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Innovation und kreative Ideen

Das Ökonomiegesetz des Gehirns ist der Feind der Kreativität

Kreativität und innovative Ideen sind der Motor von Wirtschaft, Wis­senschaft und Kultur. Innovationen sind es, die Unternehmen mehr Wertschöpfung bringen. Die Herausforderung besteht darin, bei Führungskräften und Mitarbeitern Innovationsfähigkeit als Kernkompetenz zu entwickeln – aber wie? Impulse von Dr. Hans-Dieter Pries, dr. pries gmbh – Personalmanagement.

Dr. Hans-Dieter Pries: „Wer kreativ sein will, muss die gewohnten Trampelpfade verlassen.“

Dr. Hans-Dieter Pries: „Wer kreativ sein will, muss die gewohnten Trampelpfade verlassen.“

 

Wie entstehen kreative Einfälle?

Durch unsere Sinneswahrnehmungen und/ oder un­sere Erinnerungen werden in unserem Gehirn pausenlos Milliarden von Impul­sen erzeugt. In Bruchteilen von Sekunden werden diese analysiert, mit bestehendem Wissen und Erfahrungen im Langzeitgedächtnis ab­geglichen und be­wertet. Dies erfolgt überwiegend im Unbe­wussten und äußert sich, wenn über­haupt, nur in Form eines „Bauchgefühls“. Manche durchdringen die Schwelle zum Be­wusstsein und können sprachlich formuliert werden. Für die Entste­hung kreati­ver Einfälle und innovativer Ideen sind unsere Sinnes­wahrnehmungen, unser gespeichertes Wissen, unsere Erfahrungen und unsere emotionale Bewer­tung von enormer Bedeutung.“

Welche Rolle spielt die Intelligenz?

„Die menschliche Intelligenz ist bestens erforscht und lässt sich in Tests gut messen und nachweisen. In verschiedenen Studien konnte nachgewiesen werden, intelli­gente Menschen beschränken die Aktivierung des Gehirns auf we­nige, für die Aufgaben­stellung notwendige Areale. Weniger intelligente Menschen benötigen mehr Areale des Gehirns für die Lösung der gleichen Auf­gaben. Das verbraucht we­sentlich mehr Energie, die Entstehung und Gestaltung von Ideen wird behindert. Tests konnten beweisen: Kreativität und Intelligenz gehören untrennbar zu­sammen.“

Ist Kreativität eine Frage der Persönlichkeit?

„Bei Geburt ist das Gehirn mit einem gigan­tischen Überschuss an neuronalen Verbindungen ausgestattet. Diese Verbindungen werden aber nur wirksam, wenn sie in den ersten Jahren unseres Le­bens genutzt werden.
Was „Hänschen nicht lernt . . .“: Je breiter die Matrix in der frühen Kind­heit entwickelt wurde, desto umfangreicher sind später die Möglichkeiten für neue Verknüpfungen, die sich dann als Kreativität entfalten können. Neben der frühkindlichen Prägung sind Art und Umfang von Erlebnissen und Erfahrungen bedeutsam. Bei einer Studie, mit Geigern zeigte sich, dass die Studenten, die mit dem Geige ­spielen am frühsten angefangen hatten, auch die Besten waren. Die Persönlichkeit ist das Ergebnis ge­netischer Veranlagung, vorgeburtlicher und frühkindli­cher Prägung und die Summe von Erlebnissen und Erfahrungen.“

Was grenzt unsere Kreativität ein?

„Unser Gehirn unterstellt, es ist nicht notwen­dig, „das Rad ständig neu zu erfinden“. Es geht davon aus, alles läuft kontinuierlich ab. Daran hat es sich in der Evolution gewöhnt. Wir sprechen von dem „Ökonomieprinzip des Gehirns“. Das hat aber erhebliche Nachteile, wenn es um kreative Prozesse geht. Tritt etwas Neues auf, ist das Gehirn bei der Informationsverarbeitung schnell überfordert. Das Ökonomiegesetz des Gehirns ist der Feind der Kreativität, denn wenn man kreativ sein will, muss man die gewohnten „Trampelpfade verlassen“.“

Weitere Informationen: www.dr-pries.com

 

 

 

 

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