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Personal & Wirtschaft – 04/10
22. März 2010
Fischer Panda – Power wherever you are

Dr. Hans-Joachim Herbermann, geschäftsführender Gesellschafter: „Am Anfang steht eine Vision, die in eine Strategie gefasst werden muss.. Ohne engagierte Mitarbeiter, eine flexible IT-Lösung und einem starken Partner wie z.B. S&S ist dies kaum zu machen.“

 

Stetiges Wachstum mit transparenten Prozessen 

Die Fischer Panda GmbH entwickelt, produziert und vertreibt seit über 30 Jahren schallgedämmte Stromaggregate für die mobile Bordstromversorgung. Ob auf Schiffen, in Bussen oder überall dort, wo Strom benötigt wird, findet man häufig Fischer Panda Diesel-Strom-Generatoren. Dabei sind die Formel 1, Mannschaftsbusse der Bundesligavereine oder Fernsehübertragungswagen nur einige Vorzeigeobjekte.  Die Produkte zeichnen sich durch geringe Größe, ihr geringes Gewicht, ihr Effizienz  und ihre geringe Geräuschentwicklung aus. Dies ist auch die Grundlage des Unternehmenserfolges, der in den letzen Jahren konstant positiv ist. Der Umsatz konnte in den Jahren 2005 bis 2008 verdoppelt werden, wobei der Exportanteil in 2008 bei über 80% lag. Ein seit Jahren bewährter Kreis von hervorragend qualifizierten Vertriebspartnern in über 60 Ländern gewährleistet einen hohen Bekanntheitsgrad und außergewöhnlich gute Kontinuität in der Präsenz. Fischer Panda unterhält darüber hinaus selbstständige Vertretungen in den USA, Großbritannien und seit kurzem auch in China. Ein Netz von über 150 autorisierten Fachhändlern und Servicestationen betreuen die Kunden weltweit.

„Planung ist das halbe Leben“

Im Stammwerk in Paderborn laufen alle Fäden zusammen. Hier sitzt auch die Verwaltung, von der aus das Unternehmen gesteuert wird. Mit der Einführung der MESONIC ERP-Software im Jahre 2004 wurden wichtige Ziele verfolgt. Die Abbildung der kaufmännischen Aufgaben und Prozesse sollte durch eine Standardsoftware ermöglicht werden, die gleichzeitig die Möglichkeit bietet, die technischen Informationen und Daten der Produkte zu integrieren. Dabei haben der Warenfluss und die Mehrwertkette eine besondere Gewichtung. „Es ist wichtig zu wissen, welche Komponenten und Materialien in den jeweiligen Generator eingeflossen sind. Testdaten und technische Informationen müssen jederzeit im Zugriff sein“, so eine Kernforderung von Fischer Panda. Hierfür wurde vor Einführung der WINLine eine selbstentwickelte Datenbank genutzt, die aufgrund der Komplexität immer mehr an Übersichtlichkeit im Laufe der Jahre verloren hatte. Die Bedienbarkeit war ein weiteres Problem der selbsterstellten Lösung.

Mit Einführung der ERP-Software WINLine aus dem Hause MESONIC wurde folgender Ansatz gewählt:

Standardprozesse werden in der Standardsoftware abgebildet und individuelle Anforderungen integriert.

Dabei werden die Konstruktionsdaten aus dem CAD-System mit der Warenwirtschaft verbunden und eine separate Datenbank nimmt die technischen Informationen auf. Alles ist über das führende System WINLine miteinander verbunden, damit die Datenstruktur einheitlich und eindeutig bleibt. Somit ist eine klare Struktur für die kaufmännischen und technischen Daten gegeben, was für die abzubildenden Prozesse auch hinsichtlich der Zugriffsberechtigungen ausgesprochen wichtig ist.

Bei der Umsetzung des Gesamtprojektes wurde zunächst die Finanzbuchhaltung (FIBU) eingeführt. Dies ist standardisiert und wird von der WINLine mit Bravur gemeistert. Auffällig ist hier die Benutzerfreundlichkeit und Klarheit der Buchungsmaske. Im Rahmen der FIBU wird auch die Kostenrechnung (KORE) bedient, sodass alle Belege ohne großen Aufwand den jeweiligen Kostenstellen und Kostenträgern zugeordnet werden können. Einzelne interne (Um-)Buchungen innerhalb der KORE können natürlich auch erfasst werden. So entsteht ein sehr transparentes Bild der Finanzflüsse und innerbetrieblichen Bewertungen. Die integrierte Betriebsdatenerfassung (BDE) ergänzt diese Informationen und dokumentiert die jeweiligen Prozesse. In der BDE  werden die Tätigkeiten festgehalten und dem jeweiligen Produkt zugeordnet. Wer hat wann was für wen gemacht? – dies sind im Hause Fischer Panda keine offen Fragen mehr, sondern fester Bestandteil einer Transparenz, die sich aus dem Anspruch nach ständiger Weiterentwicklung ergibt. So ist auch das starke Wachstum des Unternehmens zu erklären, welches durch eine klare Strategie, ein transparentes Konzept und eine konsequente Umsetzung an sich arbeitet.  Die KORE und BDE wurden in der zweiten und dritten Phase  eingeführt, sodass dass die ständige Entwicklung mit den jeweiligen Erfahrungen vorangetrieben wurde.

Im Rahmen des Warenflusses wurde zunächst eine flexible Bedarfsermittlung gefordert. Als Grundlage hierfür diente eine ABC-Analyse der Artikel und Materialen. Eine besondere Beachtung fanden die sogenannten Schüttgüter. Diese sind nicht Bestandteil einer Stückliste, sondern werden nach Verbrauch bestellt. Das „dynamische Bestellwesen“ ermittelt den Verbrauch und bestimmt somit die Lagermindest- und Lagersollangaben. Den Rest erledigt die WINLine über Bestellvorschläge. Bei allen anderen Artikel werden diese Werte fest hinterlegt oder ergeben sich aus den vorliegenden Verkaufs- und Produktionsaufträgen bedarfsbezogen.

Stücklisten und Baugruppen dienen der Transparenz

Die Abbildung des Endproduktes in der WINLine kann über Stücklisten erfolgen, die sich aus verschiedenen Baugruppen zusammensetzen. Jede Baugruppe besteht aus einzelnen Artikeln, auch Baugruppen, die separat verwaltet werden können (Fertigmeldung – Lagerführung). Somit ist auch die Mehrfachverwendung von Baugruppen möglich und nachvollziehbar.

Bei Fischer Panda wird bei der Fertigmeldung das verbrauchte Material dem Endprodukt zugeordnet und vom Lager gebucht. Das Fertigprodukt steht zur Auslieferung bereit und wird über den Lieferschein/Rechnung dem Kunden zugeordnet. Somit ist eine lückenlose Nachvollziehbarkeit gegeben und Schwachstellen, die über Qualitätstests und Rückmeldungen der Kunden erkannt werden, können so schnellstmöglich aufgespürt und eliminiert werden. Die Produktentwicklung und –verbesserung ist somit fester Bestandteil des Warenflusses und der Mehrwertkette.

Dr. Hans-Joachim Herbermann, geschäftsführender Gesellschafter: „Am Anfang steht eine Vision, die in eine Strategie gefasst werden muss. Alles andere entwickeln wir daraus. Wir sind bemüht, uns ständig zu verbessern und den Veränderungen Rechnung zu tragen. Ohne engagierte Mitarbeiter, eine flexible IT-Lösung und einem starken Partner wie z.B. S&S ist dies kaum zu machen. Wir sind froh, ein solches Team zu haben.“

 



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