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Augmented Reality am CIIT

Intelligenz in die Maschine bringen

Augmented Reality (AR) und 3-D sind in der IT-Branche längst Realität. Für die Industrie ist die Umsetzung komplexer. Das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) an der Hochschule OWL möchte die Technik in die Werkshallen der Zukunft bringen.

 Augmented-Reality für die Industrie: Professor Paelke vom inIT weiß, wie es geht. Foto:  CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT)


Augmented-Reality für die Industrie: Professor Paelke vom inIT weiß, wie es geht. Foto: CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT)

Volker Paelke, Professor an der Hochschule OWL und Experte auf dem Gebiet 3-D und Augmented Reality, weiß, dass eine industrielle Umsetzung von vielen Faktoren abhängt, auch „hinkt die Hardware hinterher“, denn richtige Systemkomponenten sind noch nicht gefunden. „Wenn die Hardware mit unserem Stand der Software mitkäme, wären wir schon einen Schritt weiter“, sagt Paelke. Für den Experten sind smarte 3-D- und Augmented-Reality-Techniken die Lösung für die steigende Komplexität in der Fabrik der Zukunft. „Die Digitalisierung der Fabrik schreitet voran, die Komplexität der Produktionssysteme nimmt für den Mitarbeiter zu. In der künftig hochautomatisierten Arbeitswelt kann Augmented Reality die Arbeitsbedingungen verbessern.“ Wenn alles komplizierter wird, müssen Informationen bedarfsgerecht aufbereitet werden und am besten dem Mitarbeiter direkt „ins Auge springen“.

Die Potenziale von AR sind groß, besonders für komplexe Abläufe oder für Informationen, die an ein Objekt gekoppelt sind. Ein Anwendungsfall kann in Zukunft die Wartung von individualisierten Einzelanfertigungen sein. Schritt für Schritt wird die Montageanleitung mit Handlungsanweisungen für den Mechaniker eingeblendet. Kurze Anlernzeiten und Fehlerreduktion sind die Vorteile.

Auch deshalb entwickeln die Wissenschaftler am Institut für industrielle Informationstechnik spezielle Software für AR-Anwendungen mit ansprechenden Designs und benutzerfreundlicher Bedienung. Wie das aussehen kann, zeigt Paelke an der intelligenten Montagelinie der SmartFactoryOWL, einer Fabrik im Miniaturmaßstab im Technologiezentrum CIIT in Lemgo.

Augmented Reality hilft hier am Handarbeitsplatz bei der Fertigung der Produkte. Mittels einer 3-D-Projektion in einer Augmented-Reality-Brille wird dabei die Montageanleitung direkt in das Sichtfeld des Mitarbeiters projiziert. Der Entwicklungsbedarf der Komponenten zeigt sich hier ganz konkret: „Die Brille über Stunden zu tragen ist noch so gut wie unmöglich. Und da die Akkuleistung noch zu gering ist, muss man immer umständlich ein Kabel mitführen“, so der Experte. Die Hardware steckt noch in den Kinderschuhen . Die Forscher wissen, dass das nicht mehr lange so bleiben wird. Sie gehen davon aus, dass in den nächsten zwei bis fünf Jahren in Sachen Weiterentwicklung viel passiert: „Die Hardware für eine optimale Umsetzung wird da sein. Wir müssen vorbereitet sein, die Software und das Hintergrundwissen haben, für eine sinnvolle und benutzbare Umsetzung“, sagt Paelke.

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