mawionline

Öffentliche Fördermittel

Wie der Antrag zum Erfolg wird

Johannes Müller (CMC/BDU) von der Johannes Müller Wirtschaftsberatung (BDU) Finanzkommunikation und Unternehmenssteuerung, über öffentliche Fördermittel und worauf bei der Beantragung zu achten ist.

 Herr Müller, was muss man bei der Beantragung von öffentlichen Fördermitteln beachten?

Johannes Müller: „Viele Förderarten sind für mittelständische Unternehmen sehr interessant. Einige Mittel sind nicht rückzahlbar oder nicht zu besichern.“

Johannes Müller: „Viele Förderarten sind für mittelständische Unternehmen sehr interessant. Einige Mittel sind nicht rückzahlbar oder nicht zu besichern.“

Johannes Müller: Bei nahezu 2.000 Richtlinien in EU, Bund und Bundesländern ist für einen möglichen Antragsteller nur wenig Transparenz gegeben. Fast 70 Prozent dieser Richtlinien befassen sich mit Zuschüssen. Informationen darüber, wie und durch wen diese zur Verfügung gestellt werden, sind sehr schwer zu bekommen. Daher bedarf es vertrauenswürdiger Partner, die Sie mit Fachkompetenz unterstützen können. Darüber hinaus sollten Sie berücksichtigen: Kreditinstitute sind vor allen Dingen im Bereich der Kredite und bei Bürgschaften, z.B. bei Existenzgründungen, bestens informiert. Das Segment der Zuschüsse ist jedoch nicht deren originäres Geschäft. Deshalb sollte dafür Ihr erster Ansprechpartner ein unabhängiger Fördermittelspezialist sein.

 Ist es bei so niedrigem Zinsniveau wie derzeit überhaupt sinnvoll, öffentliche Fördermittel einzusetzen?

 Johannes Müller: Viele Förderarten sind für mittelständische Unternehmen sehr interessant. Einige Mittel sind nicht rückzahlbar oder nicht zu besichern. Andere helfen anstelle von Bankkrediten, mit haftungsfrei gestellten Darlehen oder stellen Sicherheiten zur Verfügung. Allerdings dauert es bis zur Zusage oft sechs bis zwölf Wochen. Da sollte man sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen, sonst können schnell Engpässe auftreten. Einige Banken bieten allerdings anstelle der Förderkredite eigene Mittel an, da sie schneller zur Verfügung gestellt werden können. Auch ist der Ertrag für die Banken bei eigenen Mitteln weitaus höher. In anderen Fällen bestehen die Banken sogar auf den Einsatz von Fördermitteln, um ihr eigenes Risiko in einer Finanzierung zu minimieren. Das ist den neuen Regulierungen gemäß Basel III geschuldet.

Worauf ist bei der Beantragung und Beratung von Fördermitteln zu achten?

 Johannes Müller: Hier ist es hilfreich, mit erfahrenen Spezialisten zusammen zu arbeiten. Dabei sollten Sie unbedingt folgende Punkte berücksichtigen:

1. Stellen Sie einen Antrag über einen kompetenten Berater. Denn ohne Antrag gibt es keine Fördermittel.
2. Stellen Sie den richtigen Antrag, denn falsch zugeordnete Projekte führen zur Antragsablehnung.
3. Nutzen Sie die Erfahrungen und Expertise der Spezialisten, die seit Jahren Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Fördermitteln haben. Lassen Sie sich Referenzen vorlegen.
Zu guter Letzt: Die Antragstellung muss auf jeden Fall vor Beginn der Maßnahme erfolgen.

Kontext

Die Johannes Müller Wirtschaftsberatung ist Teil eines erfahrenen Partnernetzwerkes mit direktem Zugang zu Förderstellen und langjährigen Kontakten zur Europäischen Union. Umfangreiche Erfahrungen resultieren aus der Begleitung von rund 2.000 Projekten mit einem Volumen von ca. 8 Mrd. Euro in den letzten Jahren.

Weitere Informationen: www.mueller-beratung.de

Hinterlasse einen Kommentar