 |   Eike Diestelkamp: „Ein Wiki sollte Schritt für Schritt mit einer kleinen Gruppe von Mitarbeitern eingeführt werden.“
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Ob für das Wissensmanagement, Projektmanagement oder die interne Kommunikation - für jede Anforderung gibt es spezielle Software. Die Auswahl scheint kaum eruierbar. Oft wird in einem Unternehmen lange geplant, um dann doch nur eine Lösung einzusetzen, die nicht alle Wünsche erfüllt oder teuer ist. Dabei ist es so einfach, mit einem Wiki viele Anforderungen eines Betriebes abzudecken. Wikis sind in aller Munde. Wikipedia, das alternative Lexikon im Internet, kennt heute wohl jeder. Noch wenig bekannt ist hingegen, wie einfach sich ein solches Wiki in einem Unternehmen einsetzen lässt. „Wiki“ ist hawaiisch und bedeutet „schnell“. Und schnell sind diese Wissenssysteme im Internet und Intranet tatsächlich, wenn man auf der Suche nach Informationen ist und sie einfach online abrufen möchte.
„Dennoch gibt es immer noch viele Unternehmen, die sich die Vorzüge eines Wikis noch nicht zunutze machen, bzw. noch nicht einmal darüber nachgedacht haben, so ein System einzusetzen. Dabei lässt sich in jedem Unternehmen ein erfolgreiches Wissensportal aufbauen“, sagt Eike Diestelkamp, Geschäftsführer HDNET GmbH & Co.KG mit Sitz in Werther. Das Engagement lohne sich und die Einsatzgebiete von Wikis sind vielfältig. Wissensmanagement: Ein Wiki ist zunächst eine Kooperationsplattform, die den Austausch von Wissen zwischen Mitarbeitern, Standorten oder sogar mit Kunden unterstützt. Sinnvolle Einsatzgebiete sind zum Beispiel die Dokumentation von Projekten oder Organisationsstrukturen. Aber auch Lexika, wie Branchen- oder das Unternehmenslexikon können in einem Wiki einfach und schnell abgebildet werden. Customer-Relationship-Management: Informationssammlungen zu Kunden, Kundenprojekten, Geschäftsfeldern, Abteilungen, Produkten, Partnern und Dienstleistern können in einem Wiki dezentral erfasst und gepflegt werden. Dokumentenmanagement: Für die Bereitstellung von Handbüchern und Arbeitsanweisungen bietet sich ein Wiki an. Jeder Mitarbeiter kann hier direkt Verbesserungsvorschläge vornehmen. Im Diskussionsbereich zu jeder Seite kann man sich bei strittigen Punkten einigen. Für viele Unternehmen ist die Integrationsleistung, die durch die Einführung eines Wikis unterstützt wird, der größte Nutzen. „Viele Manager und Führungskräfte sind sich im Übrigen einig, dass Wikis eine positive Auswirkung auf die Unternehmenskultur haben“, so Eike Diestelkamp. Hauptgrund für den Einsatz eines Wikis seien die Unterstützung und Harmonisierung von Arbeit und Prozessen. Jeder Mitarbeiter kann und soll möglichst viele Informationen und Wissen in das Wiki eingeben und es rege als Kooperationsplattform nutzen. Besondere Redaktionsprozesse gibt es nicht. Jeder Mitarbeiter hat die gleichen Zugriffs- und Eingaberechte.Das klingt ungeordneter als es sein muss, denn die Qualität und Strukturierung der Inhalte steht und fällt mit dem vorab installierten Aufbau und der Gliederung von Themengebieten. Ist das von Anfang an klar und gut durchdacht, werden auch die eingestellten Inhalte leicht aufzufinden sein.
„Häufig angeführte Kritik, Inhalte würden ungeprüft veröffentlicht und „Vandalismus“ - das bewusste Zerstören von Information oder die absichtliche Falschinformation – sei an der Tagesordnung, kann widerlegt werden. Konkrete Erfahrungsberichte und Studien belegen, dass dies keine Rolle spielt. Untersuchungen an der deutschen Wikipedia-Seite haben ergeben, dass Vandalismus eher zu einer Qualitätsverbesserung von Artikeln führt, da sich die Aufmerksamkeit erhöht“, beschreibt Wiki-Spezialist Diestelkamp. Dennoch darf nicht unterschätzt werden, wie die Informationen in eine solche Kooperationsplattform gelangen. Es reicht nicht aus, ein Wiki zu installieren und darauf zu hoffen, dass sich die Mitarbeiter im Unternehmen von heute auf morgen damit anfreunden. „Es ist viel sinnvoller mit einer kleinen Gruppe ein Wiki einzuführen und nach und nach immer mehr Mitarbeiter zu gewinnen. Gute Kenntnisse von Gruppenprozessen und der Motivation potenzieller Wissensgeber und -nutzer sind entscheidend für den Erfolg“, sagt Eike Diestelkamp.
Weitere Informationen: www.HDNET.de
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