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Günstiger Auslandsgeldtransfer

Ein Geschäftsmodell mit Zukunft?

Internationaler Geldverkehr zu günstigen Konditionen ist eine Dienstleistung, die zunehmend nachgefragt wird und sich daher als Geschäftsmodell immer weiter etabliert.

Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen profitieren von schnellem und reibungslosem Geldtransfer. Sei es im Rahmen eines Auslandsstudiums, aus Gründen der Arbeitsmigration, oder bei Geldverlust im Urlaub. Die Gründe für die Inanspruchnahme von Zahlungsdienstleistungen können vielfältig sein. Auch unvorhergesehene Ereignisse wie die Flucht aus Krisengebieten können einen internationalen Geldtransfer erfordern. Spezialisierte Dienstleister erkennen den bisherigen Mangel an günstigen Transferkonditionen und nutzen den Zahlungsverkehr als lukratives Geschäftsmodell.

Eine kostengünstigere und schnellere Möglichkeit des Geldtransfers, auch ins außereuropäische Ausland, bieten mehrere jüngere Finanzdienstleister an.
Foto: pixabay

Auslandsgeldtransfer: Herausforderungen bei internationalen Überweisungen

Bei Auslandsgeldtransfers sind in Abhängigkeit der beteiligten Länder und Kontinente oft enorme Gebühren fällig. Dies stellt insbesondere für Unternehmen eine große Herausforderung dar, wenn hohe Geldsummen an internationale Geschäftskontakte transferiert werden müssen. Bei solch hohen Beträgen können bereits geringe Unterschiede in den Konditionen große Gebührennachteile mit sich bringen. Aber auch bei Privatpersonen können aus einer Vielzahl von Gründen größere Auslandsgeldtransfers erforderlich sein, deren Gebühren bei der klassischen Auslandsüberweisung bei der Hausbank horrend sein können. Die teuren Konditionen sind im Wesentlichen Resultat der ehemals nur sehr geringen Zahl von Dienstleistern für solche Geldtransfers.
Die anfallenden Gebühren und Kosten basieren auf mehreren Faktoren. Hierbei sind die beteiligten Staaten sowie die Höhe der Überweisungssumme die relevantesten Variablen. Überdies haben Unternehmen und Verbraucher bei Auslandstransaktionen zudem die volatilen und oft ungünstigen Wechselkurse zu berücksichtigen.
Ebenso hat die Wahl der Auszahlungsvariante Auswirkungen auf die Gebühren. Hierbei gilt es zu unterscheiden, ob eine Barauszahlung erfolgt, oder die Summe auf ein Konto überwiesen wird. Gesamtgebühren können im unvorteilhaften Fall auf bis zu 15 Prozent steigen.
Insbesondere bei Transfers ins nicht-europäische Ausland steigen die Transaktionsvolumina an Gebühren global betrachtet in die Milliardenhöhe. Alleine für Überweisungen in und aus afrikanischen Ländern geht der Spiegel davon aus,  dass jährlich Milliarden US-Dollars an Überweisungsgebühren anfallen.

Start-ups erkennen Geschäftsmodell

Eine kostengünstigere und schnellere Möglichkeit des Geldtransfers, auch ins außereuropäische Ausland, bieten mehrere jüngere Finanzdienstleister an. Die wachsende Nachfrage nach Überweisungen zu günstigeren Konditionen entdecken Start-ups als Geschäftsmodell, so wachsen etwa die Marktanteile des britischen Dienstleisters beständig an. Solche jungen Unternehmen setzen auf besonders günstige Transaktionsgebühren, rasche Ausführung und faire Wechselkurse. Das Einsparpotential wird von Kunden geschätzt und liegt bei bis zu 90 Prozent gegenüber den herkömmlichen Gebühren bei der Hausbank.

Azimo bedient mit seinem Online-Geldtransfer über 190 Staaten und stellt damit eine bedeutende Konkurrenz zur herkömmlichen Auslandsüberweisung dar. Das Geld kann an unterschiedlichen Auszahlungsstellen empfangen werden. Hierzu gehören das klassische Girokonto sowie virtuelle Konten. Auch die Bargeldauszahlung ist möglich. Hierzu sind mehrere Empfangsstellen auf der ganzen Welt vorhanden. Auch in vielen asiatischen und afrikanischen Staaten sind das Senden und Empfangen von Geld sowie die Bargeldauszahlung in mehreren Währungen möglich. Die gesamten Transaktionskosten bleiben bei ein bis zwei Prozent der Gesamtsumme, während mit einer Transaktionsdauer von etwa zwei bis vier Tagen zu rechnen ist.

Fazit
Angesichts der wachsenden Anzahl von Personen, die auf schnelle und kostengünstige Auslandsgeldtransfers angewiesen sind, hat das Geschäftsmodell solcher Dienstleister Zukunftspotential. Unternehmen, die größere Summen ins Ausland bewegen oder von dort empfangen, profitieren besonders von günstigeren Konditionen. Auch werden die Zunahme von längeren Work-and-travel-Aufenthalten im Ausland oder der Trend zur Auswanderung im Rentenalter zu weiter steigendem Marktanteil von günstigen Geldtransfers beitragen. Bereits jetzt erkennen auch internationale Investoren das Potential und sind mit höheren Investitionssummen an dem britischen Anbieter beteiligt.

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