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Kolumne INNOVATIONEN: Produktideen ohne Vermarktungskonzept sind wertlos

Eine gute Produktidee ist zum Scheitern verurteilt, wenn diese nicht angemessen beim Endkunden angeboten wird.  Christof Paul, Vorstandsvorsitzender des Vereins ProID – Allianz zur Förderung von Produkt-Innovationen in Deutschland,  über die Wichtigkeit eines schlüssigen Vermarktungskonzeptes.

Christof Paul, Vorsitzender ProID e.V., ist Designmanager und Entwickler in einem Entwicklungsbüro in Essen-Zollverein. Der Verein berät Unternehmen zum Thema „Innovationen“ und begleitet verschiedene Jugendprojekte.

Christof Paul, Vorsitzender ProID e.V., ist Designmanager und Entwickler in einem Entwicklungsbüro in Essen-Zollverein. Der Verein berät Unternehmen zum Thema „Innovationen“ und begleitet verschiedene Jugendprojekte.

Bei allen Produktvermarktungen stellen sich immer drei Fragen: Was, wie und womit? Sind diese Fragen ausreichend beantwortet, so kann ein Produkt erfolgreich und so zu einer Innovation auf dem Markt werden.

WAS?

Ein Produkt soll eine Funktion erfüllen. Der potentielle Käufer muss diese Funktion verstehen und sich für diese interessieren. Der Produktzweck ist entweder selbsterklärend, erklärungsbedürftig oder setzt eine bestehende, bekannte Produktgeneration fort. Jede dieser drei Produkteigenschaften muss gut betrachtet werden. Fragen wie „Kann ich potenziellen Kunden mein neues Produkt einfach erklären?“ oder „Stellt sich dem Kunden die Verbesserung zum Vorgängerprodukt dar?“ können dabei der Ausgangspunkt einer solchen Betrachtung sein.

WIE?

Ein Produkt muss viele Endkunden ansprechen und von ihnen gekauft werden. Dies klingt logisch, stellt aber für einige Produkte oder Start-Up-Unternehmen bereits eine große Herausforderung dar. So muss sich der Unternehmer fragen, ob er einen eigenen Vertrieb oder einen vorhandenen Vertriebskanal von Drittanbietern (Verkaufsplattform im Internet oder Ladenkette) nutzen will, oder Zeit und Geld investieren kann, um einen neuen Vertrieb aufzubauen.

WOMIT?

Alle Aktivitäten zur Bekanntmachung eines Produktes – vom Marketing über Werbemaßnahmen bis zu Vertriebsplattformen – benötigen Finanzmittel. Die Frage der Finanzierung muss bereits bei der ersten Entscheidung „Will ich mit der Produktidee weitere Schritte gehen?“ betrachtet werden. Die Finanzmittel sollten Produktentwicklung, Fertigung und Vermarktung ermöglichen. Nicht selten ist eine Produktentwicklung abgeschlossen und weitere Schritte können vorerst nicht finanziert werden.
Zur Planung von neuen Produktideen, -entwicklungen, und -Vermarktungen hilft ein Businessplan, um Finanzen, Schritte, Zeitabläufe, Risiken, Chancen und Ziele zu betrachten. Auf diese Weise kann systematisch eine Innovation entstehen.

Weitere Informationen: www.ProID-eV.de