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Haftungsmanagement

Dipl.-Ökonom Jörg-Dieter Brand: „Erst aus der strategischen Umsetzung beider Betrachtungsweisen – der betrieblichen wie der privaten – kann der Familienunternehmer sowohl das Unternehmen als auch das Familienvermögen „wetterfest“ machen.“

Dipl.-Ökonom Jörg-Dieter Brand: „Erst aus der strategischen Umsetzung beider Betrachtungsweisen – der betrieblichen wie der privaten – kann der Familienunternehmer sowohl das Unternehmen als auch das Familienvermögen „wetterfest“ machen.“

Den Gefahren trotzen

Dipl.-Ökonom Jörg-Dieter Brand (CFP), Finanzökonom (ebs), Unternehmensgruppe Brand & Partner, über die Notwendigkeit eines systematischen Haftungsmanagements für mittelständische Unternehmer.

In der Wirtschaftsgeschichte gibt es Beispiele genug, dass Erfolgssträhnen selbst großer Unternehmen auch nach Jahrhunderten reißen können. Das gilt natürlich auch für kleine oder mittlere Firmen. Niemand ist vor Misserfolg gefeit – egal, in welcher Branche er unterwegs ist. Wenn man den Blick auf Familienunternehmen in Deutschland richtet, stellt sich die strategische Frage, wie sie den Gefahren, denen sich Geschäftsmodelle tagtäglich stellen müssen, trotzen können; denn in mittelständischen Unternehmerfamilien sind private und betriebliche Finanzen of eng verknüpft. Dabei weichen Unternehmensziele und private Ziele der Unternehmerfamilie vielfach voneinander ab bzw. sind schwer in Einklang zu bringen. Und die betrieblichen wie privaten Risiken wirken in vielen Fällen kumulativ auf die Unternehmerfamilie.

Marktrisiken beispielsweise bedrohen den Unternehmenserfolg, Kreditrisiken des Unternehmens belasten das Familienvermögen, wenn der Inhaber auch privat bürgt, Liquiditätsrisiken zwingen den Familienunternehmer, privat Kasse zu halten, um für sein Unternehmen rechtzeitig einstehen zu können. Steuerrechtliche Risiken, auch im Zusammenhang mit der Unternehmensnachfolge (Generationenübergang), seien hier nur am Rande erwähnt.

Mit einem professionellen und systematischen Haftungsmanagement kann und sollte die Unternehmerfamilie diesen Risiken entgegenwirken: ausgehend von einer Transparenz schaffenden ganzheitlichen Ist-Analyse und einer tragfähigen Strategie, die die Belange sowohl des Unternehmens als auch der Unternehmerfamilie berücksichtigt, sind Haftungsrisiken konkret zu identifizieren und in die Steuerung des Gesamtvermögens der Unternehmerfamilie mit aufzunehmen.
Welche Risiken sind zu vernachlässigen, welche sind versicherbar, welche vertraglich abdingbar? Für welche Gefahren kann man wie Vorsorge leisten? Entscheidend ist der hinreichende Aufbau von Eigenkapital als Risikopuffer einerseits und der Aufbau unternehmensunabhängigen Vermögens andererseits – also die Schäfchen ins Trockene bringen, wie man landläufig so sagt.
Erst aus der strategischen Umsetzung beider Betrachtungsweisen – der betrieblichen wie der privaten – kann der Familienunternehmer sowohl das Unternehmen als auch das Familienvermögen „wetterfest“ machen.

Weitere Informationen: www.brand-partner.de

 

 

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