindlich mit Unternehmern und Entscheidern aus Stadt und Region in Kontakt, die man vermutlich wo anders nur schwer hätte erreichen können.

Ein wesentliches Ziel der Kampagne ist es, die wirtschaftlichen Erfolge aus Bielefeld offensiv in die Öffentlichkeit zu tragen. Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht? Konnten Sie einen konkreten Mehrwert durch die Kampagne für Ihr Unternehmen generieren?  

Sandra Buschsieweke: Wie in anderen Unternehmen ist es auch für uns schwierig, Öffentlichkeitsarbeit konkret messbar zu machen. Unsere Beteiligung an der Kampagne ist nur ein Teil unserer gesamten Aktivitäten der Unternehmenskommunikation und trägt somit zur Gesamtwirkung bei.
Wir haben jedoch festgestellt, dass die Kampagne für das interne Marketing wertvoll ist. Wenn Mitarbeiter deutlich häufiger etwas über ihr Unternehmen in der Presse wahrnehmen, sie von Freunden und Bekannten daraufhin angesprochen werden, sich vielleicht auch selbst in der Zeitung sehen (Stichwort Serie in der Neuen Westfälischen), macht sie das stolz und der Blick auf den eigenen Arbeitgeber wird untermauert.  Insbesondere die Bewegtbildkampagne hat bei unseren Mitarbeitern hohen Anklang gefunden, sodass hier eine Verteilung über die sozialen Netzwerke aus den internen Reihen von ganz allein stattfindet.

m&w: Welche Resonanz konnten Sie vor dem Hintergrund der Rekrutierung von Fachkräften für Ihr Unternehmen feststellen?

Sandra Buschsieweke: Wir können nicht konkret sagen, dass wir durch unsere Beteiligung einen neuen Mitarbeiter oder auch Kunden gewonnen haben. Dennoch verstehen wir uns als aktiver Partner von „Das kommt aus Bielefeld“ und versuchen möglichst viel die verschiedenen Angebote (wie beispielsweise das Job-Portal) der Kampagne zu nutzen, denn ein Netzwerk lebt auch vom Engagement seiner Partner. Vielleicht können wir so schon bald den ersten neuen Mitarbeiter begrüßen, der über „Das kommt aus Bielefeld“ auf uns aufmerksam geworden ist.


m&w: Warum bzw. mit welchen Erwartungen haben Sie sich für die Unterstützung der Kampagne „Das kommt aus Bielefeld“  entschieden?

Dr. Ralf Dopheide, Geschäftsführer Dr. Freist Automotive Bielefeld GmbH

Dr. Ralf Dopheide, Geschäftsführer Dr. Freist Automotive Bielefeld GmbH

Dr. Ralf Dopheide: Seit dem Start der Kampagne im Jahr 2013 ist Dr. Freist Automotive als eines der „Gründungsmitglieder“ von „Das kommt aus Bielefeld“ mit dabei. Wir haben uns schon sehr früh für eine Beteiligung entschieden, da DFA Bielefeld zu diesem Zeitpunkt gerade einmal drei Jahre alt war und in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Von der Beteiligung erhoffen wir uns auch heute noch eine größere Popularität in Bielefeld und über die Grenzen der Stadt hinaus.

m&w: Ein wesentliches Ziel der Kampagne ist es, die wirtschaftlichen Erfolge aus Bielefeld offensiv in die Öffentlichkeit zu tragen. Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht? Konnten Sie einen konkreten Mehrwert durch die Kampagne für Ihr Unternehmen generieren?  

Dr. Ralf Dopheide: Eine konkrete Umsatzsteigerung durch die Beteiligung an der Kampagne „Das kommt aus Bielefeld“ ist nicht nachzuweisen. Dies war und ist allerdings auch nie Ziel unseres Engagements gewesen. In Fachkreisen ist bekannt, wofür DFA Bielefeld steht und welche konkreten Produkte wir am Markt platzieren. Vielmehr möchten wir das Projekt dazu nutzen, Kontakte zu knüpfen und Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen.

m&w: Welche Resonanz konnten Sie vor dem Hintergrund der Rekrutierung von Fachkräften für Ihr Unternehmen feststellen?      

Dr. Ralf Dopheide: Auch als kleines Unternehmen sind wir auf Fachkräfte angewiesen. Nichtsdestotrotz stehen wir in Konkurrenz zu namhaften Anbietern im Bereich der Automobilzuliefererindustrie. Unser Engagement bei „Das kommt aus Bielefeld“ hat sich im Recruiting schnell bezahlt gemacht. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Initiativbewerbungen erhalten und  Mitarbeiter eingestellt, die über das Internetportal auf unser Unternehmen aufmerksam geworden sind.