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Interview zur 13. FMB

„Die FMB präsentiert sich frischer, heller und moderner“

Mit einem neuen Erscheinungsbild präsentiert sich in diesem Jahr die 13. FBM Zuliefermesse für den Maschinenbau. Christian Enßle, Project Manager FMB, Clarion Events Deutschland GmbH, über die Veränderungen und den aktuellen Stand der Vorbereitungen. 

Christian Enßle

Christian Enßle, Project Manager FMB, Clarion Events Deutschland GmbH:
„Die Zuwächse verteilen sich recht gleichmäßig über die verschiedenen Produktgruppen – mit einer Ausnahme: In der Mess- und Prüftechnik haben wir überproportional viele Neuaussteller.“ Foto: Clarion Events

Herr Enßle, die FMB präsentiert sich in diesem Jahr in einem neuen Erscheinungsbild: Warum war ein Refreshing notwendig und was hat sich verändert?
Christian Enßle: Wir haben – auch auf der Basis der Ausstellerumfrage – gemeinsam mit dem Standplaner eine neue Optik erarbeitet. Der Grund liegt auch darin, dass sich einfach die Sehgewohnheiten verändern: Was vor fünf Jahren ganz modern schien, kann heute veraltet wirken.

Den Besucher erwartet in diesem Jahr ein deutlich großzügigeres, „edleres“ Erscheinungsbild mit dunklem Teppichboden. Außerdem nutzen wir ein neues Standbausystem, das eine einfachere und flexiblere Bauweise erlaubt. Und wir haben in die Beleuchtung investiert und 5.000 neue LED-Spots und 500 LED-Strahler angeschafft. Damit können die Produkte auf den Ständen im wahrsten Sinne des Wortes ins beste Licht gerückt werden. Alles in allem wird die FMB sich frischer, heller und moderner präsentieren.

Die Messe lebt neben den ausstellenden Unternehmen auch von einem interessanten Rahmen- / Vortragsprogramm. Welche Themen stehen in diesem Jahr im Fokus?
Christian Enßle: Auch hier gibt es Veränderungen. Wir haben das Vortragsprogramm der ersten beiden Tage, in dem Aussteller über aktuelle Technik-Trends und ihre Umsetzung in der Praxis berichten, neu strukturiert und vier Themenblöcke gebildet. Die Themen sind: „Agile Produktentwicklung“, „Smart Services für die Industrie“, „Online-Mess- und Prüftechnik in der industriellen Produktion“ und „Stecker und Klemmen als Industrie 4.0-Bausteine.“ Am dritten Tag gestaltet, wie bisher, der Spitzencluster „it´s OWL“ das Programm und stellt Beispiele aus der aktuellen Projektarbeit vor.

Es sind noch gut zwei Monate bis zur Messe. Wie zufrieden sind Sie mit dem aktuellen Buchungsstand?
Christian Enßle: Wir sind sehr zufrieden, weil wir wiederum einen Zuwachs bei den Ausstellerzahlen erreichen konnten. Wir befinden uns nun an der Kapazitätsgrenze.

Aus welchen Bereichen und aus welchen Regionen rekrutieren sich die Aussteller, hat es hier in den vergangenen Jahren eine Veränderung gegeben?
Christian Enßle: Mit der Größe der Messe wächst auch der geographische Bereich, aus dem die Aussteller kommen. Das ist der Langfristtrend. Begonnen hat die FMB ja als reine Regionalmesse für OWL, immer mehr Aussteller kommen aus anderen Regionen.

Die Zuwächse verteilen sich recht gleichmäßig über die verschiedenen Produktgruppen – mit einer Ausnahme: In der Mess- und Prüftechnik haben wir überproportional viele Neuaussteller. Wir führen das darauf zurück, dass Qualität in der Produktion nicht nur immer wichtiger wird, sondern die entsprechenden Mess- und Prüfsysteme zunehmend „inline“ installiert, also direkt in die Produktionslinien integriert werden.

Wo liegen aktuell die größten Herausforderungen für den Maschinenbau und die Zulieferindustrie vor dem Hintergrund der Digitalisierung und Globalisierung?
Christian Enßle: Die größte Herausforderung ist ganz eindeutig die Digitalisierung. Die Industrie steht vor großen Veränderungen, hat das auch erkannt und arbeitet auf sehr vielen Ebenen an neuen Lösungen, Produktionsmethoden, Infrastrukturen und Geschäftsmodellen. Anders ausgedrückt: Industrie 4.0 hat die „Shopfloor“-Ebene erreicht, das Informationsbedürfnis ist sehr groß und angesichts der Komplexität der Thematik ist es sehr hilfreich, beispielhafte Lösungen aufzuzeigen. Das sehen wir als „Macher“ der FMB als unsere Aufgabe an und befinden uns damit auch am richtigen Standort, denn in OWL sind viele Akteure zuhause, die diesen Prozess vorantreiben und Lösungen für Industrie 4.0 entwickeln. Das gilt sowohl für die Unternehmen als auch für die Forschungseinrichtungen, die auf der FMB ausstellen. Den Besucher erwarten hier zahlreiche Beispiele für praxisgerechte Digitalisierungsprojekte.

Weitere Informationen: www.fmb-messe.de

Schwerpunktausgabe zur 13. FMB 
markt & wirtschaft berichtet in der Oktober-Ausgabe wieder ausführlich über die FMB Zuliefermesse Maschinenbau 2017 mit Berichten, Hintergrundinformationen, Interviews, Neuheiten und Unternehmen.

KONTEXT
Von der Theorie in die Praxis: Lange wurde über Industrie 4.0 diskutiert. Jetzt gibt es nicht nur Modellfabriken und „Innovation Labs“ in den Forschungseinrichtungen, sondern auch ganz konkrete und sehr unterschiedliche Umsetzungen des Prinzips „Losgröße Eins – so wirtschaftlich fertigen wie ein Großserienprodukt“. Dafür wird die 13. FMB – Zuliefermesse Maschinenbau, die vom 8. bis 10. November in Bad Salzuflen stattfindet, zahlreiche Beweise liefern.

Der Spitzencluster „Intelligente Technische Systeme – it´s OWL“, der seit fünf Jahren Industrie 4.0-Projekte jeweils als Kooperation von mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in die Praxis umgesetzt hat, wird auf einem großem Stand in Halle 21 Beispiele aus der aktuellen Projektarbeit präsentieren.