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Risikofaktor Bewegungsmangel

BU: Bewegung macht gute Laune: Nordic Walking ist ein gemäßigter Ausdauersport, der in jedem Alter Spaß macht. Ein gezieltes Training, begleitet von einem professionellen Coaching bringt den größten Erfolg.  (Fotos: Knappschafts- klinik )

Bewegung macht gute Laune und unterstützt die Gesunderhaltung.  Ein gezieltes Training, begleitet von einem professionellen Coaching bringt den größten Erfolg.
(Fotos: Knappschaftsklinik )

Auf Trab bleiben

 Ausdauersport oder körperliche Aktivität im Alltag halten das Herz-Kreislauf-System fit.

Wer kennt nicht den gesundheitlichen Nutzen von körperlicher Aktivität auf den menschlichen Organismus? Steigerung der Fitness, mehr Vitalität und Lebensqualität durch Sport. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen Bewegungsmangel und chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes-mellitus-Typ-2, Adipositas und Rückenschmerzen. Dennoch bestimmt Bewegungsmangel unseren Alltag. Gleiches gilt für die Ernährung. Ein doppelter Effekt für die Gesundheit durch gezieltes Training und ausgewogene, mediterrane Kost. Klingt gut und scheint einfach. Warum ist die Umsetzung dennoch so schwer?

„Das bloße Wissen über den gesundheitlichen Nutzen reicht nicht aus, um Sport zu treiben. Die Antworten hierfür finden sich in der Sportpsychologie und Sportsoziologie. Ängste vor Verletzungen, die Angst vor einer schlechten Bewegungsausführung und damit verbunden, mehr Schaden als Nutzen zu bewirken, sind häufige Argumente, um sich nicht zu bewegen. Verstärkt werden diese Annahmen durch  Aussagen geschäftstüchtiger, kommerzieller Anbieter verschiedener Bewegungsprogramme, besser nicht selbst aktiv zu werden, sondern nur in deren Instituten zu trainieren. Durch professionelles Coaching werden Verletzungen verhindert, so deren Appelle“, sagt Jörg Zumwinkel, Sport- und Physiotherapeut sowie Therapieleiter der Knappschafts-Klinik Bad Driburg.

Ängste vor dem Sport seien unbegründet. Auch wenn bei der Ausführung des sportlichen Trainings Erfahrungen gesammelt werden müssten, wie bei jedem Lernprozess, stehe jedoch fest: Wer nichts tut, macht etwas falsch! Die Dekonditionierung schreite voran. Auf dem Weg vom Krankheitswesen hin zum Gesundheitswesen seien Eigenständigkeit und Eigenverantwortung gefordert.

Jeder Mensch bewegt sich (gerne)

Der Zugang zum Sport ist von vielen Faktoren abhängig. Das Alter, Geschlecht, die sportlichen Vorerfahrungen und der soziale Status spielen eine Rolle. Je höher der soziale Status, umso größer ist die Bereitschaft, Sport zu treiben. Untere soziale Schichten bevorzugen den Zuschauersport. Wiederum bevorzugen die Besserverdienenden eher exklusive Sportarten. Volkstümlicher Sport und auch Kontaktsportarten werden vermehrt von den unteren sozialen Gruppen ausgeführt.

Wurde während der Kindheit wenig Bewegungserfahrung gesammelt, ist auch die Bereitschaft gering, als Erwachsener körperlich aktiv zu werden. In der zweiten Lebenshälfte verändert sich die Einstellung gegenüber langfristigen persönlichen Zielen. Das unmittelbare Feedback fehlt. Es geht nicht um den Sieg und die momentan erbrachte Leistung, sondern um eine biologische Adaption. Damit fehlen häufig die Emotionen beim Sporttreiben, welche jedoch ein wichtiges Motiv eben für diesen darstellt. Eine aktive Verhaltensänderung und ein langfristiges „Durchhalten“ setzt die Identifikation möglicher Barrieren zur langfristigen Umsetzung sportlicher Aktivität voraus. Erreichbare Ziele definieren und positive Bewegungserfahrungen sammeln, wirken äußert motivierend. So wird die bewegende Zukunft erfolgreich gestartet.

„Bewegung macht gute Laune und einen freien Kopf. Fangen Sie an, machen Sie mit und integrieren Sie Bewegung in Ihren Alltag“ fordert Jörg Zumwinkel zur Aktivität auf. „

Bewegung macht gute Laune. Wer jedoch nach langer Pause wieder aktive werden möchte, sollte sich zunächst untersuchen lassen.

Bewegung macht gute Laune. Wer jedoch nach langer Pause wieder aktiv werden möchte, sollte sich zunächst untersuchen lassen.

Sport ist für jeden gut. Ausreichend Bewegung ist für unseren Körper besonders wichtig, damit bedeutende Körperfunktionen optimal ablaufen können. Gemäßigter Ausdauersport ist am besten. Hierunter fallen Sportarten, wie Schwimmen, Walking, Laufen, Radfahren, Wandern, Gymnastik, Tanzen, Golf, Rudern oder Skilanglauf. Für alle diese Sportarten gilt aber: Vorsicht vor Überanstrengung und Erschöpfung. Ausdauersport sollte idealerweise regelmäßig drei bis viermal in der Woche für 30 bis 60 Minuten ausgeübt und die Intensität nur langsam gesteigert werden. Wer nach langer Pause wieder sportlich aktiv werden möchte, sollte sich zunächst untersuchen lassen“, empfiehlt Therapieleiter Zumwinkel und rät insbesondere allen Sporteinsteigern ab 35 Jahren zu einem Check-up, dies gilt insbesondere für Personen mit Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen

Weitere Informationen: www.knappschafts-klinik-driburg.de

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