title=

mawi-Innovationsranking

Westfalens Beste 2016

Sie gehören zu den drei innovativsten Unternehmen in Westfalen und belegen im mawi­Innovationsranking 2016 die ersten drei Plätze. Grundlage für die Bewertung waren die in 2016 veröffentlichten Patent­ und Gebrauchsmusteranmeldungen beim Deutschen Patentamt in München.

Das Besondere: Die drei bestplatzierten Unternehmen aus 2014 und 2015 haben auch im vergangenen Jahr ihre Positionen behalten, so dass Miele & Cie. KG, Gütersloh, zum dritten Mal auf Platz eins und das Blomberger Unternehmen Phoenix Contact GmbH & Co. KG auf Platz zwei stehen. HELLA KGaA Hueck & Co. mit Sitz in Lippstadt nimmt weiterhin den dritten Platz ein.
In unserem Kreisranking gab es ebenfalls keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr: Der Kreis Gütersloh verteidigte erneut seinen ersten Platz.
Weitere Platzierungen finden Sie in unserem Ranking. Alle Zahlen aus dem Unternehmensranking stehen unten auf dieser Seite.

Westfalens Beste 2016

Das mawi-Innovationsranking zeigt die innovativsten Unternehmen und Standorte in Westfalen in 2016*. Es spiegelt die konsequente Förderung und Umsetzung von Innovationen von der Idee bis zur Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung wider und dokumentiert zugleich das regionale Potential und die ökonomische Leistungsfähigkeit.

Für die Entwicklung neuer Produkte und den Erhalt der eigenen Innovationsstärke und Wettbewerbsfähigkeit gewinnt die Digitalisierung eine zunehmend wichtige Bedeutung. Lesen Sie, wie die Unternehmen auf die neuen Technologien und die Schaffung digitaler Angebote reagieren wollen.

Platz 1: Miele & Cie. KG
„Ausgetretene Pfade verlassen und den Kompass im Blick behalten“

Für Miele als Hersteller hochwertiger Hausgeräte spielt die Vernetzung von Geräten im „smarten“ Zuhause eine immer wichtigere Rolle, etwa durch Kombination klassischer Funktionen mit virtuellen Kochassistenten oder neuen Servicekonzepten. Außerdem setzen wir auf die intelligente Automatisierung in der Fertigung und Montage, für schnellere und flexiblere Auftragsabwicklung, mehr Präzision und bessere Ergonomie. „Industrie 4.0“ lautet das Stichwort.

Miele & Cie. KG

Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter

Hier wie dort gilt Miele als Vorreiter seiner Branche und darüber hinaus. Erreichen – und ausbauen – lässt sich dies nur, wenn man ausgetretene Pfade verlässt, dabei aber den Kompass im Blick behält. Hierbei helfen uns kreative und neugierige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch ein strategischer Fokus mit klaren Prioritäten. Wir profitieren von der Einbindung in eine hochinnovative Region mit dem Technologie-Netzwerk „it’s owl“, zu dessen Initiatoren auch Miele zählt.
Derzeit bieten wir als einziger Hersteller ein vernetztes Dosiersystem für Flüssigwaschmittel mit automatischer Benachrichtigung und Bestelloption, wenn eine Kartusche bald leer ist. Außerdem wurde unsere App für die mobile Gerätesteuerung gerade um 1000 exklusive Miele-Rezepte und tolle Zubereitungsvideos erweitert – hierfür kooperiert Deutschlands traditionsreichste Hausgerätemarke mit Kitchen Stories, einem jungen Berliner Unternehmen, von zwei Uniabsolventinnen gegründet und Shooting Star unter den Foodportalen. Spannende Inspiration für weitere digitale Anwendungen von hohem Kundennutzen ergab eine Projektstudie zur Kombination eines Miele Backofens mit dem IBM-Supercomputer und TV-Quiz-Champion „Watson“. Um weitere Projekte dieser Art zu forcieren, baut Miele gerade einen eigenen Geschäftsbereich „Smart Home“ auf – und hat darüber hinaus ein Tochterunternehmen gegründet für die Beteiligung an vielversprechenden jungen Technologieunternehmen.
Zum Thema „Industrie 4.0“ gibt es schon jetzt etwa 30 Projekte, wobei unser „Flaggschiff“ in der Dampfgarer-Montage bei Miele in Bünde zu besichtigen ist. Hier bringen eine Art „Hallen-Navi“ und lernende Assistenz-Apps den Beschäftigten eine wirklich wegweisende Erleichterung bei der Montage von mehr als 300 verschiedenen Produktvarianten: Jedes Gerät wird komplett von nur einem Werker montiert – und die Anlage weiß jederzeit alles über jedes Gerät wie auch über typische Fehlerquellen bei der Montage. Bei den Führungen durch unser Stammwerk Gütersloh sind derzeit unsere fahrerlosen Transportsysteme ein Besuchermagnet. Und hier wie auch in Bielefeld sind bereits so genannte kollaborative Roboter im Einsatz: Mensch und Maschine arbeiten hier sozusagen Hand in Hand – anstatt durch Gitter oder Lichtschranken getrennt zu sein.

