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Kolumne: Junge Zielgruppen im Lokalradio

Wunsch und Wirklichkeit

Jetzt ist es März und wir haben einen ersten Eindruck wie sich das neue Jahr anfühlt und welche Herausforderungen zu bewältigen sind. Das betrifft auch mein heutiges Thema.

 

Melanie Schwarz ist Verkaufsleiterin im Medienunternehmen ams – Radio und MediaSolutions und verantwortet die Vermarktung von Lokalradios in den Kreisen Gütersloh, Warendorf und Paderborn/Höxter sowie die Kundenberatung und –betreuung für den Bereich MediaSolutions mit den Geschäftsfeldern Audio, Video und Event.

Melanie Schwarz ist Verkaufsleiterin im Medienunternehmen ams – Radio und MediaSolutions und verantwortet die Vermarktung von Lokalradios in den Kreisen Gütersloh, Warendorf und Paderborn/Höxter sowie die Kundenberatung und –betreuung für den Bereich MediaSolutions mit den Geschäftsfeldern Audio, Video und Event.

Junge Zielgruppen in einem klassischen Medium ansprechen. Ist das im Zeitalter der mobilen Nutzung überhaupt realistisch? Oder gerade deshalb möglich? Jedes Medium kämpft um die jungen Zielgruppen. Im demografischen Wandel liegt zwar der größere prozentuale Anteil der Bevölkerung im Bereich von 50 Jahre und älter. Die Industrie und werbetreibende Wirtschaft will aber die jungen Menschen bis 49 Jahre ansprechen. Das ist die sogenannte werberelevante Zielgruppe.
Also bemühen sich alle Medien um junge Nutzer. Magazine und Tageszeitungen bieten ihre Inhalte als ein Online-Abo an, was man über Smartphone oder Tablet nutzen kann. Die TV-Sender versuchen mit Serien aus den USA und Talentshows die Zielgruppe im Alter von 14 bis 29 Jahren zu begeistern und an sich zu binden.
Und was macht das älteste elektronische Medium, das Radio? Landesweite öffentlich-rechtliche Sender verfügen über mehrere UKW-Frequenzen und nutzen dann eine Frequenz für einen Sender mit relativ jungem Programm. Relativ. Schaut man genauer hin, nutzen diese Programme Menschen im Durchschnittsalter von deutlich über 30.
Das Lokalradio hat keine zusätzlichen UKW-Frequenzen, und kann solche in NRW nach einer jüngst getroffenen Entscheidung der LfM-Medienkommission auch niemals bekommen. Junge Menschen aber wollen im Radio ihre Musik hören und sind an ihren Themen interessiert. Party, Charts, Kino, Veranstaltungen, Mode, Trends – dies alles in ihrem lokalen Mikrokosmos. Das deckt sich nicht immer mit den Interessen aller Lokalradiohörer werktags von 5 bis 20 Uhr. Deshalb wurde in unserer Region vor zweieinhalb Jahren ein Programm speziell für junge Leute entwickelt, das auf den Frequenzen der Lokalradios ausgestrahlt wird: deinfm owl (auf Radio Bielefeld, Radio Gütersloh, Radio Herford, Radio Westfalica, Radio Hochstift) und deinfm waf (auf Radio WAF) senden am Freitag und Samstag von 21 bis 24 Uhr und am Sonntag von 18 bis 20 Uhr.
Dieses von jungen Moderatoren produzierte Programm bringt authentisch das Lebensgefühl junger Menschen ins Lokalradio. Es schließt die Lücke zwischen den Radiohörer-Generationen und bietet damit auch für Werbetreibende, die eine junge Zielgruppe ansprechen möchten, eine attraktive Plattform. Und das ist auch ohne eigene UKW-Frequenz möglich: Im Lokalradio sowie rund um die Uhr im Web und als App.