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OWL MASCHINENBAU e.V.

Hans-Dieter Tenhaef, Vorstandssprecher OWL MASCHINENBAU e.V. und geschäftsführender Gesellschafter MIT Moderne Industrietechnik: Aktive Konzepte für die Personalentwicklung mit guter Facharbeiterausbildung und Weiterbildung sind für mittelständische Unternehmen eine Überlebensfrage in den nächsten Jahren. ( Foto: HirschmeierFotodesign)

Hans-Dieter Tenhaef, Vorstandssprecher OWL MASCHINENBAU e.V. und geschäftsführender Gesellschafter MIT Moderne Industrietechnik: Aktive Konzepte für die Personalentwicklung mit guter Facharbeiterausbildung und Weiterbildung sind für mittelständische Unternehmen eine Überlebensfrage in den nächsten Jahren.
( Foto: HirschmeierFotodesign)

Interview

„Wir müssen technologisch immer einen Schritt voraus sein“

Hans-Dieter Tenhaef, Vorstandssprecher OWL MASCHINENBAU e.V. und geschäftsführender Gesellschafter MIT Moderne Industrietechnik GmbH & Co. KG, über intelligente Maschinen und deren Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes.

Herr Tenhaef, der Maschinen- und Anlagenbau verbindet sich immer mehr mit Informations- und Automatisierungstechnik. Um was für Komponenten handelt es sich hierbei?

 Tenhaef: Zum einen werden die Maschinen durch den stetig steigenden Anteil an Software und Regelungstechnik immer intelligenter und lernfähiger. Es sind aber auch ganz neue Konzepte der Fernwartung und des Condition Monitoring in der Zukunft zu erwarten. Damit können wir unseren Kunden weltweit eine hohe Verfügbarkeit der Anlagen im Produktionsprozess garantieren.

 Welche  Vorteile bieten  diese „eingebetteten Systeme“ hinsichtlich der technischen Innovationen und der Wettbewerbsfähigkeit?

 Tenhaef: Aufgrund unserer Kostenstrukturen am Standort Deutschland müssen wir technologisch immer einen Schritt voraus sein. Dabei ist es entscheidend, dass wir durch intelligente eingebettete Systeme einen messbaren Nutzen für den Kunden in seinem Produktionsprozess erzeugen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Maschinen weniger störanfällig sind oder sich an gewisse Veränderungen der Rahmenbedingungen ohne großes Umrüsten anpassen können.

 Exzellenz, Effizienz und Intelligenz sind die Schlagwörter, die für den Begriff „Intelligenter Produzieren“ stehen. Was muss man sich darunter vorstellen?

 Tenhaef: Ich würde die drei Schlagwörter mit „höchste Ansprüche an Qualität, Produktivität und Innovationskraft“ übersetzen. Es geht aber nicht nur um Maschinen und Anlagen, sondern auch um intelligente Konzepte der Arbeitsorganisation und der Mensch-Maschine-Interaktion. Die steigende Komplexität der Maschinen darf nicht zu einer zu hohen Komplexität für die Maschinenbediener führen.

 Technische Weiterentwicklungen lassen sich langfristig nur durch qualifizierte Fachkräfte realisieren. Wie groß ist die Nachfrage der Unternehmen derzeit an geeigneten Fachkräften und welche Entwicklung erwarten Sie für die nächsten Jahre?

Tenhaef: Zurzeit ist die Nachfrage und das Angebot an Fachkräften ausgeglichen. Die Unternehmen müssen aber heute schon für zehn Jahre voraus denken, damit wir nicht von der demografischen Entwicklung überrollt werden. Aktive Konzepte für die Personalentwicklung mit guter Facharbeiterausbildung, Weiterbildung und Bindungskonzepte für Leistungsträger sind vor allem für mittelständische Unternehmen eine Überlebensfrage in den nächsten Jahren.

 Welche Vorteile bietet die FMB den Mitgliedern des Vereins OWL Maschinenbau?

 Tenhaef: Der größte Vorteil ist sicherlich, dass die wichtigsten Systemlieferanten des Maschinenbaus einmal im Jahr ihre neuen Produktlösungen hier vor Ort präsentieren. Wir können daher ohne großen Reisekostenaufwand das Team unserer Entwicklungsingenieure zur Messe schicken, damit sie neue technologische Anregungen für die Innovationsentwicklung bekommen. Die Messe ist aber auch wichtig für das Image von OstWestfalenLippe als ein führender Maschinenbau-Standort in Deutschland. Die Fachwelt schaut einmal im Jahr auf uns als das deutsche Spitzencluster für Intelligente Technische Systeme.

 

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