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Nachhaltigkeitsmesse Green Live

Erlebnis Nachhaltigkeit

Premiere für ein neues Veranstaltungsformat im A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück: Auf der Nachhaltigkeitsmesse Green Live präsentierten gut 80 Aussteller „grüne“ Produkte, neue Formate und nachhaltige Innovationen.

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Zum Auftakt der Messe: Probetanken – 100 Prozent Ökostrom kommt aus der Ladesäule der Gütersloher Stadtwerke

Für Veranstalter Markus Tenkhoff sind es nicht nur Umweltschutz und wirtschaftliche Interessen, die eine Nachhaltigkeitsmesse, die sich auf das drei-Säulen-Modell beruft, berücksichtigen müsse. „Hier geht es insbesondere auch um soziale Aspekte“, ist der Inhaber der Marketing-Agentur GetPeople mit Sitz in Bad Salzuflen überzeugt. Dass sich Wirtschaftlichkeit, Umweltbewusstsein und soziales Engagement im Sinne der Nachhaltigkeit nicht ausschließen müssen, beweist zudem seine seit 2009 jährlich wiederkehrende grüne Lebensstil-Messe „Bremer Nachhaltigkeitstage“.

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit hat auch das A2 Forum seine Flächen und sein Messe-Equipment zur Verfügung gestellt. „Wir haben beim Standbau komplett auf vorhandenes Mobiliar zurückgegriffen, um Ressourcen zu schonen. Für die  Dekoration wurden Naturmaterialien und ausschließlich Topfpflanzen verwendet“, beschreibt Geschäftsführer Jörg W. Begemann, den nachhaltigen Anspruch. Der sich auch bei den verwendeten Leuchtmitteln und beim hauseigenen Caterer, der für die Kreation seiner Gerichte ausschließlich regionale Produkte aus ökologischem Anbau verwendete, fortsetzte.

Theo Mettenborg, Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück, sieht die Messe am richtigen Ort: „Für uns als Klimaschutzkommune haben Nachhaltigkeit sowie Klima- und Umweltschutz einen hohen Stellenwert. Ich begrüße es, dass „Green Live“ erstmalig eine Nachhaltigkeitsmesse mit einem Schülerkongress verbindet. So bietet sie zugleich einem breiten Publikum wie auch besonders Jugendlichen vielfältige Informationen aus allen Themenfeldern rund um den Umwelt- und Klimaschutz.“

Premiere auch für eine nachhaltige Innovation in der Energiegewinnung Erstmals bekamen die Besucher ein exklusives Windkraftrad zu sehen, dass in Form und Design einzigartig ist und im März auf der Messe New Energy in Husum vorgestellt wird. Das unter dem Projektnamen LuvSide präsentierte Windrad wurde von dem Gütersloher Unternehmen Meine Energiewende entwickelt. „Wir haben uns intensiv und lange mit dem Thema Windkraft beschäftigt und festgestellt, dass alle bisherigen Anlagen noch nicht ausgereift waren. Mit unserem Projekt sind wir einen großen Schritt weiter gekommen“, sagt Patrick Sagemüller, Gründer des Start-up. Die Windkraftanlage ist für die Nutzung von Häusern konzipiert. Sie ist für die Windzone vier ausgerichtet und eignet sich für Windstärken wie sie an der Nordsee vorherrschen. Die kleine, aber feine Anlage liefert gut 2000 KW Strom (Verbrauch einer Doppelhaushälfte liegt bei 3500 bis 4000 KW). „Wir befinden uns am Anfang, möchten parallel zu dem aktuellen Projekt noch ein Windrad, dass eine Windzone größer und eine Zone kleiner ist, auf den Markt bringen“, so Sagemüller.