title=

mawionline

Partner-Treffen WIRTSCHAFT LIVE

Der Faktor Nachhaltigkeit als Wettbewerbsstärke

Zum siebten WIRTSCHAFT LIVE-Treffen kamen jetzt 80 Partner des Portals „Das kommt aus Bielefeld“ (DKAB) zusammen. Gastgeber war die ZF Friedrichshafen AG, die sich am Standort Bielefeld auf die Aufarbeitung von gebrauchten Kupplungsaggregaten und Drehmomentwandlern spezialisiert hat.

Nachhaltigkeit ist für ZF-Standortleiter Jörg Witthöft und die gut 240 Mitarbeiter starke Belegschaft in Brackwede ein ganz wichtiges Stichwort: Der Bielefelder Betrieb zählt zu den weltweit 14 nachhaltigkeitsorientierten Remanufacturing-Zentren und ist Teil der ZF Friedrichshafen AG, die 1915 gegründet wurde und mit ca. 135.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 230 Standorten in etwa 40 Ländern vertreten ist.

Das kommt aus Bielefeld

Informieren und netzwerken: Bei ZF Friedrichshafen stand das Thema nachhaltiges Wirtschaften im Fokus

Als einer der größten Automobilzulieferer weltweit produziert ZF Kupplungen für den Nutzfahrzeugmarkt. Sind diese verschlissen, nimmt das Unternehmen die Aggregate zurück und fertigt aus den Altteilen, die so zu Rohstoffen werden, neue Produkte. „95 Prozent des Materials werden so wiederverwertet. Dabei wird lediglich ein Zehntel der Energie verbraucht, die man für eine Neuproduktion von Kupplungen aufwenden muss“, beschreibt Jörg Witthöft den hohen Stellenwert nachhaltigen Wirtschaftens.

Etwa 50 Tonnen Altteile werden bei ZF in Bielefeld täglich angeliefert, sortiert und aufbereitet. „Die Bestandteile, die nach der Nutzung übrig bleiben, stehen angestrebt zu 100 Prozent wieder zur Verfügung für die Entwicklung und Nutzung des nächsten – auch modifizierten – Produkts. Wir arbeiten hier nach dem Grundgedanken des Prinzips „Cradle-to-Cradle“ und denken bereits bei der Entwicklung des Produktes an seine Wiederverwendung. Das ist ein Produktkreislauf mit Zukunft“, so Jörg Witthöft, der gerade das Cradle-to-Cradle-Zertifikat in der Stufe Gold für die Druckplatte MFZ 430 erhalten hat.

Das Thema Nachhaltigkeit bestimmte auch die anschließende Diskussionsrunde unter Leitung von WEGE-Prokuristin Brigitte Meier, an der neben Jörg Witthöft auch Stefan Rohrmus, Manager Sustainability International Services bei Schüco International teilnahm.

Der Ingenieur erläuterte, dass über 50 Prozent der weltweit verbrauchten Ressourcen in Gebäuden zum Einsatz gelangen. Gerade deshalb beschäftige sich die Bauwirtschaft seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Recycling. Nach der Energieeffizienz sei das das große Zukunftsthema für mehr Klimaschutz, schadstofffreie Bauprodukte und den effizienten Einsatz knapper Ressourcen.

„Es gibt große Potentiale für die Wiederverwertung der eingesetzten Rohstoffe. Wir arbeiten seit einigen Jahren intensiv am Ausbau der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Deshalb steht hinter vielen unserer Produkte bereits das Cradle-to-Cradle-Prinzip –  unbedenkliche und kreislauffähige Bauelemente für die Gebäudehülle zu verwenden“, so Rohrmus. Cradle to Cradle, von der Wiege zur Wiege, bedeutet, dass aus Rohstoffen Produkte werden, die nach ihrer Nutzung erneut zu hochwertigem Rohstoff in der Ausgangsqualität aufbereitet werden können.

Nachhaltig und ökologisch wertvoll ist auch das Geschäftsmodell des erst in 2016 gegründeten Bielefelder Start-ups Limoment. „Wir sind Weltverbesserer und Spaßvögel aus Leidenschaft. Aus einer ursprünglichen Nicht-Schnapsidee – ich bin bekennender Nicht-Trinker – hat sich unsere Geschäftsidee entwickelt“, erzählt Gründer Janosch Kriesten, der mit seinen drei Partnern Limonade aus Zutaten der Region produziert und abfüllt. Und das überaus erfolgreich. Heute wird ihre Limonade bereits in 1500 bis 2000 Märkten in Deutschland und 400 Märkten in Österreich angeboten. Die Zielgruppe ist breit gestreut – es sind junge Leute, die ein „hippes“ Getränk wollen, genauso wie ältere, die nach einer Alternative zur klassischen Schorle suchen.

Zurzeit experimentieren die Gründer mit Studierenden der Hochschule Lemgo an einer neuen Geschmackssorte, so dass neben Apel Rose und Apfel Minze künftig noch ein weiteres prickelndes Geschmackserlebnis erhältlich ist. „Die Kooperation mit den Studierenden ist uns sehr wichtig. Wir profitieren von ihren Ideen und wir begeistern sie für das Unternehmertum“, so Janosch Kriesten.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken