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Interview zur FMB Zuliefermesse Maschinenbau 2014

„Networking“ von Maschinenbauern und Zulieferern

 Christian Enßle, Show Manager FMB, Clarion Events Deutschland GmbH, über das Erfolgsrezept der 10. Zuliefermesse für den Maschinenbau und die aktuellen Themen.

Herr Enßle, wenn am 5. November im Messezentrum Bad Salzuflen die FMB beginnt, können Sie zugleich auf das zehnjährige Jubiläum der Zuliefermesse für den Maschinenbau zurückblicken. Haben Sie damals damit gerechnet, dass sich die FMB einmal so erfolgreich entwickeln wird?

Christian Enßle: „Hauptziel der FMB ist es, Besuchern aus dem Maschinenbau eine optimale Arbeitsplattform zu bieten.“

Christian Enßle: „Hauptziel der FMB ist es, Besuchern aus dem Maschinenbau eine optimale Arbeitsplattform zu bieten.“

 Christian Enßle: Natürlich hatten wir gehofft, dass sich die neue Veranstaltung dauerhaft in der Messelandschaft etabliert. Dafür gab es ja auch gute Voraussetzungen. Schließlich befindet sich in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) eines der größten Maschinenbau-Cluster Deutschlands mit zahlreichen Weltmarktführern und spezialisierten Hidden Champions. Außerdem wurde die Messe vom Start weg von der Industrie unterstützt, insbesondere durch unseren Kooperationspartner OWL Maschinenbau e.V., der in der FMB bis heute eine gute Gelegenheit zum „Networking“ von Maschinenbauern und Zulieferern sieht.

Nur wenige regionale Messen können auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Worin liegt Ihrer Meinung nach das Erfolgsrezept bzw. wie hat sich das Konzept der Messe in den zurückliegenden Jahren verändert?

 Christian Enßle: Zum Erfolgsrezept der FMB gehört sicherlich die überdurchschnittlich hohe Serviceorientierung. Wir verkaufen bzw. vermieten den Ausstellern nicht einfach eine Standfläche, sondern bieten ihnen ein Komplettpaket mit Mobiliar, Catering, Marketing etc. Mit diesem Konzept, das vor allem kleineren Unternehmen die Entscheidung für eine Messebeteiligung erleichtert, haben wir schon in der Möbelzulieferindustrie gute Erfahrungen gesammelt. Auch den Besuchern kommt das Messekonzept entgegen, indem beispielsweise nicht nur der Eintritt, sondern auch die Parkplätze und der Messekatalog kostenlos sind. Verändert hat sich das Grundkonzept seither prinzipiell nicht, es wird jedoch kontinuierlich mit den Ausstellern und Kooperationspartnern behutsam weiter entwickelt und optimiert.

Nicht nur die Aussteller- und Besucherzahlen sind stetig gestiegen, die Aussteller rekrutieren sich mittlerweile auch aus einem internationalen Umfeld. Haben Sie diese Entwicklung bewusst vorangetrieben und wenn ja, warum?

 Christian Enßle: Diese Entwicklung erfolgte ganz von selbst und sie ist Teil des Messeerfolgs. Die FMB positioniert sich ganz bewusst als Messe für den norddeutschen Raum, die in hohem Maße die Bildung von regionalen Netzwerken und Kunde-Lieferanten-Beziehung stärken will. Die steigende Anzahl der  ausländischen Aussteller rekrutiert sich überwiegend aus bestehenden Netzwerken der Region mit ausländischen Partnern, zum Beispiel mit Maschinenbau- und Zulieferverbänden in der Türkei und Dänemark. Sie zeigt, wie attraktiv die Region OWL für die Zulieferer ist. Eine Ausnahme gilt für die Niederlande: Von dort kommen aufgrund der räumlichen Nähe viele Aussteller, aber auch Besucher.

Ein Blick auf die Themen und Messeschwerpunkte: Welches Spektrum bzw. welche Komponenten aus dem Maschinenbau und der Zulieferindustrie wird die FMB im Jubiläumsjahr den Besuchern präsentieren?

 Christian Enßle: Die FMB setzt traditionell Schwerpunkte in der Elektrotechnik sowie der Automatisierungs- und Steuerungstechnik. Auch die Antriebstechnik ist sehr gut besetzt mit zahlreichen Marktführern wie Bosch Rexroth, Festo, Lenze, Siemens und Wittenstein sowie mit spezialisierten Nischenanbietern. Eine starke Zunahme registrieren wir bei den Herstellern von Geräten und Anlagen der Mess- und Prüftechnik. Weitere Schwerpunkte setzten die Aussteller bei der Montage- und Handhabungstechnik sowie in der Metall- und Kunststoffverarbeitung. Die großen Distributoren und Handelshäuser sind ebenfalls mit Ständen vertreten.

 Nichts ist so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte. Was sind Ihre Ziele und Herausforderungen für die nächsten Jahre?

Christian Enßle: Das Hauptziel der FMB ist es, Besuchern aus dem Maschinenbau eine optimale Arbeitsplattform zu bieten. Das Angebot an Zulieferprodukten und Lösungen wird daher weiterhin ausgebaut werden. Außerdem wird die Thematik Industrie 4.0, die über das Spitzencluster „Intelligente Technische Systeme – it´s OWL“ bestens in der Region verankert ist, weiter aufgegriffen und über die Präsentation lösungsorientierter Ansätze auf der Messe intensiviert. Auch in diesem Jahr wird der Spitzencluster auf der FMB wieder aktuelle Beispiele aus der Projektarbeit zeigen. Darüber hinaus bauen wir den Bereich der Kunststoffverarbeitung weiter aus. Konkret können wir in diesem Jahr erstmals eine Spezial-Ausstellung für die Zulieferer der Kunststoffindustrie dem interessierten Fachpublikum vorstellen. Wir gehen dabei von spannenden Synergieeffekten mit anderen Branchenpräsentationen aus.

Weitere Informationen: www.fmb-messe.de

 

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