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Psychische Gefährdungsbeurteilung

Die Pflicht als Chance für Unternehmen
„Jetzt sollen wir das auch noch machen?“  fragen sich viele Unternehmer, nachdem die Gewerbeaufsicht vor der Tür steht und nach der Dokumentation der psychischen Gefährdungsbeurteilung fragt. Doch liegt dort nicht eine Chance?  

Soma Consult

In der Beurteilung der psychischen Gesundheit eine Chance sehen: Gemeinsam werden arbeitsbedingte psychische Belastungen ermittelt und Maßnahmen zur Reduktion dieser Belastungen zu implementieren.

Die heutige Arbeitswelt ist nicht nur durch körperliche, sondern auch durch psychische Belastungen geprägt. „Psychische Erkrankungen sind neben Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems und der Atemwege die häufigste Ursache für Arbeitsausfälle – ein deutlicheres Zeichen auch in diesem Bereich aktiv zu werden, gibt es wohl nicht“, so Maren Sundermeier, Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Unternehmensberatung soma.consult. Aus diesem Grund ist die Beurteilung psychischer Gefährdungen am Arbeitsplatz seit 2013 im Arbeitsschutzgesetz festgelegt. Die Beurteilung hat das Ziel, arbeitsbedingte psychische Belastungen zu ermitteln und Maßnahmen zur Reduktion dieser Belastungen zu implementieren. Dadurch soll Unfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorgebeugt werden.
„Die sicherlich sinnvolle Grundidee ist für Unternehmen jedoch in erster Linie eine weitere Pflicht, der es nachzukommen gilt. Das führt häufig dazu, dass die Fachkraft für Arbeitssicherheit die Beurteilung mal eben nebenbei machen soll. Das Problem daran: Die Chance, daraus einen Vorteil für das Unternehmen zu machen, wird vertan“, erläutert Maren Sundermeier weiter.

Psychische Belastungen sind vielseitig

Die Schwierigkeit bei dieser Beurteilung liegt vor allem darin, dass psychische Belastungen vielseitig sind. Sie bestehen aus diversen Faktoren und sind zudem auch nicht leicht zu erfassen. Die GDA (Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie) hat deshalb Voraussetzungen festgelegt, die bei deren Beurteilung erfüllt werden müssen. Dazu gehören unter anderem die Erfassung von Arbeitsaufgaben, Arbeitsorganisation, sozialen Beziehungen und Arbeitsumgebung sowie die Durchführung der Analyse mit Hilfe eines Instruments, dass nach wissenschaftlichen Gütekriterien geprüft wurde. Christian Kache, Geschäftsführer bei soma.consult, weiß: „Eine qualitätsgesicherte und umfassende Analyse psychischer Belastungen am Arbeitsplatz stellt viele Unternehmen vor eine große Herausforderung, zumal die Durchführung von der Gewerbeaufsicht geprüft wird.“ Was also tun? Das Wiener Institut für Gesundheit, Sicherheit und Ergonomie im Betrieb hat vor diesem Hintergrund den Impuls-Test 2 ® entwickelt und mit der Unternehmensberatung soma.consult einen Partner in OWL gefunden. Bei dieser professionellen Form der Gefährdungsbeurteilung handelt es sich um ein onlinegestütztes Fragebogeninstrument, das innerhalb von zehn Minuten, mit nur 25 Fragen alle geforderten Bereiche analysiert und auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Arbeitswissenschaft beruht. Dieses langjährig etablierte Untersuchungsinstrument für die psychische Gefährdungsbeurteilung entspricht den genannten Kriterien der GDA und wird von dieser auch empfohlen, ebenso wie von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie von der Initiative Gesundheit und Arbeit. „Die Partnerschaft mit dem Wiener Institut beinhaltet die Durchführung der Beurteilung von qualifizierten Fachkräften und die Auswertung der Ergebnisse. Auf Wunsch erhalten die Unternehmen auch ein arbeitspsychologisches Gutachten“, erklärt Maren Sundermeier.
Die Durchführung der psychischen Gefährdungsbeurteilung muss also keine zusätzliche Belastung für Betriebe sein. Mit der richtigen Unterstützung liegt darin vielmehr die Chance, die Gesundheit der Mitarbeiter ganzheitlich, also körperlich und psychisch, zu erhalten, diese zu fördern und Risikofaktoren zu verringern oder im besten Fall sogar auszuschalten.

„Unternehmen sollten diese Pflicht als Chance sehen, ihre Mitarbeiter gesünder und ihr Unternehmen dadurch erfolgreicher zu machen“, so Christian Kache.

Weitere Informationen: www.soma-consult.com