Platz zwei: Phoenix Contact GmbH & Co. KG
„Bereitschaft zur ständigen Erneuerung“

Die Digitalisierung in der Industrie ist unaufhaltsam. Sie verändert bestehende Strukturen, verdrängt traditionelle Technologien und entwickelt dabei eine Dynamik, die noch nie dagewesen ist und auch kein absehbares Ende hat. Die ständige Bereitschaft zur Veränderung, hohe Schnelligkeit und eine flexible Anpassungsfähigkeit sind elementar, um die Herausforderungen der Digitalisierung wirklich als Chance anzunehmen. Nur so können Zukunftsfähigkeit und Wachstum eines Unternehmens  gesichert werden. Nicht alles wird sich überall und vollständig ändern. Hier gilt es, zwischen Kerngeschäft und Neugeschäft zu unterscheiden. Aber auch im Kerngeschäft setzt die Digitalisierung große Veränderungsimpulse, wodurch Geschäftsprozesse aktiv umgestaltet werden müssen. Neben dem Kerngeschäft gilt es, das Feld neuer Geschäftsideen zu bestellen und zu Wachstum zu bringen, um auch bei höherer Veränderungsdynamik  den Innovationsgrad unverändert hoch zu halten.

Phoenix Contact GmbH & Co. KG

Angela Josephs, Pressesprecherin und Leiterin der Presse­ und Öffentlichkeitsarbeit, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg

Im Feld neuer Geschäftsideen wird eine Innovationskultur geboten, die gezielt Freiraum für disruptive Ideen und neue Geschäftsmodelle bietet. Dieser Freiraum soll ermöglichen, das Neue und Disruptive aufzugreifen und aktiv umzusetzen. Das Kreativitäts-Potential im eigenen Haus kann nur in einer echten Innovationskultur gedeihen, die Raum zur Entfaltung ungewöhnlicher Ideen sowie deren Umsetzung bietet und auch das Scheitern als Teil dessen zulässt. Wenn im Unternehmen selbst Ideen zur Serienreife gelangen, haben sie hier den Raum, als Spin-off-Jungunternehmen unter völlig anderen Rahmenbedingungen neues Geschäft zu generieren.
Das Aufspüren von Innovationspotential am freien Markt sowie an Hochschulen und Universitäten bereichert die eigenen Entwicklungen gerade um disruptive Ansätze. Mit Venture Capital ausgestattet, können innovative Produkte oder Geschäftsmodelle von Start-Up-Unternehmen unterstützt werden, ohne das Kerngeschäft zu belasten. Beispielsweise war bisher reines Online-Geschäft im Hochtechnologiebereich eher ungewöhnlich. Erfolgreiche Unternehmen zeigen jedoch, dass es funktioniert und neue Ansätze die Globalisierung von Kundenkontakten sowie weltweite Service- und Support-Konzepte möglich machen.

Innovationskraft, Marktführerschaft und profitables Wachstum stellen die Zukunft eines Unternehmens sicher. Der Bereitschaft zur ständigen Neuerung ist dabei noch nie so viel Bedeutung zugekommen wie heute.

Die weiteren Platzierten: Schulte, Guido 19, Herbert Kannegiesser 15, Simonswerk 14, Krallmann Gruppe 14, Dürkopp Adler 14, HBPO 13, Funke Kunststoffe 13, paragon AG 12, Pöttker 12, Athmer oHG 11, Schmitz Cargobull AG 10, Wemhöner Surface, 9, Kolbus 9, Melitta Gruppe 9, GEA Mechanical Equipment 9, Universität Paderborn 8, BJB 8, HAVER & BOECKER 8, Emsa 8, Wedi 8, Böllhoff 8, Hanning Elektro-Werke 7,  Zumtobel Lighting 7, IMA Klessmann 7, Briloner Leuchten 7, B. Strautmann & Söhne 7, Hengst SE 7, Mondi Consumer Packaging Technologies 7, Hanning & Kahl 6, Hermann Bock 6, Willhelm Modersohn 6, adp Gauselmann 6, BEUMER 6, Sprick 6, Strödter Handhabungstechnik 6, hülsta-werke Hüls 6, Johann Borgers 6, Hupfer Metallwerke 6, Wolf PVG 5,  Cofresco Frischhalteprodukte 5, KBA-Kammann 5, WAP Fahrzeugtechnik 5, German Sport Guns 5, Dallmer 5, Oventrop 5, SKS metaplast Scheffer-Klute 5, egeplast international 5, Schmitz-Werke 5, TECE 5, B. Maier Zerkleinerungstechnik 5, Ferdinand Lusch 5, Hymmen Maschinen- und Anlagenbau 5, Frauenthal Automotive Management 5, Westfälische Wilhelms-Universität Münster 5, Trelock 5, Wenker 5, Haverkamp, Bernhard 5

Über mawi

100 % Wirtschaft – mit diesem Anspruch ist markt & wirtschaft westfalen vor über 18 Jahren angetreten, ein Wirtschaftsmagazin für die Entscheider in den Unternehmen in der Region herauszugeben. Seitdem berichtet markt & wirtschaft im sechswöchentlichen Rhythmus über zukunftsweisende Themen und Trends und zeigt, wie spannend und erfolgreich die regionale Wirtschaft ist.

mawi-Newsletter abonnieren