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Kirchensteuer auf Kapitalerträge

Bund der Steuerzahler NRW rät, sich registrieren zu lassen

Unternehmen, die Kapitalerträge ausschütten, sollten sich rechtzeitig darauf einstellen, dass die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ab dem nächsten Jahr automatisch abgezogen wird. (Foto: Fotolia)

Unternehmen, die Kapitalerträge ausschütten, sollten sich rechtzeitig darauf einstellen, dass die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ab dem nächsten Jahr automatisch abgezogen wird. (Foto: Fotolia)

Ab 2015 gilt für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ein automatisiertes Abzugsverfahren. Banken, Versicherungen, Bausparkassen und Kapitalgesellschaften, die Gewinnanteile (Dividenden) an die Gesellschafter ausschütten, müssen dazu die Religionszugehörigkeit des Sparers, Versicherungsnehmers oder des Gesellschafters beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abfragen. Diese Pflicht trifft selbst den Alleingesellschafter-Geschäftsführer für seine „eigene“ GmbH. Was zu tun ist, erklärt der Bund der Steuerzahler.
Unternehmen, die Kapitalerträge ausschütten, sollten sich rechtzeitig darauf einstellen, dass die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ab dem nächsten Jahr automatisch abgezogen wird. Vorher müssen sich die Unternehmen beim BZSt zertifizieren (registrieren) lassen. Mit dem Zertifikat ist dann die Zulassung zum Kirchensteuerabzugsverfahren zu beantragen. Dieser Vorgang kann einige Wochen dauern. Deshalb sollten Unternehmer noch im Sommer aktiv werden, damit sie den Abfragezeitraum vom 1. September bis 31. Oktober 2014 einhalten können.

Das Verfahren gilt auch für kleinere Unternehmen und auch bei der „eigenen GmbH“. Auf Druck verschiedener Verbände,– u.a. dem Bund der Steuerzahler, gibt es zwei Ausnahmen: 1. Zum Zeitpunkt der Regelabfrage steht mit Sicherheit fest, dass im Folgejahr keine Ausschüttung vorgenommen wird – z.B. wenn eine Ausschüttung vertraglich ausgeschlossen ist. 2. Der Alleingesellschafter-Geschäftsführer gehört keiner steuererhebenden Religionsgemeinschaft an oder ist konfessionslos und der GmbH gehört keine weitere natürliche Person an. Das BZSt hat diese Ausnahmen in den Fragen- und Antworten-Katalog in seinem Internetauftritt aufgenommen.

Weitere Details nennt das BZSt unter: www.bzst.de/DE/Steuern_National/Kirchensteuer/kirchensteuer_node.html.

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