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Ottemeier

Modernste Robotertechnologie steuert die Produktionsprozesse 

Die Ottemeier Werkzeug- und Maschinentechnik GmbH ist mit der Lohnbearbeitung von Werkzeug-, Vorrichtungs- und Maschinenbauteilen ein gefragter Spezialist für die schnelle und zuverlässige Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien. 

Jetzt hat das Unternehmen seinen Maschinenpark mit einer wegweisenden Technologie aufgerüstet und das Drahterodieren von Werkstücken bis zu über 100 Kilogramm in einen vollautomatischen Produktionsprozess integriert. Dieser wurde exakt auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt. Neben der Großteilbearbeitung von bis zu 5.000 Kilogramm bietet Ottemeier seinen Kunden nun auch eine exzellente, vollautomatisch gesteuerte Anlage für die Fertigung von hochgenauen Bauteilen.

Ottemeier

1. Im vollautomatischen Produktionsprozess bei Ottemeier werden die Werkstücke mit Hilfe von Robotertechnologie zu den Mess- und Drahterodiermaschinen transportiert.
2. Die Drahterodiermaschine AgieCharmilles CUT 3000 S von GF Machining Solutions mit vollautomatischem Drahtwechsler in der Roboterautomation bei Ottemeier.
3. Vollautomatische Einlagerung der Werkstücke im Werkstückregal. Fotos: Ottemeier

Höchste Präzision und beste Qualität
„Mit dem vollautomatischen Produktionsprozess können wir unseren Kunden im Bereich Drahterodieren eine Qualität auf allerhöchstem Niveau anbieten“, erklärt Geschäftsführerin Marion Ottemeier-Esken die Investition in die neue Technologie. Im Produktionsprozess sind drei Drahterodiermaschinen, eine Messmaschine, ein Voreinstellplatz, Regalplätze und eine Trockenstation miteinander verbunden. Der Roboter Indumatik® 150 übernimmt nach der Programmerstellung und dem Aufspannen der Werkstücke alle weiteren Arbeitsschritte: von der Einlagerung im Werkstückregal über den Transfer zur Messmaschine bis hin zur Bestückung der Drahterodiermaschinen. Auch die Abholung der fertigen Werkstücke sowie die Trocknung und Einlagerung sind voll automatisiert. Die Maschinenauswahl – eine Drahterodiermaschine AgieCharmilles CUT 2000 S sowie zwei Drahterodiermachinen AgieCharmilles CUT 3000 S (eine mit vollautomatischem Drahtwechsler) von GF Machining Solutions, eine Messmaschine des Herstellers Mitutoyo und das Nullpunktspannsystem von Partool – erfolgte unter den Ottemeier-Prämissen Perfektion und beste Qualität. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit höchster Präzision und bester Oberflächengüte bis zu Ra 0,08 µm lassen sich Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu über 100 Kilogramm bearbeiten – das sind ganz neue Dimensionen in der Automation beim Drahterodieren. Die Wiederholgenauigkeit liegt bei 2 µm. Der Roboterbereich, in dessen Zentrum ein 15 Meter langes Linearsystem und fünf autark abgesicherte Arbeitsbereiche stehen, befindet sich im voll klimatisierten Erodierraum und bietet damit ein optimales Arbeitsumfeld.

Viel Erfahrung und ausgefeilte Flexibilität
Aber nicht nur in puncto Qualität hat sich das Unternehmen durch die Automatisierung des Drahterodierens wieder einmal mehr auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingestellt und weiterentwickelt, erklärt Marion Ottemeier-Esken: „Unsere Kunden schätzen unser Know-how und die Spezialisierung auf individuelle Sonderlösungen. Sie wissen, dass wir ganz in ihrem Sinn wirtschaftlich und präzise arbeiten. Präzision und Qualität sind unabdingbare Voraussetzungen in unserem Metier. Wenn sich diese dann auch noch mit Flexibilität und Schnelligkeit bei der Auftragsabwicklung vereinbaren lassen, ist das ein weiterer wertvoller Vorteil für unsere Kunden.“ Durch die Robotertechnologie ist Ottemeier noch flexibler geworden. Kürzere Rüstzeiten, unterbrechungsfreies Arbeiten, aber auch das Einschieben von Aufträgen sind mittels Jobmanagement (zentrale Steuerung aller Maschinen durch einen Leitrechner) jederzeit möglich. Durch das externe Rüsten und die Nachtlaufzeiten lassen sich die Kapazitäten rund um die Uhr und ohne Maschinenstillstand nutzen. Die Vorteile für Ottemeier sind immer auch die Vorteile für die Kunden – bis hin zur moderateren Preisgestaltung.

Individuelle Vorgaben und unabhängige Entscheidungen
Ottemeier war es wichtig, dass trotz aller Automatisierung der Mensch im Produktionsprozess die Oberhand behält. Das System ist speziell auf die Bedürfnisse des Unternehmens und seiner Kunden entwickelt worden. Aus diesem Anspruch heraus ist eine Roboterautomation entstanden, bei der das Team von Ottemeier jederzeit entscheiden kann, wie die weitere Vorgehensweise der Arbeitsabläufe ist. Nicht die Maschine gibt vor, was zu tun ist, sondern der Mensch. Für die Umsetzung der individuellen Vorstellungen hat das Unternehmen mit der Indunorm Bewegungstechnik GmbH einen Partner gefunden, der alle Vorgaben zu 100 Prozent erfüllt hat. Die Techniker von Indunorm haben gemeinsam mit Ottemeier Neuland betreten. Die Anforderungen an den Linearachsroboter Indumatik® 150 und die Leitsoftware InduCELL waren enorm hoch, weil gleich drei Drahterodiermaschinen, eine Messmaschine, ein Voreinstellplatz, Regalplätze und eine Trockenstation verbunden werden mussten. Bei der mechanischen und elektrischen Umsetzung wurde darauf geachtet, dass alle angebundenen Maschinen jederzeit auch für eine manuelle Beladung zugänglich sind. Es wird zwischen Tag- und Nachtbetrieb unterschieden, um einen kontinuierlichen Betrieb auch in den Stunden zu gewährleisten, in denen kein Mitarbeiter verfügbar ist. Dabei transportiert der Roboter Indumatik 150 die Werkstückträger je nach Anzahl der Arbeitsgänge bis zu sieben Mal durch die Automation; alles gesteuert und dokumentiert durch die Leitsoftware InduCELL.