mawionline

Forschungsinstitut inIT

Cloud Computing in der Fabrik der Zukunft

Forscher des Lemgoer Instituts inIT dürfen sich ab sofort Weltmeister im Cloud-Computing nennen. Sie sind Gewinner des internationalen „Cloud Innovation World Cup“.

Strahlende Sieger: Institutsleiter Professor Jürgen Jasperneite (links) und Mitarbeiter Omid Givehchi (rechts) freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung. (Foto: CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT)

Strahlende Sieger: Institutsleiter Professor Jürgen Jasperneite (links) und Mitarbeiter Omid Givehchi (rechts) freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung.
(Foto: CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT)

Private Nutzer haben Cloud Computing („Rechnen in der Wolke“) längst für sich entdeckt: Software-Programme oder Daten werden auf Cloud-Dienste, also in die Internet-Wolke, ausgelagert. Der Vorteil: Die Daten werden nur ein einziges Mal auf Server geladen, der Nutzer kann sie fortan jederzeit und an jedem Ort abrufen. Das möchte sich auch die Industrie zunutze machen und das Lemgoer Forschungsinstitut inIT – Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL arbeitet an der Umsetzung. Für ihr Konzept einer „Automation Cloud“ sind die Forscher vom inIT kürzlich in London mit dem ersten Platz in der Kategorie „Industrie 4.0“ des „Cloud Innovation World Cup“ geehrt worden. Gegen mehrere hundert Konkurrenten konnten sich die Lemgoer im Wettbewerb durchsetzen. Feierlich übergeben wurde der Preis während des „Cloud World Forum“ in der Londoner Olympia Hall an Omid Givehchi, wissenschaftlicher Mitarbeiter am inIT. Weltmarktführer aus der IT-Branche, wie z. B. Intel oder Samsung unterstützen den Wettbewerb. Preisträger Givehchi und Institutsleiter Professor Jürgen Jasperneite freuen sich:

„Der Preis zeigt die Wertschätzung, die unsere Arbeit erfährt und auch das steigende Interesse der IT-Branche für Cloud-Anwendungen im industriellen Umfeld“.

Wenn es nach den Lemgoer Wissenschaftlern geht, wird die digitale Fabrik der Zukunft so aussehen: Wie bei dem aus der IT-Welt stammenden Cloud Computing sollen die Steuerungsprogramme und Software großer Produktionsanlagen nicht mehr auf einem festen Rechner installiert, sondern in das Internet ausgelagert werden. Steuerungsfunktionen, bisher durch Hardwarekomponenten direkt an den Maschinen und Anlagen angebracht, stehen dann in der „Automation Cloud“ virtuell zur Verfügung und können als Dienste abgerufen werden. Der Clou: Statt immer weiter Hardware zu installieren und Steuerungen zu programmieren, greift der Anwender auf die bereits programmierte Steuerung in der Cloud zurück. Das verspricht viele Vorteile bei der Inbetriebnahme oder Erweiterung von Maschinen, spart Speicherplatz, Zeit und Kosten. Was wird aus dem Datenschutz, wenn die Software ausgelagert ist?

Professor Jasperneite gibt Entwarnung: „Um die Daten und Dienste zu schützen, ist diese Cloud nur innerhalb einer Fabrik zugänglich und nicht im Internet“.

 

 

Hinterlasse einen Kommentar